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Hoffnung auf Weiße Weihnacht 2012 ist geschwunden
Vogelsbergkreis - Schotten
Geschrieben von: Bernd Schröder
am: Montag, 17. Dezember 2012 um 08:37 - Gelesen: 6194 mal
Starke Schneefälle Anfang Dezember hatte die Schneehöhen im Vogelsberg und in der Rhön bis nahezu 50 Zentimeter wachsen lassen. Alle Pisten und Loipen waren präpariert. Die Skilifte waren in Betrieb. Das Ski- und Rodelvergnügen hätte über Weihnachten so schön werden können. Dauerfrost in den Mittelgebirgen wäre der Garant gewesen. In der Woche zum dritten Advent hatte sich ein russisches Hoch breit gemacht. Es brachte Frost bis weit in den Westen, sogar über den Rhein hinaus. Und plötzlich, gerade als die hessischen Mittelgebirgs-Touristiker ihr „Ski-Opening“ halten wollten, machte es schlapp. Stattdessen schnellten die Temperaturen auf frühlingshafte +10°C. Dazu regnete es in Strömen. Das Hoch hatte sich ohne Vorankündigung zurückgezogen und einem mächtigen atlantischen Tiefdrucksystem Platz gegeben. Der ganze schöne Schnee aus dem Bereich des Hoherodskopf und des Taufsteins floss als dreckige Brühe durch den Eichelbach in die Nidda. So war bis zum Abend des dritten Advent die ganze „Weiße Pracht“ weg und in die Wetterau geflossen.

Da hilft alles „Heulen und Zähneknirschen“ der verantwortlichen Tourismusmanager nicht. Das Lockmittel für die geplanten Weihnachts- und Wintersportgäste ist nun weg. Nun müssen sie alle wieder gen Himmel schauen, einmal nach Osten, ob das Hoch mit dem Frost doch wieder zurück kommt. Andererseits müssen sie auch nach Westen schauen, ob das Tief an seinem östlichen Rand vielleicht noch etwas Weihnachtsschnee im Gepäck hätte? Das kann auch schief gehen. Bei so vielen Kopfbewegungen kurz vor Weihnachten kann das zusätzlichen Stress bedeuten. Andererseits bedeutet ständiges Wenden des Kopfes in der Umgangssprache „Nein“.

Aber noch ist nichts verloren. Keiner der Weihnachtsmänner sollte Skier und Rodelschlitten, die für den Gabentisch der Kinder bestimmt sind, umtauschen in so genannte „digitale Geschenke“, nur weil wieder kein Schnee zu Weihnachten zu erwarten ist. Es ist Aussicht auf neues Winterwetter zu erkennen. Das russische Winterhoch züngelt noch immer mit der Zunge nach Westen. Es kann zurückkehren. Schon zum vierten Advent kann es wieder gegen das westliche Tief drücken. Ob mit Erfolg, das lässt sich schwer einschätzen. Das wissen noch nicht einmal die Meteorologen. „Sollte der Schnee zu Weihnachten ausbleiben, kann er noch immer vor Silvester fallen oder nach Neujahr, sicherlich aber zum Fasching und mit Bestimmtheit vor Ostern“, so oder ähnlich können sie sich ausdrücken.

Früher war das Leben einfacher. Die Menschen mussten sich auf die Natur besinnen und verlassen. Es gab keine Wettermodelle im Computer. Die Vorhersagen im Radio waren noch nicht so zuverlässig wie heute. Die Leute beobachteten die Natur. Sicherer als die „Weiße Weihnacht“ ist für die älteren Mitbürger der Region das „Weihnachtshochwasser“. Es trifft fast immer ein. Manchmal kommt es direkt zu Weihnachten (Nomen est Omen). Oder es kommt nach Weihnachten zu Neujahr, vielleicht erst Anfang bis Mitte Januar. Dieses Jahr scheint es verfrüht zu sein. Seit alters her leiten die Menschen davon ab, dass nach einem Winterhochwasser der Winter eigentlich erst einsetzen wird. Nach dieser „Bauernregel“ sollten doch gute Aussichten für ausreichend Schnee und Frost im bevorstehenden Winter da sein.
Frohe Weihnacht, ob mit oder ohne Schnee, wünscht Bernd Schröder.


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