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In Burkhards ist an "Nickels" der Bär los
Vogelsbergkreis - Schotten
Geschrieben von: Arnold Haas Gemischter Chor 1883 Burkhards
am: Sonntag, 30. Dezember 2012 um 11:04 - Gelesen: 6428 mal

Jugend hält alten Burkhardser Brauch auch in der heutigen modernen Zeit lebendig

Das Jahr neigt sich langsam zum Ende. Die stille und besinnliche Adventzeit kündigt mit ihren unendlich vielen leuchtenden Lichtern, die in den Straßen und Häusern die Dunkelheit vertreiben, das bevorstehende Weihnachtsfest an. Doch zuvor beschenkt am St. Nikolaustag (6. Dezember) ein guter alter Mann unsre Kinder.

Auch in Burkhards kommt der Nikolaus, organisiert durch den Kinder- und Jugendchor, zu den Kleinsten und beschenkt sie. Nachdem der Kinderchor im verschneiten Schulhof am Dorfgemeinschftshaus, bei eiskalten Temperaturen die jüngsten auf die Ankunft des alten Mannes einstimmte, lauschten die Eltern und Großeltern bei einem Glas heißem Apfelwein den Geschehnissen zu. Dann ganz plötzlich taucht ein ganz in rot gekleideter Mann begleitet von einem wunderschön anzuschauenden Engel aus der Dunkelheit auf. Die leuchtenden Augen der Kinder bekommen einen ganz besonderen Glanz als der Nikolaus ihnen ihr Geschenk überreicht. Einige sagen vorher noch ein Gedicht auf oder singen ein Lied. Andere trauen sich nur sehr zögernd und vorsichtig zu dem alten Gesellen, erhaschen schnell ihr Geschenk und dann nichts wie zurück zu Mutter oder Vater. So wie hier das Beispiel von Burkhards beschrieben ist, gibt es fast überall in unserem Lande eine Nikolausfeier.

Doch Burkhards hat noch etwas ganz besonderes.

Nicht nur die Kinder, auch die Jugend feiert ihren Nikolaus. So trifft sich zunächst nur die männliche Jugend aus Burkhards an einem geheimen Ort, um ihren „Nickels“ zu bestimmen. Dieser wird dann komplett in Stroh eingewickelt und mit Presskordeln so fest verschnürt, dass er sich noch kaum bewegen kann. Gestützt von den beiden Bärenführer zieht die Meute nun mit lautem Gedonner und Getöse durch das Dorf. Mittlerweile hat sich auch die weibliche Jugend dem ganzen Spektakel angeschlossen und nachdem der „Strohbär“ von seinem Stroh befreit und dies angezündet wurde, feiert die Jugend aus dem Niddertal gemeinsam bis spät in die Nacht.

Zurückzuführen ist dieser Brauch, eine Überlieferung germanischen oder keltischen Brauchtum, welcher die Wintergeister vertreiben soll und damit Fruchbarkeit auf die Felder bringt, auf eine Sitte aus vorchristlicher Zeit mit einer Jahrhunderte alten Vergangenheit. Warum gerade in Burkhards dieser Brauch auf den 6. Dezember verlegt wurde, das wissen wir nicht.













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