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Heute vor 80 Jahren: Das KZ Dachau öffnet seine Tore
Limburg-Weilburg - Selters
Geschrieben von: Hans-Joachim Schalies
am: Sonntag, 10. März 2013 um 17:39 - Gelesen: 7614 mal

Dachau ? Als eines der ersten Konzentrationslager überhaupt eröffneten die Nationalsozialisten heute vor 80 Jahren, am 10. März 1933, das frühe KZ Dachau. Barbara Distel, ehemalige Leiterin der KZ-Gedenkstätte bei München, fasst seine Bedeutung zusammen: "Mit dem KZ Dachau begann ein Terrorsystem, das sich nach kurzer Zeit jeglicher Überwachung durch Justizbehörden entzog. Dachau wurde zum Modell und Musterlager, zur Mörderschule für die Angehörigen der SS." Nur wenige Wochen nach Hitlers Machtergreifung begannen so 12 Jahre der systematischen Entrechtung, Versklavung und Ermordung Andersdenkender im KZ.

Was bis heute viele nicht wissen: Ein großer Teil der frühen KZ-Häftlinge gehörte der Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen an. Der Historiker Dr. Detlef Garbe sagt dazu: "In den Vorkriegsjahren […] stellten die Zeugen Jehovas zahlenmäßig eine nicht unerhebliche Gruppe. In der Regel betrug ihr Anteil an der jeweiligen Belegstärke der Konzentrationslager zwischen fünf und zehn Prozent. Teilweise lag ihr Anteil auch noch weit höher; in einzelnen Lagern bildeten sie zeitweilig sogar die stärkste Häftlingsgruppe." Es waren so viele, dass die Nationalsozialisten die Bibelforscher, wie sie sich bis 1931 nannten, als einzige Religionsgemeinschaft überhaupt mit einem eigenen Häftlingsabzeichen stigmatisiert haben: dem lila Winkel.

Die Art und Weise, wie Jehovas Zeugen das Christentum auslebten, quittierte Hitler mit brutaler Gewalt. Vor allem ihr biblisches Konzept der Gleichheit aller Menschen und ihre Wehrdienstverweigerung waren ihm ein Dorn im Auge: "Diese Brut wird aus Deutschland ausgerottet werden!", hatte er gebrüllt. Danach begann die Jagd: Über 12?000 Zeugen Jehovas kamen in Haft, fast 4?500 ins KZ – ca. 700 allein nach Dachau. Unter den mehr als 1?500 Todesopfern sind über 350, die für ihre Wehrdienstverweigerung hingerichtet wurden. Das "Ausrotten" ist den Nationalsozialisten jedoch misslungen. 1933 gab es in Deutschland nur 20- bis 25?000 Zeugen Jehovas. Heute sind es zehnmal mehr: 220?000.

Fotolegende:

Der lila Winkel auf der Originalhäftlingsjacke eines Zeugen Jehovas (Foto: JZ)

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Medienkontakt:


Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz: Wolfram Slupina,
Telefon +49 (0)6483 413110, PID-D.DE@jw.org,
www.jehovaszeugen.de, www.jw.org
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