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Stromversorger zocken Kunden ab - auch im Main-Kinzig-Kreis
Main-Kinzig-Kreis - Gelnhausen
Geschrieben von: Dr. Carsten Kettner
am: Donnerstag, 05. August 2010 um 08:09 - Gelesen: 6514 mal
Im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion untersuchte der Energiewirtschaftsexperte Gunnar Harms die nun ab August anstehenden Preiserhöhungen für Strom, insbesondere die der RWE, die ihre Preise um durchschnittlich 7,3% erhöht. Das Ergebnis ist für die Kunden ernüchternd: Obwohl die Strombeschaffungskosten an der Strombörse seit 2008 um 30 bis 40% (also um ca. 1,2 Ct/kWh) gesunken sind und die Umlage für erneuerbare Energien nur leicht gestiegen ist, wurden die Kosten für Erzeugung und Vertrieb nach Abzug von Steuern, Abgaben und Netzentgelten um über 4 Ct/kWh erhöht.
Der Studie zufolge streicht alleine RWE über 100 Mio EUR gegenleistungslos zusätzlich ein, und bundesweit stiegen die Strompreise viermal so stark wie im europäischen Wettbewerb.
Die Studie zeigt ebenfalls deutlich, daß das Argument der Stromversorger nicht zieht. Die erzählennämlich, daß der Strom ca. 18 Monate vor „Auslieferung“ bereits am Markt u.U. unter schlechteren Bedingungen eingekauft wurde und daßdiese Einkaufspreise an denKunden weitergegeben werden müßten .
Tatsache ist jedoch, daß unter Berücksichtigung dieses Beschaffungsvorlaufes am Terminmarkt der Preis um 0,9 Ct/kWh und bei gleichzeitiger Beschaffung am Spotmarkt zusätzlich um ca. 0,3 Ct/kWh hätte sinken müssen. Insgesamt ist also keine Preiserhöhung, sondern eine Preissenkung um ca. 1 Ct/kWh angesagt.

Darüber kann man nun endlos lamentieren und entsprechende populistisch-politische Forderungen stellen, aber der Kunde kann viel wirkungsvoller, flexibler und schneller reagieren: durch Wechsel des Anbieters.

Alleine in Gelnhausen finden sich bei einem Jahresverbrauch von 4000 kWh alleine 122 günstigere Tarife gegenüber dem Basis-Tarif der Stadtwerke Gelnhausen / E.ON-Mitte und 54 bessere Tarife gegenüber dem günstigsten Tarif der SW Gelnhausen, dem Vario-Tarif. Das Einsparpotential beträgt bis zu 180 EUR bzw. 104 EUR pro Jahr!

Im Einzugsbereich der Kreiswerke Main-Kinzig sieht es ähnlich düster aus: Vor dem Grundversorgungstarif der Kreiswerke liegen 102 günstigere Tarife und selbst der günstigste Tarif der Kreiswerke (KWG PartnerPlus) liegt auf dem 71. Platz. Das Einsparpotentiel liegt hier ebenfalls zwischen 130 und 180 EUR pro Jahr!

Die Energieverbraucher Main-Kinzig bieten monatlich aktualisierte Preisvergleichstabellen für Gas und Strom für exemplarische Verbrauchsprofilean. Diesen Aufstellungen liegt insbesondere der Gedanke zugrunde, nach Möglichkeit jegliche Lockangebote wie Boni, Vorauskasse oder andere Vergünstigungen unberücksichtigt zu lassen, um möglichst objektiv dendeutlichen Abstand zwischenGrundversorger und Alternativ-Tarifen darstellen zu können.

Wer vor diesem Hintergrund und bei diesem Angebot nicht wechselt, der schmeißt lieber über die Preise schimpfend das Geld aus dem Fenster. Dabei ist der Anbieterwechsel fast so einfach wie Tankstellentourismus.


Kommentare (2)Add Comment
Andreas Müller
geschrieben von Andreas Müller, August 10, 2010
Ich bin gewechselt
Recht haben die Energieverbraucher. ich bin gewechselt. Nachdem ich bei Flexstrom war (wovon ich nur abraten kann) bin ich jetzt zu den Stadtwerken Tübingen gewechselt. ein kommunaler Versorger mit günstigen Preisen. Zu Recht die Nummer 1 der Vergleichsliste.

Noch ein paar Worte zu Flexstrom. Der Wechsel ging problemlos, ob man sich auf ein Jahrespaket einlässt muss jeder selber wissen, hat bei mir genau hingehauen. Allerdings kommt pünktlich nach 3 Monaten Preisgarantie die Erhöhung der Preise. Heist zum einen, dass das Paket rund 120 Euro teurer wird als gebucht, zum anderen wer überzieht, zahlt erheblich drauf, dann liegt der Preis für die KW bei rund 28 Cent. Wer also mit einere Überzeihung kalkuliert hat, kann das gerade einmal vergessen. Die 120 Euro Gutschrift, die das Paket in den Vergleichsportalen billig machen, gibt es erst im 2. Jahr.

Wer also 2 Jahre mit dem Paket auskommt, kann sparen, aber bei weitem nicht das was die Portale ausweisen. Ich fühle mich verar....t und habe deshalb gewechselt.

Richtig daher, dass die Energieverbraucher diese Tarife nicht ausweisen.

Die Stadtwerke Tübingen zeigen, dass auch lokale Unternehmen mit den Preisen mithalten können, warum nicht auch die Stadtwerke Gelnhausen und die Kreiswerke MKK??

Dr. Carsten Kettner
geschrieben von Dr. Carsten Kettner, August 10, 2010
Strom-Discounter
Mein erster Strom-Wechselversorger war vor einigen Jahren - ich muß es gestehen - auch Flexstrom. Ich wußte, daß ich mit dem 3600 kWh-Paket nicht hinkommen würde, wußte aber auch, was jede kWh darüber hinaus kosten würde. Ein kalkulierbares Risiko also.
Flexstrom änderte dann jedoch seine AGB dahingehend, daß die "Mehr"-kWh freilaufend sein würden. Das heißt, nach dem Verbrauch der Festpreis-kWh war nicht mehr klar, was der Spaß ingesamt kosten würde. Dieser Hinweis in den AGB war aber sehr versteckt gehalten. Aufgrund des nun unkalkulierbaren Risikos der Abzocke wechselte ich von Flexstrom weg.

An dieser Stelle kann auch immer wieder nur geraten werden, daß man sich prüfe, bevor man sich binde. Das gilt bei der Energieversorgung genauso wie in allen anderen Lebenslagen. Also, bevor man beim Schnäppchen zugreift, sollte man sich genau den Preis dafür anschauen, und der liegt häufig in den AGB begraben.

Daß im Stromversorger-Bereich die Stadtwerke Tübingen aufs Treppchen gespült wurden, ist umso erfreulicher als diese Stadtwerke vollständig unter kommunaler Kontrolle stehen. Dies ist ein gutes Beispiel für bürgernahe Versorgung, deren Einflußbereich zugunsten der Kommune auch expandieren kann.
Auch wenn die Bedingungen in Gelnhausen vielleicht etwas schwieriger sind, wäre dies ebenfalls eine erstrebenswerte Lösung für die Stadtwerke Gelnhausen, die - man muß es immer wieder betonen - eine 100&#xig;e Tochter der E.ON-Mitte sind. Das Lokalflair der Stadtwerke ist nur Maskerade.

Auch wir fragen uns, was die Stadtwerke Tübingen besser machen als die SW Gelnhausen / E.ON-Mitte und die Kreiswerke MKK

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