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Tag der Milch - Kuhdrüsensekrete oder vegane Alternativen?
Main-Kinzig-Kreis - Bad Orb
Geschrieben von: Achim Stößer
am: Montag, 28. Mai 2012 um 18:51 - Gelesen: 7525 mal
Gefangengehaltene RinderAm 1. Juni ist der "Weltmilchtag", auch (Internationaler) Tag der Milch genannt. Ins Leben gerufen von der Milchwirtschaft und Landwirtschaftsorganisationen, soll dadurch für vermehrten Konsum von Säuglingsnahrung anderer Spezies, v.a. Kuhmilch, geworben werden.

"So werden auch in diesem Jahr wieder viele Medien unkritisch und fern von journalistische Sorgfalt gebietendem Pressekodex und erst recht von tierrechtsethischen Imperativen die Werbelügen nachbeten", kritisiert Achim Stößer von der Tierrechtsinitiative Maqi. Bereits im Vorfeld waren allein in den letzten Tagen nachweislich zahlreiche Propagandaaussagen der Tierausbeuter zum Thema in der Presse zu finden: Milch sei "sauberer und gesünder als je zuvor", "Milchkühe" seien "für die Versorgung mit Calcium und vielen anderen gesunden Inhaltsstoffen zuständig", "für die Nutzung der fast 5 Millionen Hektar Grünland in Deutschland" gäbe es "keine bessere Nutzung [...] als Milchkühe zu halten" usw. - "Aussagen, die mit wenigen Minuten Recherche leicht zu widerlegen gewesen wären", bemerkt Stößer.

Doch seit vielen Jahren gerät diese Propagandaveranstaltung zum Bumerang: Tierrechtler (die selbstverständlich vegan sind, da Unveganismus Tierrechte verletzt), nutzen den Weltmilchtag, um über die Tierausbeutung, die mit Tiermilchkonsum zwangsläufig verbunden ist, aufzuklären und ein Ende speziesistischer Diskriminierung zu fordern. Stößer dazu: "Wer Tiermilch konsumiert, erteilt damit den Auftrag, Rinder und andere Tiere gefangenzuhalten, zu mißhandeln und umzubringen." Für die Produktion von Kuhmilch werden Kühe und Kälber, die durch Qualzüchtung und Gefangenschaft zwangsläufig leiden, ermordet (unabhängig von der Art der Gefangenhaltung). Die Kühe werden, wenn die "Milchleistung" von vielen tausend Kilogramm pro Jahr nachlässt - nur einen Bruchteil davon würde eine nicht qualgezüchtete Kuh zum Stillen produzieren -, nach etwa vier Jahren getötet. Die Kälber bereits nach wenigen Monaten. Diese werden jedes Jahr geboren - denn ohne Schwangerschaft keine Milchbildung - und nur ein Teil von ihnen wird "benötigt", um ihre ermordeten Mütter zu ersetzen.

Gefangengehaltene RinderMittlerweile springt sogar der Vegetarierbund (Vebu) auf den Zug auf und benennt in einer Presseaussendung "pflanzliche Alternativen" zu Kuhmilch (nicht nur Sojamilch, sondern auch Kokos-, Mandel-, Reis-, Hafer- und andere Getreidemilchsorten).

Gefangengehaltene RinderDavon abgesehen, dass Pflanzenmilch zwar u.a. auf den genannten Pflanzen basiert, aber keineswegs pflanzlich ist, sondern überwiegend anorganisch (Wasser, oft auch Kochsalz, Calciumzusatz usw.) versucht der Vebu hier geflissentlich das Wort "vegan" (was keineswegs synonym zu "pflanzlich" ist, vielmehr können u.a. auch Hefe- und Speisepilze, Bakterien und eben anorganische Stoffe für die Ernährung verwendet werden) oder gar "Veganer" zu vermeiden (lediglich die Eignung für "Menschen mit Unverträglichkeiten oder vegan lebende Menschen" etc. wird angerissen). Betont werden egoistische Aspekte, insbesondere gesundheitliche (Laktoseintoleranz, Prostatakrebs, Diabetes usw. durch Tiermilchkonsum). Als weiteres Motiv wird Tierschutz erwähnt (Ställe mit Spaltenböden, Enthornung ohne Betäubung, Mastitis, Kälbermast), Tierrechte aber bleiben außen vor, die Ausbeutung und Gefangenhaltung an sich wird nicht in Frage gestellt. Kein Wunder, denn die schiere Existenz von Veganern, die zeigt, dass z.B. Milchkonsum sowohl unnötig als auch verwerflich ist, stellt für die Klientel des Vebu, die Vegetarier, einen Angriff auf ihr positives Selbstbild dar. Ein Veganer vor ihrem geistigen Auge (erst recht ein realer Veganer) macht es ihnen schwer, mit dem Paradoxon zurechtzukommen - die einen Tiere streicheln, die anderen für einen Bissen Käse zu ermorden. Die daraus folgende kognitive Dissonanz ist für viele Vegetarier schwer zu ertragen, da ihre Handlungen sich entgegen ihrer Selbstwahrnehmung ethisch eben nicht von anderen Unveganern unterscheiden und sie somit auf ihren Platz auf der Seite aller Tierausbeuter verwiesen werden: Nicht nur Leichenfresser, auch Vegetarier sind Mörder, auch wenn sie ihre Opfer nicht über ihren Verdauungstrakt entsorgen. Dennoch verdrängen sie, dass sie im Blut von Rindern und Hühnern waten, und können sich als gute Menschen fühlen - bis sie wieder mit Veganismus konfrontiert werden.

Gefangengehaltene RinderAllein durch den Verzehr von über 23 Kilogramm Käse jährlich verbraucht der durchschnittsdeutsche Konsument etwa eine viertel Tonne Milch (fast zwei Badewannen voll und damit zwei große Eimer - zwanzig Liter Milch bzw. zwei Kilogramm Käse - mehr als vor zehn Jahren). Dazu kommen noch über 90 Liter "Frischmilchprodukte" aus Milchkartons, Joghurtbechern etc. und zwei Dutzend Packungen Streichmilchfett ("Butter").

Dabei muss gesagt werden, dass auch und gerade die Vegetarier für den Mord an Rindern und anderen Säugetieren (ebenso wie für den an Vögeln für den Eikonsum) überdurchchnittlich verantwortlich sind, da sie in der Regel meinen, das vermeintlich fehlende "Fleisch" durch Konsum von Milchprodukten kompensieren zu müssen.

Selbst wenn die einzige vegane Alternative zu Tiermilch Rotebetesaft wäre, wäre es zwingend ethisch geboten, das Morden zu beenden und vegan zu werden. Und Veganismus betrifft keineswegs nur die Ernährung: für Gebrauchsgegenstände wie Kleidung beispielsweise werden neben Haut, Haaren und Federn ("Leder", "Pelz", "Wolle", "Daunen") auch Drüsensekrete verwendet: von Schmetterlingsraupenkokons ("Seide") bis zu Textilfasern aus Kuhmilch.

Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus setzt sich für eine Verwirklichung der Tierrechte (so etwa das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit), die Abschaffung der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies (analog zu Antirassismus und Antisexismus) und die Etablierung einer veganen Gesellschaft ein.

Nähere Informationen und Bildmaterial bei Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim Stößer, Berliner Str. 34, D-63619 Bad Orb, Tel. 06056 309788, mail@maqi.de, http://maqi.de.


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