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Wander-und Kulturreise nach Kroatien
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Freitag, 05. August 2011 um 14:07 - Gelesen: 8795 mal
Wandern an Kroatiens schönster Küste !
VHC Hirzenhain erkundet auf Schusters Rappen die schönsten Wanderziele Dalmatiens

Südlich von Split liegt der schönste Küstenabschnitt Kroatiens – die Makarska-Riviera am Fuß der mächtigen Felswände des Biokovo-Gebirges, das mit seinem höchsten Gipfel über 1.700 Meter aufragt. Davor liegen die langgestreckten Inseln im kristallklaren Wasser der Adria. Viele Pfade und alte Wege durchziehen die vielseitige Karstlandschaft am Gebirgsfuß und die schroffen, fast senkrecht erscheinenden Felsabstürze der Berge, die wie kaum woanders in Europa Hochgebirgscharakter mit mediterramen Flair verbinden.
In dieser fantastischen Region erlebten 25 Wanderer verschiedener VHC Zweigvereine, unter fachkundiger Führung, Natur und Kultur Südkroatiens. Die vierzehntägige Reise hatte der VHC Hirzenhain organisierte. Um die An-und Abreise nach Kroatien zu verkürzen, ging es mit Condor-Flug von Frankfurt nach Split in knapp einer Stunde. Hier wurde die Gruppe bereits vom Reiseleiter und Wanderführer Thomas Rützel erwartet. Mit dem Bus ging es weiter in den Hafenort Baska Voda in das Hotel für die erste Woche. Das Hotel der Gruppe lag direckt am Strand mit fantastischem Blick auf die blaue Adria, die Insel Brac und die bizarren Berge des Biokovo.
Die erste Tour führte auf den Spuren der Seeräuber in den Canyon der Cetina. Mehrere hundert Meter tief hat sich der Fluss Cetina im Laufe der Jahrtausende in den Fels des Mosor-Gebirges eingegraben. Aus diesen Schluchten heraus unternahmen im 15. und 16. Jh. die gefürchteten Neretvani-Seeräuber ihre Überfälle auf die venezianischen Handelsschiffe in der Adria. Auf den alten Seeräuberpfaden ging es vorbei an fruchtbaren Terrassenfeldern und kleinen ganz in Natursteinen errichteten alten Dörfern hinab in die geheimnisvolle Cetina-Schlucht. Mit einem Boot ging es Flussaufwärts zu einer alten Mühle aus dem 16.Jh. zur Rast. Durch Schilflandschaften, wo seltene Vögel beobachtet wurden, fuhr die Wandergruppe mit dem Boot bis zur Mündung der Cetina in die Adria. Hier liegt das ursprüngliche Seeräuberstädtchen Omis. Nach Besichtigung der schönen Gässchen und der Kirche von Omis wurde die Fahrt zum Hotel angetreten. Ausgehend vom Dörfchen Makar führte die Wanderung am nächsten Tag zu den Bergdörfern am Biokovo-Gebirge. Durch duftende Pinienwälder führte die Tour auf einem ansteigenden Pfad, begleitet von der mediterranen Flora des Naturparks und fantastischen Fernblicken auf die Küste der Makarska-Riviera, nach Veliko Brdo, einem kleinen Bergdörfchen, zur wohlverdienten Schlussrast in einer urigen Gaststätte. Durch das größte Karstgebiet Europas wanderte die Gruppe, ausgehend vom alten Franziskanerkloster Zivogosce, auf einem alten schmalen Pilgerweg, hinauf zur „Kapela“. Diese höchste Erhebung war seit frühesten Zeiten ein wichtiger Wallfahrtsort der Einheimischen. Der 600 Meter Aufstieg, belohnte die Wanderer mit grandiosen Ausblicken zu den vorgelagerten Adria-Inseln und bis zu den 2500 Meter hoch aufragenden dinarischen Bergen im