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Spatenstich für Ortsumgehung Mainzlar
Kreis Gießen - Staufenberg
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Dienstag, 21. Oktober 2008 um 19:14 - Gelesen: 5038 mal

"Mein Mann hat gesagt, dass die Spalten in der Mauer nicht eher zugemacht werden, bevor die Arbeiten an der Ortsumgehung beginnen". Nun endlich ist es soweit. Die Ritzen in dem Mauerwerk in Mainzlar ­ mehr als handbreit seien sie, wie Loni Schultes berichtete ­ können zugespachtelt werden. Vor lauter Glück und Freude bekam Bürgermeister Horst Münch, der ein wenig verdutzt aus der Wäsche schaute, einen herzhaften Schmatzer von dem Mitglied der Bürgerinitiative (BI) Ortsumgehung auf die Wange. Erst danach wischte sich Loni Schultes die Tränen der Freude von der Wange. Den Bürgermeister zu drücken, wenn mit dem Bau der Umgehung begonnen wird, dass habe sie sich schon vor mehr als 20 Jahren vorgenommen. Nun hoffe sie, dass die Arbeiten zügig voranschreiten, denn bislang klapperte das Geschirr im Schrank.

"Klingende Tassen" gab es jedes Mal, wenn Lastwagen am Haus der Familie vorbeifuhren. Nicht alleine sie hegt den Wunsch, dass die Arbeiten an der Umgehungsstrecke möglichst bald zu Ende gehen. Mit ihr hatten sich an die 50 Bürger eingefunden, um dem ersten Spatenstich beizuwohnen. Auch zahlreiche Kommunalpolitiker aus Staufenberg, Innenminister Volker Bouffier, Amtsleiter Reiner Weil vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen Schotten, Regierungspräsident Wilfried Schmied sowie Landrat Willi Marx und beteiligte Behördenvertreter waren gekommen, um den "lange herbei gesehnten Tag" gemeinsam zu begehen. Es habe viele Tief- und Hochpunkte gegeben, und heute sei mit Sicherheit einer der Hochpunkte für die Betroffenen, denn eine für die Region so wichtige und große Maßnahme beginne, so Weil. Bouffier betonte, dass das Thema die Gemüter schon seit mehr als 30 Jahren beschäftige. Mehrfach hätten die Bürger die Hoffnung gehegt, dass mit den Arbeiten begonnen werden. "Heute geht es endlich, endlich los. Heute ist ein Tag der Freude". Dank der Umgehung werde Mainzlar und ganz Staufenberg aufgewertet, entlastet und in der Attraktivität gesteigert. Er wisse, dass es der Bevölkerung nur schwer begreiflich zu machen sei, dass die Planungen sich so lange hinzogen. Doch das sei zum Teil dem hoch komplizierten Planungsrecht geschuldet.

Nicht notwendig sei indessen, dass die Bauzeit drei Jahre dauern soll. Beifall erntete er für die Aussage, "ich werde mich dafür einsetzen, dass es kürzer wird". Immerhin sei der Bagger nun schon vor Ort und der große Tag der Freude, der Tag, an dem die Einweihung erfolge, rücke auch näher. Bis zu diesem Zeitpunkt ­ "dann wird es einen gewaltigen Schritt nach vorne gehen" ­ werde er persönlich sich engagieren. Auch Münch betonte, dass er sich sehr freue. Nach "unendlich langer Zeit" kommt es zu einer wichtigen strukturellen Verbesserung nicht nur für Staufenberg, sondern für das gesamte Lumdatal. Da er sich fest vorgenommen hatte, dass Ende der Arbeiten noch als Bürgermeister mitzuerleben, wäre er zur Not auch noch einmal angetreten, verriet er. Denn die Straße zu bekommen, sei eines seiner persönlichen Ziele und ihretwegen habe er viele graue Haare bekommen. Münch gab zu bedenken, dass nicht alle Bürger mit dem Bau der Umgehung einverstanden seien, "doch der überwiegende Teil wird profitieren". Abschließend legte er jedoch noch einmal den "Finger in die Wunde" des Kostenträgers (Land Hessen). Auf oberhessisch ausgedrückt sei eine Stückelung einfach "Sch...". Denn dadurch würden die Arbeiten wahrscheinlich nur teurer werden. Er hoffe, dass die Arbeiten 2010 fertig werden und nicht erst 2011. Nach seiner Ansprache griffen Bouffier, Weil, Marx, Schmied, der Allendorfer Bürgermeister Horst Hormann sowie Thomas Alfen, Vorsitzender der BI Ortsumgehung, zum Spaten. Die Planung sieht vor, bis 2011 eine rund 1,7 Kilometer lange Straße zu errichten. Das Land Hessen hat hierfür mehr als vier Millionen Euro veranschlagt.


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