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Awo will mit Service-Gesellschaft Feld nicht anderen überlassen
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Donnerstag, 30. Oktober 2008 um 15:43 - Gelesen: 6121 mal

Es fällt schwer, die Fenster zu putzen. Das gilt auch für das Einkaufen oder eine Grundreinigung der Wohnung. Es sind ältere Menschen oder Behinderte, denen bestimmte Tätigkeiten sehr schwer fallen. Sie würden sich gern helfen lassen. Aber das muss für sie nicht nur bezahlbar sein, sondern diese Leistung sollte auch noch möglichst von einer Institution erbracht werden, auf die man sich verlassen kann. Das hat auch die heimische Arbeiterwohlfahrt (Awo) erkannt. Sie bietet solche Leistungen über eine frisch gegründete Awo Service-Gesellschaft (ASG) an. Obwohl dieses Angebot in der Stadt bisher kaum bekannt ist, sind über die eigenen Kanäle schon viele interessierte Kunden gefunden worden, die diese Hilfe annehmen. Immer wieder waren derartige Wünsche an die Awo herangetragen worden, wurden bei der ambulanten Hilfe oder bei Essen auf Rädern Mitarbeiter nach derartigen Leistungen gefragt. Doch im Gefüge des Tarifs konnte solch eine Unterstützung nur für einen Preis von um die 28 Euro pro Stunde erbracht werden. Dabei gibt es längst einen Markt, in dem Unternehmen diese Hilfen zu erheblich günstigeren Preisen anbieten. "Für uns entstand an dieser Stelle die Frage, ob wir dieses Geschäft in einer Grauzone anderen überlassen, ob wir einfach kapitulieren", schilderte Geschäftsführer Werner Schäfer-Mohr das Problem der Awo. "Schweren Herzens, und das bitte ich wirklich zu akzeptieren, haben sich dann Aufsichtsrat und Vorstand dazu entschlossen, die ASG zu gründen, die sich außerhalb des Tarifs bewegt," schildert Schäfer-Mohr.

Übernommen wurde der Mindestlohn, den die Gewerkschaft für ganz Deutschland fordert. Damit bekommen die Mitarbeiter 7,68 Euro. Nur so sei es möglich, diese Dienstleistung für 13,99 Euro pro Stunde anzubieten, ein Preis, der konkurrenzfähig sei, meint Schäfer-Mohr. Praktiziert werde das auf der Basis von 400-Euro-Jobs. Dafür gebe es viele Interessenten, ob dies nun Studenten seien oder Hartz IV-Empfänger. Für den Vorsitzenden der Awo, Willy Jost, war ein solches Angebot notwendig, "denn viele unserer Kunden, die wir schon seit Jahren betreuen, haben seinen solchen Wunsch geäußert". Mit Ursula Wolf wurde eine erfahrenen Mitarbeiterin ausgesucht, die diesen Service organisiert. Sie kennt viele Menschen auch persönlich, die die Leistungen der Awo in Anspruch nehmen, kennt Hausärzte, die ihren Patienten entsprechende Empfehlungen geben konnten. Ohne mit diesem Angebot an die Öffentlichkeit zu gehen, nähert sich die Zahl der Kunden bereits der 30. Jetzt soll diese Zurückhaltung aufgegeben werden. "Da gibt es Kunden, die uns ganz regelmäßig anfordern zum Beispiel eineinhalb Stunden jede Woche", berichtet Wolf.

Inzwischen sind bereits fünf Hilfskräfte mit dieser Arbeit ausgefüllt sind, fünf weitere stehen ihr heute bereits zur Verfügung, die jederzeit einzusetzen sind, denn sie erwartet schon, dass sich durch die Vorstellung dieses Angebotes in der Öffentlichkeit neue Interessenten melden werden. ?Dabei haben wir das Rad nicht neu erfunden³, berichtet Schäfer-Mohr. Man habe sich an einer Gründung des Diakonischen Werkes in Marburg orientiert, die dieses Geschäft bereits sei einiger Zeit erfolgreich betreibe. Das Leistungsangebot der ASG umfasst alle Tätigkeiten, die in einem Haushalt anfallen. Putzen, Kochen, Waschen und Bügeln fallen da sofort ein. Aber es ist auch möglich, dass sich Kunden zum Arzt begleiten lassen oder bei einem Gang zu einer Behörde. Auch ein einfacher Spaziergang ist kein Problem. Wer vorgelesen haben möchte, kann bedient werden. Und wer einfach nur Gesellschaft will, dem kann geholfen werden. Da ist Betreuung möglich bei Krankheit von Kindern, können auf Wunsch Haustiere ausgeführt werden. Jost und Schäfer-Mohr sind sich sicher, dass mit diesem Angebot Wünsche vieler Menschen in der Stadt vernünftig und zuverlässig erfüllt werden können.


Kommentare (1)Add Comment
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geschrieben von Birgit Hofmann-Scharf, Oktober 31, 2008
sehr geehrte Frau Wolf,
dies ist ein sehr wichtiges Thema, welchem Sie sich gewidmet haben, denn viele alte, hilfsbedürftige Menschen haben nicht das Einkommen, offiziel eine "Zugehdame" zu bezahlen. Dass Sie den vorgenannten Service nun zu erschwinglichen Preisen und auch nicht unbedingt "in Dauerstellung" bei den betroffenen Personen anbieten, ist ein großartiger Schritt in der Geriatrie.
Nun muß ich Ihnen aber mal meinen Erfahrungsbericht mit kleinen Dienstleistungen bei unseren "Alten" mitteilen, der evtl. noch etwas mehr Flexibilität bei der AWIO hervorruft. Meine Mutter ist jahrelang von dem Pflegedienst der AWO Giessen betreut worden. Die demente alte Damen bekam 3 x täglich ihre Medikamente gebracht, außerdem waren Ihre Mitarbeiter wichtige Bezugspersonen für sie. In ihrer fortschreitenden Demenz konnte sie irgendwann u. a. die Kaffeemaschiene nicht mehr bedienen( obwohl von mir vorbereitet ). Nun war meine Hoffnung, dass der Pflegedienst, der sie täglich morgens, ca. 7.00 Uhr aufsuchte, die Kaffeemaschiene doch bitte aktivieren solle, damit Mutter ihr warmes Getränk am Morgen hat und ich, neben meiner Berufstätigkeit, etwas entlastet würde. Konnte leider nicht umgesetzt werden, da mir die Leiterin des Pflegedienstes mitteilte, dass die jeweiligen Mitarbeiter das NICHT DÜRFEN, reine Abrechnungssache ( !!! ??? ) Evtl. können Sie hier auch ansetzen. Solche kleinen Dienste bedürfen doch keiner gesonderten Anfahrt von Helfern, wenn eh schon jemand vor Ort ist und die Abrechnung könnte dann auch über Ihren "Servicedienst" laufen, oder ?
PS: Meine Mutter ist seit 1 Jahr im Pflegeheim und wird dort bestens gepflegt was ihr wiederum sehr gut bekommt .

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