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Heute vor 80 Jahren: Nationalsozialisten besetzen Bibelhaus
Limburg-Weilburg - Selters
Geschrieben von: Hans-Joachim Schalies
am: Mittwoch, 24. April 2013 um 09:55 - Gelesen: 7055 mal

Magdeburg ? "Und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben" – das war eines der erklärten machtpolitischen Ziele Hitlers: die Gleichschaltung der Massen, die Schablonisierung des Individuums zu dem Typ Mensch, der nationalsozialistisch denkt und handelt. Da fiel jeder auf, der anders war. Nicht nur diejenigen, die sich dem Beitritt in die NS-Massenorganisationen verweigerten – die nicht zu den Pimpfen, der Hitlerjugend, dem BDM oder der NSDAP gehören wollten. Das Anderssein begann schon mit einem einfachen "Guten Morgen!" in einer Zeit, in der nur als normal galt, wer "Heil Hitler!" sagte. Für bekennende Christen ein Ding der Unmöglichkeit: "Heil" oder Rettung schrieben sie Gott zu und nur ihm. Eine Gruppe von Christen verweigerte sich sogar geschlossen schon dem Hitlergruß, weil ihr Gewissen aufstand: die rund 25?000 Zeugen Jehovas, die 1933 in Deutschland lebten.

Es dauerte nur wenige Wochen, bis die Nationalsozialisten reagierten: Heute vor 80 Jahren, am 24. April 1933, besetzten sie das deutsche Zweigbüro der Religionsgemeinschaft in Magdeburg und durchsuchten die Druckerei nach "staatsfeindlichem" Material, um sofort ein Verbot erlassen zu können. Umsonst! Fünf Tage später mussten sie das Büro wieder freigeben. Das war aber nur der Anfang. Am 28. Juni 1933 frühmorgens stürmten 30 Mann erneut das Zweigbüro. Diesmal schlossen sie die Druckerei auf der Stelle und hissten die Hakenkreuzfahne auf dem Gebäude. Danach kam es zu einer der ersten großangelegten Bücherverbrennungen durch Hitlers Handlanger: Am Stadtrand von Magdeburg gingen über 65 Tonnen (!) Bibeln und bibelerklärende Schriften in Feuer auf.

Die Nationalsozialisten brüsteten sich über Rundfunkt reichsweit mit dieser Aktion. Aber sie haben sich zu früh gefreut, wie die Historikerin Prof. Christine King feststellt: "Die Nationalsozialisten mussten erfahren, dass sich Jehovas Zeugen nicht mit roher Gewalt bezwingen ließen." Weder 12 Jahre Verbot noch Folter, Gefängnis und KZ konnten das Gewissen dieser Christen ersticken. Jehovas Zeugen zahlten einen hohen Preis: Weit über 13?000 gerieten in die Mühlen des NS-Terrors, allein rund 1?500 von ihnen verloren das Leben. Aber die Religionsgemeinschaft hat die brutale NS-Diktatur überdauert und zählt heute in Deutschland über 220?000 Gläubige.

Fotolegende:

SA-Leute posieren vor dem besetzten Zweigbüro von Jehovas Zeugen in Magdeburg (Foto:?JZ)

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Medienkontakt:


Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz: Wolfram Slupina,
Telefon +49 (0)6483 413110, PID-D.DE@jw.org,
www.jehovaszeugen.de, www.jw.org
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