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Wissemere Hanjer feiern 20-jähriges Bestehen
Kreis Gießen - Wettenberg
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Dienstag, 28. Oktober 2008 um 15:54 - Gelesen: 9004 mal

Helmut Best, früherer Rektor der Wißmarer Grundschule, ist in Sachen Mundart eine Institution. Er ist zugleich Leiter der Wissemere Hanjer, die am Sonntag im Wißmarer Bürgerhaus ihr 20-jähriges Bestehen feierten. Best führte auch durch das dreistündige bunte Programm ­ natürlich im Wißmarer Dialekt. Rund 350 Besucher ließen sich das tolle Programm, in das sie mit dem Singen alter Volkslieder ­ auf dem Akkordeon begleitet von Dieter Reinhardt ­ mit einbezogen wurden, nicht entgehen. Wissemere Hanjer ist abgeleitet von einem alten Dorf- beziehungsweise Schimpfnamen. Inzwischen gibt es in Wißmar Hanjer beiderlei Geschlechts und in fast allen Altersgruppen. Einmal ist es die aktuelle Mundartgruppe, elf Mitglieder stark, die weiter auf das Kommando von Helmut Best hört. Dann gibt es die etwas älteren Hanjer, die aus der aktuellen Truppe herausgewachsen sind und bei einer lustigen Abrechnung mit Helmut Best die Lacher auf ihrer Seite hatten, und es gibt die älteren Hanjer inzwischen in großer Gruppe, die jeweils am Vorabend des Krämermarktes gekürt werden.

Helmut Best zeigte sich sehr überrascht über die große Resonanz auf die Einladung zum 20. Geburtstag der Hanjer, die nicht nur den Wißmarer Dialekt mühevoll erlernen, sondern auch in der Lage sind, ihn weiter zu sprechen. Die Wißmarer Hanjer sind wohl landesweit die einzige Mundartgruppe, deren Nachwuchs sich bis heute immer neu aus der Grundschule Wißmar heraus formiert. Hier sorgt Lehrerin Edith Scheitler mit dafür, dass immer genügend Kinder zwischen acht und 14 Jahren bei Helmut Best spielerisch in die Lehre gehen. "Es muss Spaß machen und es muss ein Erfolg in Aussicht stehen, der die Kinder freiwillig bei der Truppe hält", so Best, der weiß, dass seine Bemühungen allein den Dialekt nicht am Leben erhalten können. Doch er kann ­ und das konnten 350 begeisterte Zuschauer am Sonntag nachvollziehen ­ mit Fug und Recht sagen: "Wir haben einiges bewegt." Die jungen Hanjer eröffneten das Programm mit der Vorstellung ihrer Arbeit und der Aussage: "Vorm Hochdeutschen haben wir keine Angst." Rolf Henrich, selber Hanjer im blauen Kittel, sang zusammen mit den jungen Hanjern das Lied ?Kennst du das Dörfchen ganz in der Näh, dort gibt es uns Hanjer, dort sind wir daheim³. Helmut Best war der Schöpfer dieses Liedes, die Musik dazu schrieb Dieter Reinhardt.

Emil Winter aus Heuchelheim, ebenfalls in Sachen Mundart unterwegs, trug den Hanjern und den Besuchern einige seiner Gedichte vor. Bürgermeister Gerhard Schmidt freute sich, dass er schon vor 20 Jahren bei der Gründung der Hanjer als Bürgermeister dabei sein konnte und dankte für deren tolle Arbeit. 1995 erhielten die Hanjer den Kulturförderpreis der Gemeinde. Der Dank des Bürgermeisters galt besonders Helmut Best und Edith Scheitler. Ein Appell des Bürgermeisters erreichte die Rektorin der Wißmarer Grundschule, Angelika Lohr: "Lassen Sie das Aufblühen der Mundart an ihrer Schule weiter zu."

"Zum Hanjer wird man geboren, mir Hanjer sei klasse", behauptete der Ehrenhanjer Helmut Leib, was ihm reiche Zustimmung bescherte. Die beiden Lautz-Töchter Anette Zinn und Birgit Stroh erhielten viel Beifall für ihre stumme Darbietung einer vornehmen Dame und einer Bauersfrau vom Land. Helmut Best las zwischen den Programmpunkten Fan- und Geburtstagspost. Sein Dank galt der Sparkasse und der Volksbank, deren Spenden der Arbeit der Hanjer "richtig gut tun". Als Überraschungsgäste angekündigt, zog die Mundartgruppe Kork aus Ruttershausen die begeisterten Besucher in ihren Bann.

Die Hanjer folgten mit dem Gedicht "De Hannes woar en Ruutlaafsfänger". Heike Heinz, Helmut Best und Rolf Henrich erinnerten an die Haus-Schloacht-Feste in früheren Jahren. Da lief nicht nur Rolf Henrich das Wasser im Mund zusammen. Chris Reinhardt und Andreas Will bereicherten den Schloacht-Vortrag mit einem passenden Lied. Mehr oder weniger aktive Tennisspieler überraschten mit drei flotten Tänzen, die sie mit Edith Scheitler einstudiert hatten. Noch vor dem gemeinsamen Schlusslied "Das schöne Wißmar an der Lahn" wechselten Geschenke und Blumen ihre Besitzer. Helmut Best und seiner Frau sowie Edith Scheitler galten Dank und viele gute Wünsche.


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