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Blumen für den neuen Schauspieldirektor
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Donnerstag, 30. Oktober 2008 um 15:45 - Gelesen: 4285 mal

Das Gießener Stadttheater hat wieder einen Schauspieldirektor. "Ich werde nicht alles neu und anders machen, aber ein wichtiger Impuls meiner Arbeit wird es sein, vor allem im TiL neue Regisseure und Gegenwartsautoren zu bringen", stellte sich Matthias Schubert gestern Nachmittag der heimischen Presse vor. Der 45-jährige Theatermann tritt die Nachfolge des nach Potsdam gewechselten Dirk Olaf Hanke an. Mit Beginn der kommenden Spielzeit 2009/10 übernimmt Schubert nicht nur die Position des Schauspieldirektors, sondern auch die des Chefdramaturgen. Wie Intendantin Cathérine Miville ausführte, hat sie im Vorfeld darüber intensiv mit dem Schauspielensemble gesprochen.

"Das Ensemble wünscht sich wieder einen Schauspieldirektor und Dramaturgen, der keine eigenen Inszenierungen macht", sagte sie. Es käme nämlich eine größere Vielzahl an Regisseuren zum Zuge, wenn der Spartenleiter nicht selbst inszeniere. Schubert bezeichnete sich selbst als Freund des psychologisch-realistischen Spiel und des literarischen, vom Text ausgehenden Theaters. Trash-Theater mag er nicht. 1963 in Göttingen geboren, studierte er Germanistik, Philosophie, Psychologie und Religionswissenschaften in Tübingen und Heidelberg. Als wissenschaftliche Hilfskraft am Germanistischen Seminar in Heidelberg war er Mitorganisator der ersten Heidelberger Poetik-Dozentur 1993 (Martin Walser). Seit Ende der 80er Jahre arbeitete er als freiberuflicher Kulturjournalist ­ etwa für die Stuttgarter Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Von 1994 bis 1996 war der Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Deutsch-Amerikanischen Institut in Heidelberg.

Danach wirkte er bis 2000 am Heidelberger Theater und war dort mitverantwortlich für den "Heidelberger Stückemarkt". Zuletzt war er leitender Dramaturg am Staatstheater in Braunschweig sowie Lehrbeauftragter am Seminar für deutsche Philologie an der Uni Göttingen. Cathérine Miville freute sich sehr über Schuberts erfolgreiche Bewerbung in Gießen, und Schubert kündigte an, dass er nicht erst zu Beginn der nächsten Spielzeit nach Gießen komme, sondern schon vorher das Ensemble kennen lernen und auch die beiden Produktionen "Die Nashörner" und "Das letzte Feuer" bereits in dieser Spielzeit begleiten werde. "Überregional hört man viel von Gießen. Das Haus macht in positivem Sinne auf sich aufmerksam", erklärte Schubert. Umso schöner sei es, dass er nun diese Position übernehmen könne. Und fügte hinzu: "Ich freue mich natürlich auch, in der Stadt der angewandten Theaterwissenschaftler zu sein."

In Gießen steige er auf einen fahrenden Theaterzug, dessen Richtung er gut und richtig halte, führte er weiter aus. Es gehe um Kontinuität und nicht darum, den Spielplan neu zu erfinden. Das Spektrum im großen Haus aus Spektakel, Komödie und zeitgenössischer Dramatik überzeuge auch ihn. Im TiL wolle er aber neue Akzente setzen und einzelne Produktionen vertiefen. "Ich strebe auch an, dass wir im TiL immer mit einer Uraufführung dabei sind. Damit setzt man Marken, die über die Stadt hinaus verweisen", sagte er. Cathérine Miville, die den neuen Schauspieldirektor mit Blumen willkommen hieß, berichtete den Journalisten bei dieser Gelegenheit von ihrer eigenen Bewerbung in Krefeld. Fröhlich und bestens gelaunt verkündete sie: "Ich werde hier bleiben." Es sei alles so gewesen, wie es bereits im Gießener Anzeiger gestanden habe, dass sie sich nämlich nicht selbst beworben habe, sondern von einem sehr geschätzten Kollegen vorgeschlagen worden sei. Der nun gewählte Michael Grosse sei eine gute Wahl; er werde die Probleme dort lösen. Im Hinblick auf die offensichtlich finanziellen Probleme in Krefeld sagte sie: "Ich freue mich auf die vielen Möglichkeiten, die wir stattdessen hier bei uns haben."


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