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Was auf die Autofahrer im neuen Jahr alles zurollt - Teil 2
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Hans-Jürgen Funk ACE Auto Club Europa e.V.
am: Donnerstag, 06. Dezember 2012 um 01:25 - Gelesen: 6569 mal
Der Trend hin zu immer mehr neuen Regeln für Verkehrsteilnehmer bleibt auch im neuen Jahr ungebrochen. Das geht aus einer vom ACE Auto Club Europa in Stuttgart veröffentlichten Liste hervor, in der unter anderem diverse Rechtsänderungen rund um Auto und Verkehr beschrieben werden, teilt Vorsitzender Peter Pilger vom ACE Kreis Gießen mit.

Neuer Führerschein kommt
Alle ab dem 19.01.2013 ausgestellten Führerscheine entsprechen dem neuen EU-Muster und damit den Regelungen der so genannten 3. Führerscheinrichtlinie der EU. Eine Pflicht zum Umtausch alter Fahrerlaubnisdokumente besteht vorerst nicht. Erst vom 19.01.2033 an müssen alle Fahrerlaubnisse den nun geltenden Richtlinien entsprechen. Kommt es aber nach dem Stichtag per Antrag zu einem Dokumententausch alt gegen neu, ist der neue Führerschein von da an nur noch für die Dauer von 15 Jahren gültig. Nach Ablauf dieser Zeit werden Führerscheine ohne erneute Eignungsprüfung umgetauscht. Eine regelmäßige Gesundheitsprüfung ist mit der Neuausstellung des Führerscheins in Deutschland nicht verbunden.

Das neue Fahrerlaubnisrecht bringt einige Veränderungen bei der Definition der Fahrerlaubnisklassen mit sich. Für das Fahren von so genannten Trikes beispielsweise wird künftig der Führerschein der Klasse A vorgeschrieben, der Fahrer muss mindestens 21 Jahre alt sein. Ein Anhänger darf hinter dem Trike nicht mehr gezogen werden. Wer bis zum 18.01.2013 seinen Führerschein gemacht hat darf zusätzlich zum bisherigen Umfang auch Fahrzeuge führen, die den neuen Regelungen entsprechen.


Das neue Fahreignungsregister FAER
Im Gespräch ist eine Neugestaltung der Flensburger Verkehrssünderkartei. Das geplante Fahreignungsregister FAER setzt eine Überarbeitung des Punktesystems voraus – in Planung ist, dass bei 8 Punkten der Führerschein eingezogen wird. Noch strittig ist, ob es weiterhin die Möglichkeit geben wird, durch den freiwilligen Besuch eines Seminars Punkte abzubauen. Obwohl das neue Punktesystem schon Gegenstand heftiger Diskussionen war ist kaum damit zu rechnen, dass es noch vor den Bundestagswahlen eingeführt wird.


Umweltzonen werden ausgeweitet – Baden Württemberg vorn
Schon vorhandene Umweltzonen werden ausgeweitet, neue kommen hinzu: 30 Städte und Gemeinden verschärfen die Bedingungen in ihren Umweltzonen, allein 20 davon liegen in Baden-Württemberg. Vom 1. Januar 2013 an gilt in Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Herrenberg, Ilsfeld, Karlsruhe, Leonberg, Mannheim, Mühlacker, Pfinztal, Pforzheim, Reutlingen, Schramberg, Tübingen, Ulm und in Urbach, dass Fahrzeuge in ausgewiesene Umweltzonen nur noch mit grüner Plakette hineinfahren dürfen. Die Umweltzonen Ludwigsburg, Markgröningen und Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg werden um die Bereiche Asperg, Bietigheim-Bissingen, Möglingen, Kornwestheim und Tamm erweitert. Auch hier gilt ab Anfang des Jahres, das Fahrzeuge mit roter oder gelber Markierung an der Windschutzscheibe in gekennzeichneten Bereichen nicht fahren dürfen.

Wendlingen am Neckar richtet zum 1. April 2013 eine Umweltzone ein, auch hier berechtigt nur die grüne Plakette zur Einfahrt.

Freie Fahrt bei Grün gilt ab dem 1. Januar auch für die Umweltzonen in Wiesbaden und Mainz, ebenso wie für Magdeburg und Halle/ Saale.

In Nordrhein-Westfalen verschärfen die Städte Hagen und Köln die Bedingungen und schließen künftig Fahrzeuge mit roter Plakette aus – Mindestanforderung ist ab 1. Januar eine gelbe Plakette an der Windschutzscheibe. Auch die Region Ruhrgebiet geht auf Gelb, betroffen hiervon sind Autofahrer in den Städten Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne, Herten, Mülheim, Oberhausen und Recklinghausen. Neue Umweltzonen werden in Langenfeld, Mönchengladbach und Remscheid eingerichtet. Die ursprünglich geplante Verschärfung der Bedingungen in Augsburg wurden wegen Baumaßnahmen zurückgestellt.