Landesinneren. Vorbei an Steineichen, Lorbeerbäumen, riesigen Dolinen die die Karstlandschaft prägen, führte die Tour hinab in den kleinen Ort Gornje Igrane, wo die anspruchsvolle Wanderung in einem Restaurant ihren Abschluss fand. Brac – Aussichtskanzel in der Adria war das Ziel der nächsten Wandertour. Schon die Anfahrt mit der Fähre zu der Wanderung auf der Insel Brac bildete einen weiteren Höhepunkt der Wanderwochen. Vom Hafen ging es zunächst mit dem Bus zum ältesten Küsten Ort der Insel nach Bol und zum „Goldenen Horn“. Oberhalb des Ortes führte der Weg über einen uralten Pfad durch fruchtbare Terrassenfelder von Podbrje zur Vidova Gora (780 Meter) der höchsten Erhebung der Adria Insel. Mit recht trägt der Berg die Bezeichnung: Aussichtskanzel in der Adria. Der Blick hinunter zur Südküste mit dem berühmten „Goldenen Horn“ und zu den Nachbarinseln Hvar, Korcula und Vis zählt zu den schönsten Panoramen Kroatiens. Mit dem Bus ging es nun weiter durch das einsame Inselinnere, vorbei an endlosen Olivenhainen, alten Marmorbrüchen und winzigen Bauerndörfern zum Hafen, wo die Fähre bereits wartete. Der „Botanische Garten“ nennt sich der streng geschützte Naturpark Biokovo durch den die Wandertour hinauf auf den 1425 Meter hohen Berg „Vosac“ die Wanderer führte. Ausgehend vom Ort Makar mit alten Steinhäusern, ging es auf einem der schönsten Pfade, durch mehrere Vegetationszonen, zum Gipfel. Die Schönheit des Naturparks und die herrliche Aussicht kann man kaum beschreiben. Nach einer ausgiebigen Rast am Gipfelhaus, mit beeindruckenden Ausblicken auf die Landschaft des Wandergebietes, führte die Strecke über den alten Partisanenpfad in Richtung Sveti-Jure-Gipfel zu zwei klein Bussen die die Wanderer zurück ins Hotel brachten. Ein Busausflug führte durch die fruchtbare, bezaubernde Landschaft Süd-Dalmatiens, entlang der Küstenstrasse, nach Dubrovnik. Bei einer Stadtführung und auf eigene Faust erkundeten die Teilnehmer die unter Denkmalschutz der UNESCO stehende Altstadt. Zahlreiche Kirchen, Paläste und Patrizierhäuser aus dem 15. Und 16. Jh. zeugen von der ruhmreichen Vergangenheit, die vor allem durch den lebhaften Seehandel geprägt war. Das Wirken kroatischer Künstler und Wissenschaftler machten Dubrovnik zum „kroatischen Athen“. Der Nationalpark Krka-Wasserfälle stand für den nächsten Tag auf dem Programm. Wegen seiner Schönheit wurde das Gebiet um den Karstfluss Krka, der am Fuße des Dinara Gebirgsstocks entspringt, zum Nationalpark erklärt. Der Fluss besticht durch seine Schluchten, Kaskaden, kristallklaren Seen und glitzernden Wasserfällen. Die Wassermassen stürzen über 17, in kurzen Abständen, aufeinanderfolgenden Travertinstufen in die Tiefe. Nach dem ausgiebigen Spaziergang durch den Nationalpark wurde die Weiterfahrt zu den Flussaufwärts gelegenen Wasserfällen Roski-Slap angetreten. Die steil aufragenden rötlichen Felsen erinnern an Bilder aus Utah. Hier wurden mehrere Szenen der Winnetou -Filme gedreht. In einer alten Mühle, direkt an den Wasserfällen, gab es Gelegenheit, luftgetrockneten Karstschinken, Käse, Tomaten, Wasser und kräftigen Karstwein zu probieren, von dem ausgiebig getrunken wurde. Danach wurde zur Fahrt in das Hinterland von Zadar, in den südlichen