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Deutsch-italienischer Gesprächskreis über Neapel lieferte Eindrücke über süditalienische Metropole
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Alessandra Riva Deutsch-Italienische Gesellschaft Mittelhessen e.V.
am: Samstag, 21. April 2018 um 23:06 - Gelesen: 1429 mal

Rund 30 Personen wollten sich am Donnerstag, 12. April 2018, während des deutsch-italienischen Gesprächskreises „Napoli è… - Neapel, eine süditalienische Metropole“, in der Pizzeria Pie in Gießen, über Neapel informieren und unterhalten. Die Deutsch-Italienische Gesellschaft Mittelhessen e.V. veranstaltete somit wieder ein erfolgreiches geselliges Treffen für alle Italienbegeisterte.

Die 1. Vorsitzende Rita Schneider-Cartocci begrüßte die Anwesenden und konnte sofort feststellen, dass die meisten schon in Neapel gewesen waren und viele positiven aber auch negativen Begriffe mit dieser Stadt assoziieren konnten: Meer, Vesuv, Sfogliatelle, sowie Müll und Mafia.

Der Referent Marius Witting präsentierte die Stadt mit Informationen, Fotos und seiner persönlichen Erfahrung. Letzten Sommer verbrachte der Student fünf Monate in Italien und hatte die Möglichkeit, zahlreiche Städte zu besichtigen, darunter auch Neapel. Er sei fast zufällig und ohne große Erwartungen hingefahren, so erzählte er, aber dort habe er sich in diese Metropole am Meer, in ihre Gassen und Viertel verliebt.

Zuerst zeigte Witting einige geografische Fakten über Neapel: seine Lage in Kampanien, Süditalien, den dominanten Vulkan Vesuv, und seine Größe mit über 900.000 Einwohnern. Dann verriet der junge Referent seine Lieblingsorte der süditalienischen Metropole, wie die berühmte Piazza del Plebiscito, wo man sich mit einem Stück Pizza einfach hinsetzen und entspannen kann, oder die Spanischen Viertel mit ihren bunten Gassen, wo das echte, typischste Neapel zu sehen ist. Er entdeckte auch die wunderschöne U-Bahn-Station Via Toledo, die mit modernen Kunstwerken dekoriert ist und einen großen Kontrast zur Altstadt darstellt. Marius Witting zeigte ebenfalls die lange Strandpromenade Mergellina und das kleine romantische Fenster von Marechiaro, das in einem bekannten neapolitanischen Lied besungen wird.

Die Umgebung von Neapel ist außerdem reich an interessanten und malerischen Orten. Der Vesuv, Pompeji, die Amalfitanische Küste mit Amalfi, Sorrento und weiteren kleinen Städtchen, die Inseln Capri und Ischia, und Salerno, das Witting sehr geschätzt hat, sind auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Was in Neapel natürlich nicht fehlen kann, ist das gute Essen. Witting zeigte die leckeren Pizza Margherita, Pizza fritta, Casatiello, Sfogliatelle und Panino napoletano, aber auch die Babà al rum und der Kaffee dürfen nicht vergessen werden.

Die neapolitanische Kultur bietet auch sehr viele Traditionen an. Zum Beispiel, ist die Weihnachtskrippe in Neapel eine richtige Kunst. Witting stellte auch die Festa di Piedigrotta vor, ein großes Fest Anfang September mit viel Musik, das aber in den letzten Jahren wieder seinen religiösen Charakter in den Vordergrund gebracht hat.

In der darauffolgen Diskussion mit den Anwesenden und Schneider-Cartocci wurden noch weitere Aspekte dieser süditalienischen Metropole und ihrer Einwohner hervorgehoben, wie der Fatalismus, den Aberglauben, aber auch die berühmten Künstler Totò, Sofia Loren, Eduardo de Filippo und Caruso.

Die Stadt sei wunderschön, die Menschen sehr aufgeschlossen und freundlich, so Witting, der nicht verstehen kann, warum die meisten Italiener Neapel und den Neapolitanern so abgeneigt sind. Er empfiehlt also jedem, einmal nach Neapel zu reisen und diese besondere Stadt kennen zu lernen.