Verschärfte Umweltzonen ab 2013
Befahren der Umweltzone
ab 1.1.2013 nur möglich
infolgendem Bundesland/ Ort

Baden-Württemberg:
Freiburg
Heidelberg
Heidenheim
Heilbronn
Herrenberg
Ilsfeld
Karlsruhe
Leonberg
Ludwigsburg
Mannheim
Mühlacker
Pfinztal
Pforzheim
Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg
Reutlingen
Schramberg
Tübingen
Ulm
Urbach
NEU Wendlingen/ Neckar ab 01.04.2013

Hessen:
NEU Wiesbaden ab 01.02.2013

Nordrhein-Westfalen:
Hagen
Köln
NEU Langenfeld
NEU Mönchengladbach
NEU Remscheid
Ruhrgebiet

Rheinland-Pfalz
Mainz ab 01.02.2013

Sachsen-Anhalt
Halle/ Saale
Magdeburg
Datenbasis: Umweltbundesamt, 2012


Kfz-Steuer
Noch bis zum 31. Dezember 2013 gilt eine einmalige und befristete Steuerbefreiung in Höhe von maximal 150 Euro für Dieselfahrzeuge, die der Abgasnorm 6 entsprechen.
Die bislang nur für Elektro-Pkw geltende Steuerbefreiung wird auf elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge der Klasse N1 sowie Leichtfahrzeuge der Klasse L ausgeweitet. Zudem gilt die Steuerbefreiung nicht mehr nur fünf, sondern künftig 10 Jahre lang. Fahrzeuge, die vor dem Stichtag 1. Juli 2009 zugelassen wurden werden künftig doch nicht nach ihrem CO2-Ausstoß besteuert. Die Bemessung der Kfz-Steuer erfolgt wie bisher nach Schadstoffemissionen (Euro-Normen) und nach Hubraum.


Förderung von Rußpartikelfiltern
Auch im kommenden Jahr wird die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit einem Rußpartikelfilter staatlich gefördert. Für Nachrüstungen, die bis einschließlich 31. Dezember 2012 durchgeführt werden und zu denen Anträge bis zum Ablauf des 15. Februar 2013 beim BAFA eingehen, beträgt der Fördersatz unverändert 330 Euro. Für Nachrüstungen, die im Jahr 2013 durchgeführt werden, beträgt der Fördersatz nur noch 260 Euro.


Versicherungstarife ändern sich
Nach dem Verbot geschlechterspezifischer Versicherungstarife werden die deutschen Versicherer künftig nur noch Unisex-Tarife anbieten. Für Frauen kann der Versicherungsschutz der Haftpflicht-Versicherung dadurch teurer werden, Experten prognostizieren einen Aufschlag von bis zu elf Prozent.


Neue Typ- und Regionalklassen
Vom 1. Januar an treten bei den deutschen Kfz-Versicherern die neu berechneten Regional- und Typklassen in Kraft. Bei der PKW-Haftpflicht verbleiben rund 70 Prozent der Fahrzeuge in der bisherigen Regionaleinstufung, ein knappes Drittel aller Autobesitzer muss sich auf neue Tarife einstellen.

Am billigsten fährt man 2013 mit einer Zulassung in den Kreisen Elbe-Elster (71,15 %)t, Oberspreewald-Lausitz (71,24 %) und Ostprignitz-Ruppin (72,3 %), alle drei in Brandenburg gelegen. Die teuersten Haftpflicht-Tarife zahlen Autofahrer in den Regionen Kaufbeuren (131,05 %), Augsburg (125,53 %)und Wiesbaden (125,05 %).

Vom günstigsten Tarif in der Vollkasko-Versicherung können wie schon in den Vorjahren Autobesitzer in Oldenburg/OL (75,97 %), Ammerland (76,64 %) und Friesland (76,96 %) profitieren. Die höchsten Beiträge für die Vollkasko werden im Ostallgäu (144,31 %), in Garmisch-Patenkirchen (140,35 %) und in Berlin (132,6 %) erhoben. Auch hier gibt es keine Veränderung zum Vorjahr. Über billige Tarife der Teilkasko können sich Besitzer eines Fahrzeugs in Herford (59,7 %) und Würzburg (59,72 %) sowie Münster (60,39 %) freuen. Teuer wird die Absicherung gegen Brand und Diebstahl dagegen im Ostallgäu (199,33 %), in Rottal/ Inn (196,63 %) und in Garmisch-Partenkirchen (175,68 %).

Bei der ebenso wichtigen Einstufung in Typklassen müssen etwa 55 Prozent aller Autobesitzer damit rechnen, das sich die Typklasse Ihres Fahrzeugs ändert. Erstmals fließen sowohl das Alter des Halters als auch das Alter des jüngsten Halters in die Berechnung der Typklasse ein.

Endete die Staffelung des Schadenfreiheitsrabatts bislang bei 25 Jahren, wird nun für die Haftpflicht ein neues System mit insgesamt 35 unfallfreien Jahren eingeführt.


Abruf von Fahrzeugdaten
Vom 1. Februar an sind die zentralen Leitstellen für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst berechtigt, im Rahmen ihrer Einsätze Fahrzeugdaten aus dem Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) beim KBA in Flensburg abzurufen. Durch die Angabe des Kennzeichens eines verunfallten Fahrzeugs lässt sich auf diese Weise den Rettungskräften vor Ort die Rettungskarte zur Verfügung stellen, die zur Unfallrettung relevante Informationen enthält.

Lesen Sie weiter im Teil 3 der Neuerungen für das Jahr 2013.

Der Auto Club Europa (ACE) http://www.ace-online.de ist Mitglied im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC) http://www.eac-web.eu


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