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Manuel Andrack liest im Muk über Wandern, Fußball und Ahnen
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Montag, 20. Oktober 2008 um 14:02 - Gelesen: 4260 mal

Prominenter Gast in der Muk-Kneipe "1022" am Freitagabend: Manual Andrack war 13 Jahre Redaktionsleiter der Harald-Schmidt-Show und vermarktet seit seiner einvernehmlichen Trennung von Schmidt seine Erlebnisse in der Natur und im richtigen Leben. Seine enorme Popularität hilft ihm dabei ebenso wie seine klare Denkungsart. Bei seinem Abstecher in Gießen stellte er sich vor rund 60 ­ hinterher sehr zufriedenen ­ Zuhörern als Autor vor. Andrack, Jahrgang 1965, stammt aus Köln, und kam 1995 zu Harald Schmidts Produktionsfirma. 2000 erschien er in der Sendung als Co-Moderator und erlangte damit enorme Bekanntheit. Nach dem Ende der Schmidt-Show engagierte der ihn als Chefdramaturg, unter anderem für sein Kabarettprogramm. Dort trat Andrack ebenfalls als so genannter "Sidekick" auf. Schmidt und er erhielten 2001 und 2003 den deutschen Fernsehpreis. Vor dem Beginn der ARD-Show schrieb Andrack sein erstes Buch "Du musst wandern". Im Juni 2005 veröffentlichte er das zweite, "Meine Saison mit dem FC" (gemeint ist der 1. FC Köln). Inzwischen liegt auch ein Werk über seine persönliche Ahnenforschung vor, "Woher habe ich das", und es gibt ein weiteres Wanderbuch, das schlicht "Wandern" heißt. Andrack liest unveröffentlichte Texte und welche aus diesen drei Werken. Und um es vorwegzunehmen, der Mann ist naturidentisch: Genau wie man ihn vom Fernsehen kennt, nimmt er bescheiden, aber selbstbewusst am Lesetisch Platz, sagt kurz, was er vorhat, arbeitet die abgegebenen Wunschzettel mit Themenvorschlägen ab und beginnt ­ mit einem Text über einen Wander-Marathon in der Sahara, ein Benefinzunterfangen, an der er teilnahm. Andrack hat den Blick fürs Wesentliche, er formuliert flüssig, aber unspektakulär und keinesfalls betroffenheitsselig, erkennt Widersprüche und absurde Aspekte und lässt immer wieder einen diskreten Humor aufblitzen. Das trifft auch für die Auszüge aus "Woher habe ich das bloß" zu. Ahnenforschung à la Andrack findet folgerichtig und systematisch statt, Gefühle finden en passant Erwähnung, und auch bei den Passagen aus dem Fußballbuch "Meine Saison mit dem FC" ist im Tonfall eher Nüchternheit Stilmeister. Glaubwürdig wirkt jedoch alles, was er sagt. Andrack, den man vom Habitus leicht als Langweiler unterschätzen könnte, wertet einige aktuelle Trends wie Wandern und Ahnenforschung sowie seine Leidenschaft Fußball publizistisch aus, wobei er nicht zuletzt den mild-satirischen Blick auf die menschliche Natur pflegt, daneben jedoch eine angenehme, unaufdringliche Nachdenklichkeit. Dem Sinnbedürfnis der medienstrapazierten Deutschen scheint das genau zu entsprechen.


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