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Tierheim am Teufelswiesenweg geplant
Kreis Gießen - Lich
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Dienstag, 21. Oktober 2008 um 15:12 - Gelesen: 5712 mal

Vor beinahe zwei Jahren wurden die Pläne im Magistrat vorgestellt. Der Tierschutzverein TierfreundLich hat um ein Erpacht-Grundstück, auf dem ein eigenes kleines Tierheim errichtet werden könnte. Nicht als Abkehr vom System der Pflegestellen, sondern vor allem als Quarantänestation und als Unterkunft für Tiere, die sich partout nicht mit anderen vertragen wollen. Seit Anfang 2007 brachten die Licher Tierschützer ihren Wunsch immer wieder in Erinnerung. Jetzt hat der Magistrat dem Verein eine Fläche am Teufelswiesenweg angeboten, wie Bürgermeister Bernd Klein bestätigte. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung will TierfreundLich am Donnerstag, 12. November, über das weitere Vorgehen beraten.

Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte die Vorsitzende von TierfreundLich, Sabine Haibach, versichert, auf die Stadt Lich kämen keineswegs die Folgekosten zu, die Magistratsmitglieder bei früheren Kontakten mit dem Verein damals befürchtet hatten. Die Baukosten könne man in den Griff bekommen, indem man Handwerker als mögliche Sponsoren anspricht und an berufsbildende Schulen herantritt, die beim Bau mithelfen und dabei gleichzeitig ihre Schüler praktische Erfahrungen sammeln lassen können. Außerdem gab es damals bereits Ideen für spendenträchtige Aktionen. Noch im vergangenen Jahr hatte der Vorstand von TierfreundLich dann nicht nur Baupläne für das Licher Tierheim anfertigen lassen. Auch ein dreidimensionales Modell wurde zum Historischen Markt 2007 präsentiert. Das Tierheim soll nach dem Entwurf ein Erdgeschoss und ein ausgebautes Dachgeschoss haben. Zur Energieversorgung ist auf der Sonnenseite des Dachs eine Photovoltaikanlage geplant. Auf derselben Seite sehen die Pläne im Erdgeschoss fünf Hundezwinger, jeder mit einem eigenen vier Quadratmeter großen Freilauf, und einen weiteren Hundezwinger ohne Freilauf vor. Im Erdgeschoss sollen außerdem ein Raum zum Lagern und Zubereiten von Futter, ein Bad/WC für die Mitarbeiter von TierfreundLich, ein Aufenthaltsbereich sowie ein Raum für Heizung und Elektro liegen. Im Obergeschoss sind Büroräume und Katzenzwinger vorgesehen.

Das Gebäude soll auf etwa 13 mal neun Metern Grundfläche (plus überdachter Hundefreilauf) errichtet werden. Ursprünglich katten die Licher Tierschützer an ein Grundstück im Gewerbegebiet an der Hungener Straße gedacht. Der damalige Bürgermeister, Ludwig Seiboldt, hatte im Februar 2007 gesagt, vor der Genehmigung des Haushalts 2007 könne über ein Grundstück für den Tierschutzverein nicht entschieden werden. Nach der Etatgenehmigung durch das Stadtparlament werde der Magistrat aber abschließend über den Wunsch von TierfreundLich beraten. Im Mai 2007 hatte die erste Stadträtin, Barbara Kröger, dann angekündigt, wegen der damals noch ungeklärten Verwendung der Licher Fundtiergelder könne noch keine Entscheidung über ein Grundstück getroffen werden. In der Jahreshauptversammlung im Juni 2007 hatte Sabine Haibach daran erinnert, dass der Verein noch immer keine offizielle Antwort der Stadt habe. Nach der Bürgermeisterwahl im September rechne man aber fest mit der Zusage der Stadt für ein Gelände, auf dem das Tierheim zum großen Teil in Eigenleistung erbaut werden könnte.

In der Mitgliederversammlung am 12. November, die voraussichtlich um 19 Uhr im Bürgerhaus beginne soll, werden die Mitglieder nun über das Grundstücksangebot unweit des Geländes des Vereins für deutsche Schäferhunde, hinter der Unterführung unter dem Bahndamm der ehemaligen Butzbach-Licher-Eisenbahn, unterrichtet. Bernd Klein sagte gestern, über die Modalitäten des Grundstücksangebots werde gesprochen, wenn alle Beteiligten einverstanden sind. Auch ob das Grundstück in Erbpacht vergeben würde, sei noch nicht festgelegt. Zustimmen müsse auch der Schäferhundeverein, unter anderem weil die von ihm gelegten Anschlüsse vom Tierheimbau betroffen sein würden. Auch ein weiteres Thema steht übrigens auf der Tagesordnung der außerordentlichen Mitgliederversammlung von TierfreundLich. Die Tierschützer sollen darüber entscheiden, ob man weiter bereit ist, die Kosten für die Versorgung von Fundtieren selbst zu tragen, die einige Kommunen im Landkreis Gießen sich weigern zu zahlen ­ oder ob jetzt der Klageweg beschritten werden soll.


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