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Flusswandern entlang des Jakobswegs
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Sibylle Ganz Ski- und Kanu -Club e.V.
am: Montag, 06. August 2012 um 16:27 - Gelesen: 5770 mal
13 SKC-ler erkunden mit Kanadiern den Lot.
Eine kleine Gruppe des Ski- und Kanu-Clubs unternahmen in den Sommerferien eine Kanadiertour auf dem Lot, einem Wildwasser- und Wanderfluss im Südwesten Frankreichs in der Region Midi-Pyrénées. Zwei der Organisatoren der Tour hatten das Tal des Lots vor einigen Jahren auf einer Radtour auf dem frequentiertesten französischen Jakobsweg, der Via Podiensis, kennen gelernt. Beim Beobachten von Paddlern keimte die Idee, das Lottal auf dem Wasser zu erkunden. Das Ausarbeiten einer mehrtägigen Paddeltour mit Kanadiern erwies sich als sehr zäh und langwierig. Ein weiteres Abfahren der Strecke mit dem Auto im letzten Jahr, viele Internetrecherchen und das intensive Studium eines französischen Flussführers – der einzige, der auf dem Markt erhältlich war - waren nötig, um einen durchführbaren Plan zu erstellen.
In diesem Sommer war es soweit. Dreizehn Paddler im Alter von 9 bis 70 Jahren starteten in sechs mit Campinggepäck vollgeladenen Kanadiern in dem kleinen Ort Entraygues am Zusammenfluss von Lot und Tryere. Ihr Ziel war die etwa 150 km entfernt liegende Stadt Cahors.
Zu Anfang hoben kleine und größere Schwälle die Stimmung. Nachdem aber ein Kanadier von einem wuchtigen Schwall vollgeschlagen wurde und zu sinken drohte, war beim nächsten, einem noch wuchtigeren treideln angesagt. Bis zum Bauch im Wasser laufend mit schlechtem Halt, war das sehr mühsam. Denn eine überflutete, mit Buschwerk bewachsene Insel, die eigentlich nur ein großer Steinhaufen war, musste überwunden werden. Fazit: Nass waren alle, die Laune dennoch weiter gut, die Sonne schien und es war warm, so dass die Kleidung schnell trocknete. Das galt allerdings nicht für die Kleidung, die in angeblichen wasserdichten Taschen im Boot verpackt war. Aber dank des Einsatzes einer Wäschemangel und des warmen Wetters ließ sich auch dieses Problem beheben.
Obwohl viele Bootsverleiher am Fluss auf regen Bootsverkehr schließen ließen, waren die SKC-ler, mit Ausnahme der ersten Etappe, unter sich. Der Grund hierfür könnten die vielen, in Höhe und Bauart unterschiedlichen Wehre sein, die es zu bewältigen galt - bis zu sieben auf einer Tagesetappe. Senkrechte Wehre bis zu einer Höhe von ca. 4 m konnten zum Glück entweder geschleust oder dank einer Bootsrutsche getreidelt oder gefahren werden. Steinwurfwehre unterschiedlicher Höhe waren passierbar dank neuerer oder älterer, mehr oder weniger intakter Bootsrutschen. Es gab aber auch Wehre ohne sichtbare Durchfahrt, die aus hingeschütteten großen kantigen Steinblöcken bestanden. Alle Wehrarten, insbesondere aber die letzteren, erforderten neben einer guten Übersicht eine Menge Muskelkraft beim Überheben bzw. Treideln, was nicht immer ohne Materialverlust ablief. In den mit Schleusen ausgerüsteten Flussabschnitten waren einige Hausboote unterwegs, deren „Kapitäne“ sich offensichtlich über die Schar der kleinen Kanadier wunderten und sie deshalb auch schon mal aus Mitleid mit schleusen ließen.
Eingeschobene „Landgänge“ an paddelfreien Tagen oder am Abend wurden genutzt, um die noch lebendige mittelalterliche Geschichte des Lot Tals kennen zu lernen. Zu dem Tourenplan gehörte eine ca. 20 km lange Wanderung durch ein Seitental des Lots nach Conques, einem der bedeutenden Pilgerorte am Jakobsweg. Der Weg führte streckenweise über den mit der Jakobsmuschel gekennzeichneten Pilgerweg. Die Paddler durchlebten dabei die Strapazen, die die Pilger auf sich nehmen - Blasen an den Füßen inbegriffen.
Großen Gefallen fanden dier „Pilger-Paddler“ auch an den mittelalterlichen Orten wie Vieux Capdenac, Carjac, Calviniac mit ihren Fachwerkhäusern. Insbesondere beeindruckten Figeac, Lapopie und Cahors, die auch heute noch mit Ihren monumentalen Kloster- und Kirchenbauten aus dem 11. bis 13. Jahrhundert zu den bekannten Etappenzielen der Jakobspilger gehören.


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