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Ein Beutel Mehl
Main-Kinzig-Kreis - Gelnhausen
Geschrieben von: Bernd Kirchhübel
am: Montag, 01. November 2010 um 13:54 - Gelesen: 58670 mal
In den Abendstunden des 31.10.2010, den in letzter Zeit nicht wenige kultur- und niveaulose Eltern und Kinder als „Hällowiehn“ in ihre Jahresplanung unter dem Motto „Mitlaufen statt nachdenken"aufgenommen haben, wurde in Gelnhausen, Heinrich-Mahla-Straße, ein Beutel Mehl verloren.


Dabei handelt es sich um ein Kilogramm "Weizenmehl Typ 405", hergestellt von der Firma „Küchenstolz“, welches nach soeben durchgeführten eigenen Recherchen in der Supermarktkette „Norma“ käuflich zu erwerben ist.

Leider ist das Mehl nicht mehr brauchbar, denn das / der / die ihn tragende Kind / Kindin, bzw. Jugendliche / Jugendlichin muß beim Laufen derart gestolpert sein, daß die Tüte im hohen Bogen von der Straße gegen die ca. 6 Meter dahinter befindliche Hauswand geflogen und schließlich auf dem Boden zerborsten ist.

Vielleicht vermissen in Gelnhausen ja die betreffenden Eltern aus ihrer Speisekammer eine solche Mehlpackung und sind über diesen sachdienlichen Hinweis dankbar. Die Tüte behalte ich erst einmal in meinem Besitz und werde sie dem ursprünglichen Eigentümer gerne persönlich zurückgeben.

Als Finderlohn verspreche ich eine Packung Lebensmittelfarbe. Hierfür wird auch kein Transportbehältnis benötigt, da diese gleichmäßig auf dem Kopf verteilt werden wird, wobei Farbwünsche selbstverständlich berücksichtigt werden.
Kommentare (3)Add Comment
Dr. Carsten Kettner
geschrieben von Dr. Carsten Kettner, November 02, 2010
Der Spaß...
hört auf, wenn fremdes Eigentum zerstört wird. Von daher kann ich Ihren in Humor verpackten Zorn sehr gut verstehen, Herr Kirchhübel.

Zum Thema Halloween gab es gestern einen aufschlußreichen Artikel in SPoN Mitte Oktober (http://www.spiegel.de/deinspie...68,00.html). Dieser Schwachsinn ist ja nach Deutschland geschwappt als Anfang der 90er Karneval wegen des Irakkriegs ausfiel und die Kostümproduzenten um ihre Umsätze fürchteten. Kurzerhand besann man sich der amerikanischen Unsitte und transferierte Hexen-Kostüme an das Ende des Oktobers. Immerhin ist Halloween heutzutage ein 30-Mio-EUR-Geschäft, hinzukommt eine diesjährige Rekordernte von fast 90.000 Tonnen Kürbissen. Auch die Landwirte freut's.
Und mit Halloween als Deckmäntelchen kann man nun die Sau rauslassen...
Jürgen Hilb
geschrieben von Jürgen Hilb, November 03, 2010
Wir sind...
... uns absolut einig, dass der Spass bei solchen Sauereien vorbei und die Grenze zur Sachbeschädigung überschritten ist.
Was mir persönlich nicht gefällt, dass dann gleich Eltern und Kindern die Halloween feiern und von Haustür zu Haustür gehen eine Niveau- und Kulturlosigkeit unterstellt wird. Das ist genauso niveaulos wie diese Behauptung. Klar ist es so sein, dass dieser Brauch aus den USA importiert wurde. Was ist daran schlimm? Die Kirchen empören sich über den nichtreligiösen Hintergrund. Kann man verstehen, dann müssten sie konsequenterweise auch gegen Fasching sein. In unserer globalisierten Welt kommt sowas vor. Ein solcher Austausch kann auch als bereichernd empfunden werden. Mittlerweile gibt es auch Drachenbootrennen in Deutschland u. ä.
Ich persönlich finde es als nett, wenn abends Kinder in Kostümen klingeln und ihren Spruch aufsagen und sich freuen, wenn sie Süßigkeiten erhalten.
Zum Hinweis Halloween als Deckmäntelchen möchte ich mal auf folgende Beispiele hinweisen:
- einem Bekannten wurden während des Faschings von einem Besoffenen die Spiegels des Autos abgetreten. Ist deshalb Fasching doof?
- mir wurde vor ein paar Jahren während des Schelmenmarktes ein Autoreifen plattgestochen. Soll er deshalb nicht mehr stattfinden?
Das Problem ist nicht Halloween oder andere Veranstaltungen, dass Problem ist, dass niemand mehr bereit Grenzen zu aktzeptieren.
Bernd Kirchhübel
geschrieben von Bernd Kirchhübel, November 03, 2010
...
"Nicht wenige", lieber Jürgen, sind "nicht alle". Wenn Du Dich - ein Fest der Globalisierung feiernd - der Seite der Niveaulosigkeit zurechnen willst, dann ist es Deine eigene Wertung.

Mir deswegen Niveaulosigkeit zu unterstellen, nehme ich Dir mal nicht übel, da ich davon ausgehe, daß Du meinen Beitrag nicht so einordnest, wie er gedacht war.

Ich wollte hier keine weltpolitischen oder sozialpädagogischen Diskurs eröffnen, die Abschaffung von Halloween und die Einweisung mehlbeutelwerfender Kinder in Boot Camps fordern. Sondern einfach mal meinen Ärger kund tun.

Gegen Kinder, die einen freundlichen Spruch aufsagen und mich dann freundlich anlächeln, habe ich nun wirklich nichts. Die würden selbstverständlich was bekommen, auch wenn ich den Sinn und Zweck des Halloween nicht verstehe. Freunde haben mir von dreizehnjährigen Halbstarken berichtet, die um „Saufen“ „gebeten“ hätten. Und die Eingangstüre nach Ablehnung mit „Du Arsch“ beschriftet haben. Die würden bei mir wohl auch nichts bekommen.

Auch wenn das nicht meine anfängliche Intention war: Ja, wir sind uns einig, daß es ein Problem ist, daß niemand mehr bereit ist, Grenzen zu akzeptieren. Diese „Niemande“ sind aber Kinder, deren Grenzziehung Sache der Eltern gewesen wäre.

Der Schluß, das sei kein Problem des Halloween ist falsch. Natürlich wird dieser Abend von einigen (nicht allen) Kindern - wie Herr Kettner zutreffend feststellt - als Deckmäntelchen für solche "Späße" benutzt. Wie Fasching, Sylvester und andere Tage auch.

Von daher ist es selbstverständlich auch ein Problem des Halloween, wenn auch kein ausschließliches, sondern auch des Fasching, des Sylvester, und anderer Tage, an denen die fröhliche Grenzübertretung Gang und Gäbe ist.

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Aktualisiert ( Montag, 01. November 2010 um 13:59 )
 
 
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