Teil des Velebit-Gebirge, nach Starigrad-Paglenica aufgebrochen. Das Hotel Alan war für die zweite Woche das Standquartier der Wandergruppe. Der Paklenica-Nationalpark ist für Naturliebhaber empfehlenswert. Die atemberaubende Schönheit des mythischen Gebirges erreicht ihren Höhepunkt im 95 qkm großen Nationalpark-Paklenica. Auf einer relativ kleinen Fläche findet man eine vielfältige Flora und Fauna in einer bezaubernden Landschaft und unberührten Natur. So führte die erste Wandertour durch eine bizarre Landschaft auf das Hochplateau „Veliko Rujno. Vom Wanderführer gab es die Information, dass der Nationalpark im Velebit-Gebirgsmassiv 1949 gegründet wurde. Der Name Paklenica bedeutet im kroatischen „kleine Hölle“. Entstanden vermutlich aufgrund der rauen und steilen Karstfelsen, die zahlreiche versteckte Höhlen beherbergen und wenn diese von der Sonne angestrahlt werden, die Assoziation mit der Unterwelt erwecken. Ein gutes Revier für Wanderer und Bergsteiger ist der große Paklenica-Canyon. Vorbei an verschiedenen Drehorten der Winnetou Filme, bis zur Berghütte Lugarnica am Fuße hoher Berge, führte die nächste erlebnisreiche Tour. Alle Flüsse der Gebirgsregionen Kroatiens fließen in einem oder mehreren Teilstücken durch Canyons. Die Canyons der Küstenflüsse Zrmanja und Krupa sind felsig und haben nicht viel Grün. Sie sind deshalb nicht nur eine Herausforderung für Kanufahrer, sondern auch für Wanderer und Bergsteiger. Bei der Wandertour in den Krupa-Canyon, ausgehend von dem Dörfchen Golobic, begeisterte die Wanderer nicht nur die Landschaft, sondern auch das smaragdgrüne Wasser des Flusses, das einige der Gruppe zum Baden verleitete. Über die alte „Kudin-Most“ Brücke ging es wieder hinaus aus der Schlucht zum Ausgangsort der Tour.
Ein Abstecher zum Nationalpark Plitwitzer Seen stand für den nächsten Tag auf dem Programm. Bei herrlichem Sonnenschein, was hier nicht immer der Fall ist, wurde der 20 000 ha Fläche umfassende Nationalpark, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, bei einer Tageswanderung erkundet. Nach so viel Natur, war nun wieder ein Kulturtag angesagt. Mit dem Linienbus fuhr die Gruppe in das Kultur-und Wirtschaftszentrum Norddalmatiens, Zadar. Die hübsche Altstadt liegt auf einer Landzunge, gesäumt von einer Stadtmauer, die zum Bummeln und Besichtigungen einlud. Großen Spaß erlebten die Reiseteilnehmer auf dem Ausflugsboot bei einer halb Tagesfahrt auf dem Zrmanja- Fluss. In der wild zerklüfteten Schlucht führt die Bootsfahrt vorbei an vielen Drehorten, die als Kulisse für Winnetou-Filmen dienten, nach Novigrad zum Mittagessen. Am Tag der Heimreise wurde noch die malerischen Städtchen Primosten und Trogir besichtigt. Alle Teilnehmer waren am Ende der Reise von dem Land Kroatien, das sie bei den Touren erlebten, begeistert. Ein großes Lob sprachen sie dem Wanderführer Thomas Rützel für die Führungen und dem Organisator der Wanderreise Adolf Zeisberger vom VHC Hirzenhain, aus.

Zrmanja - Canyon

Zu den Bergdörfern am Biokovo






Bootsfahrt in den wilden Zrmanja-Canyon







Krka-Fluss mit Wasserfällen





Wanderung zu den Drehorten der Winnetou-Filme

im Hintergrung die Berge "Tulove Grede"
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