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Hahn zurück auf 700 Jahre altem Turm in Freienseen
Kreis Gießen - Laubach
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Montag, 27. Oktober 2008 um 14:53 - Gelesen: 5502 mal

Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten am Glockenturm der Kirche in Freienseen wurde am gestrigen Sonntag feierlich begangen. Auf dem über 30 Meter hohen Turm wurde der neu vergoldete Gockel montiert. Um 11.30 Uhr fuhr man den Wetterhahn auf einem Traktor durch den Ort. Um 13 Uhr fand ein festlicher Gottesdienst in der Kirche selbst statt. Pfarrer Ulf Häbel erinnerte in seiner Predigt an den Hahn, der krähte, nachdem Petrus Jesus dreimal verleugnet hatte. Was der Hahn auf den Kirchtürmen symbolisiert, bleibe im Dunklen.

Ein Freienseener Junge hatte mit Gockel keine Schwierigkeiten. Als ihm der Kirchenpräsident bei einem Besuch seinen Beruf erklärte, er stehe an der Spitze der Kirche, sagte der Bub: Bei uns ist der Gockel auf der Spitze der Kirche. Den Menschen im Dorf ist der Gockel auf dem Kirchturm wichtig. Er müsse flexibel Wind und Wetter ertragen, vielleicht ein Sinnbild für menschliches Leben. "Wenn wir von den Fundamenten des Kirchturms hinauf bis zu seiner Spitze schauen, dann öffnet sich darüber die unendliche Weite des Himmels", so der Pfarrer. Der Kirchturm in Freienseen markiert den Mittelpunkt des Dorfes. In seiner 700-jährigen Geschichte ist viel geschehen an Auf und Ab. Seine starken Mauern sind ein Zeichen dafür, dass die Dorfbewohner in der Kirche und seinem Turm Schutz gesucht haben in manch gefährlichen Zeiten. Die Sanierung des 700 Jahre alten Turms war dringend nötig. Im Zuge der Arbeiten wurden nicht nur der Dachstuhl und die Schiefereindeckung erneuert, der alte Wetterhahn bekam auch eine neue Vergoldung. Die Kosten für die Renovierungsarbeiten betrugen 287000 Euro, eine große Summe für eine kleine Gemeinde.

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde vor der Kirche. Der Männergesangverein Freienseen unter Leitung von Gisela Langohr sang "Der Hahn von Onkel Giacometo" von Richard Trares. Einige Sänger mussten in dem Lied zur Erheiterung der Zuhörer stilecht krähen. Danach stiegen die Handwerker zur Turmspitze hinauf und befestigten den Hahn wieder an seinem alten Ort. Während der Montage spielte der Posaunenchor "Unterer Vogelsberg" der beiden Gemeinden Freienseen und Sellnrod. Wie von Pfarrer Häbel bestellt, strahlte die Sonne und der Hahn glänzte in ihrem Licht. Um die Kirche herum feierte die Gemeinde bei Bier und Würstchen den Abschluss der Sanierungsarbeiten am Turm.


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