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VHC Hirzenhain wandert im Gebiet Michelnau
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Mittwoch, 28. März 2012 um 09:00 - Gelesen: 8280 mal
Wanderung durch die Ortsgeschichte
VHC Hirzenhain erkundet Michelnauer Sehenswürdigkeiten – Blick in die Historie

Eine geschichtliche und geologische Wanderung führt 22 Wanderfreunde des Vogelsberger Höhen Club Hirzenhain in die Gemarkung des Vulkandorfes Michelnau. Ausgehend vom Schlackenvulkan mit dem roten Lavatuffstein führt die Wanderung zunächst zum Jagdschirm auf dem 263 Meter hohen Buchkopf. Hier befinden sich noch Reste von Fundamenten eines „Jagdschirmes“. Sie stammen aus der Zeit des Landgrafen Ludwig VIII. (1739-1768). Wanderführer Adolf Zeisberger gab hierzu noch einige geschichtliche Erklärungen. Das nächste Ziel der Wandergruppe war der Gipfelstein auf dem Friedrichsberg mit 311,4 Meter. Die Idee auf der höchsten Erhebung von Michelnau einen Gipfelstein samt Gipfelkreuz aufzustellen, hatte ihren Ursprung in einer geschichtlichen Wanderung 2006. Die Arbeiten rund um die Ausgestaltung des Steins mit dem Kreuz erfolgten von den Bürgern Michelnaus rasch. Im November 2006 wurde er aufgestellt und einige Tage später feierlich eingeweiht. Der Einweihungsspruch lautete damals: „ Möge dieser Gipfelstein viele Jahre Anlaufpunkt vieler Menschen sein und zur Verständigung von Mensch und Natur einen guten Beitrag leisten“. Der Gipfelstein ist wirklich zu einem Ziel für Wanderer geworden. Wer sich die Zeit nimmt, das dortige Gipfelbuch zu lesen, wir schnell feststellen, dass der Ort in der gesamten Region bekannt ist. Nach einem Gruppenfoto am Gipfelstein führt die Wanderung auf dem Röderweg zum Steinbruch am Wingertsberg mit seinem weltweit einzigartigen roten Lava-Tuff. Hier wurden die Wanderer von Lothar Noll und Gernot Diehl in Empfang genommen. Beide Herren gehören dem Verein „Freunde des Steinbruchs Michelnau“ an und es zeigte sich im Verlauf der Erklärungen und Besichtigungstour, dass beide wahre Fachleute in Sachen Vulkanologie und Geschichte des Steinbruches sind. Mittels Schaubildern erklärte Lothar Noll die Entstehung des Schlackevulkan. Ausgeworfene vulkanische Bomben, Asche und Lapilli haben sich nach der Ablagerung verfestigt. Die Oxidation des Eisens in der Asche führte zur Rotfärbung mit Einschlüssen von Kristallen. Ein ähnliches Gestein findet man nur noch auf den Osterinseln. Gernot Diehl schilderte in seinem Vortrag die Geschichte des Steinbruchs, über den in der Niddaer Zeitung erstmals 1846 berichtet wurde. Er erklärte wie früher der relativ weiche, porige Stein mit Äxten und Beilen, später mit Kompressorhammer und ab 1949 mit einer Schrämm-Maschine abgebaut wurde. In der alten Sägehalle und in weiteren Gebäuden, die von den Mitgliedern des Vereins Freunde des Steinbruchs wieder aufgebaut wurden, sind heute zahlreiche alte Geräte die für den Abbau und Bearbeitung des Steines benutzt wurden vorhanden. Der wohl größte Holz-Derick-Kran Deutschlands steht im Michelnauer Steinbruch. Der Verein „Freunde des Steinbruchs Michelnau“ hat sich zur Aufgabe gemacht, diesen einmaligen Kran zu sanieren und damit für die Nachwelt zu erhalten. Nach Abschluss der Exkursion bedankte sich der Vorsitzende des VHC Hirzenhain Adolf Zeisberger im Namen der Wanderfreunde bei den Referenten und überreichte eine Spende für die Erhaltung dieses einmaligen Biotops. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies wieder ein lehrreicher und gelungener Wandertag des VHC war und der Michelnauer Steinbruch auf jeden Fall eine Besichtigung wert ist.


Bildunterschrift: Am Gipfelstein auf dem Friedrichsberg

Im Michelnauer Lava-Tuff Steinbruch

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