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VHC- Wanderwoche im Schwarzwald
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Samstag, 10. Juli 2010 um 17:53 - Gelesen: 9606 mal
Auf idyllischen Wanderwegen der Natur nahe sein!

Wanderwoche des VHC Hirzenhain im Schwarzwald

Unter dem Motto „Bad Rippoldsauer Wanderspaß“ bot der Vogelsberger Höhen Club Zweigverein Hirzenhain seinen Mitgliedern und Wanderfreunden eine erlebnisreiche Wanderwoche im Wolftal und zu den Höhenlagen des nördlichen Schwarzwald. Unter Leitung und Führung des Vorsitzenden Adolf Zeisberger wurde ein schöner Teil rund um Bad Rippoldsau bei fünf Wanderungen und einer Stadtführung in Freudenstadt den Teilnehmern nahe gebracht. Die Region Bad Rippoldsau – Schapbach liegt im waldreichen Schwarzwald. Die einzigartige Kulturlanschaft ist geprägt von ausgedehnten Fichten, Mischwäldern und idyllischen Dörfern. Eingebettet in diese Landschaft ist das Wolftal. Es zieht sich zusammen mit seinem Namensgeber, dem Flüsschen Wolf, wildromantisch von der Schwarzwaldhochstrasse, dem Kniebis, hinunter bis zum malerischen Stadtkern Wolfachs, vorbei an Holzwald, am höchstgelegenen Mineral - und Moorbad des Schwarzwaldes Bad Rippoldsau - Schapbach und dem reizvollen, ländlich geprägten Dorf Oberwolfach. In Wolfach mündet die Wolf in die Kinzig. Die Topografie und die abwechslungsreiche Landschaft sind wie geschaffen fürs Wandern. Fünf der schönsten Touren, drei davon von Wanderführen des Schwarzwaldvereins geführt, haben die Wanderer des VHC bewältigten und dabei etwa 70 Kilometer zurückgelegt. Wälder, hohe Felsformationen, atemberaubende Ausblicke auf die typische Schwarzwaldlandschaft bis hin zum Rheinebene machten die Wanderungen zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Wanderer erlebten wilde Natur auf Schritt und Tritt.
Ausgehend von der Schwarzwaldklinik in Bad Rippoldsau, in der die Wandergruppe hervorragend untergebracht war und vorzüglich versorgt wurde, führte die erste Wandertour mit einem Wanderführer des Schwarzwaldverein rund um Bad Rippoldsau-Schapbach. Auf dem Panoramaweg, mit fantastischen Ausblicken in das Wolftal und nach Bad Rippoldsau mit seiner imposanten Wallfahrtskirche, ging es zur Freizeitanlage Althaus. Nach einer kleinen Pause folgt der Abstieg hinab in das Wolftal zum „Klösterle“ St. Nikolaus und zur Wallfahrtskirche „Mater Dolorosa“, der Rippoldsauer Schmerzensmutter. Hier erhielten die Wanderer einen kleinen geschichtlichen Einblick in die Entstehungsgeschicht des Klosters und der Kirche. Etwa 1140 wurde das Klösterle gegründet, das in der Folgezeit als Priorat des Benediktinerklosters St. Georgen/ Schwarzwald Bedeutung gewann. In der Reformationszeit von 1540 – 1549 wurde das Klösterle aufgegeben. Die Mönche kommen erst 1549 wieder zurück, das Wolftal wird wieder katholisch. 1806 ist das Ende des Klosters. Die barocke Klosterkirche wird 1828 abgerissen und es entsteht ein Neubau im spätklassizistischen Stil, die heutige Kirche. Die Kirchenweihe erfolgt bereits 1829, geweiht dem Kirchenpatron St. Nikolaus. 1956 erfolgte die Ablösung des bisherigen Titels St. Nikolaus durch das Titular „MATER DOLOROSA“, der Rippoldsauer Schmerzens-mutter. Weiter führte die Tour hinauf zu einem Kriegerdenkmal und über den Scheffelweg und Sommerbergweg nach Holzwald zum Waldkulturhaus. Eine kompetente Führung über die alten Waldberufe, das Fällen der Bäume, das Riesen, das Flößen und deren Arbeitsgeräte, erhielten hier die Teilnehmer. Denn die Bewohner des Wolftals haben über Jahrhunderte hauptsächlich von der Holzwirtschaft ihren Lebensunterhalt verdient. Holzstämme aus dem Schwarzwald wurden über die Wolf, Kinzig und Rhein bis nach Holland geflößt. Die harte Waldarbeit an der Riese oder auf dem Floß waren oft lebensgefährlich. Überrascht waren alle, als eine Abordnung der Schwarzwaldklinik in das Waldkulturhaus mit Kaffee und Schwarzwaldzopf kam und die Wanderer bewirtete. Voller toller Eindrücke und gut gestärkt wurde der Rückmarsch entlang des Wolftal - Panoramawegs zur Schwarzwaldklinik angetreten.
Von der Bergwachtstation auf dem Kniebis (1000 mN.N.) führte am nächsten Tag die Wanderung über den Seniorenweg, der Weg wurde so benannt, weil er von der Seniorengruppe des Schwarzwaldvereins angelegt wurde, zur Alexanderschanze und weiter über den aussichtsreichen und zertifizierten Westweg zum sagenumwobenen Glaswaldsee. Der See ist ein Relikt aus der Eiszeit. Genutzt wurde das Wasser in früherer Zeit zur Glasherstellung und zum Riesen. Nach dem unser Wanderführer einige Geschichten über den See zu erzählen wusste, führte die Wanderung weiter zur Grünenbank wo wieder eine Überraschung auf die Wanderer wartet. Ein Versorgungsauto aus der Schwarzwaldklinik brachte Kuchen und Kaffee zur Stärkung. Nach der Kaffeepause führte die Tour weiter zur Annahütte, mit grandiosem Blick in das Wolftal und auf die Klinikanlagen, bevor der 250 Meter beschwerlich Abstieg ins Woltal erfolgte. Ein Name spricht für sich: Freudenstadt heißt nicht umsonst so: Eine Stadt, wo´s Freude macht, zu sein dies erlebten die Teilnehmer bei einer Stadtführung. Das Wahrzeichen von Freudenstadt der Marktplatz, der größte Deutschlands ist von Arkaden umsäumt, durch zwanzig Fontänen belebt, mit Blumen geschmückt, eine der schönsten Flaniermeilen im Schwarzwald. Der nächste Wanderung wurde vom Vorsitzenden und Wanderführer Adolf Zeisberger geführt. Ausgehend von der Klinik Sommerberg führt die Wanderung auf dem Promenadenweg entlang der Wolf bis zur Burgbachbrücke und weiter bergauf, auf einemschönen Waldpfad, zum Burgbachwasserfall. Der Wasserfall, 32 Meter frei fallend ist der zweithöchste im Schwarzwald. Über den Burgbachfelsen, mit fantastischem Ausblick ins Burgbachtälchen, ging es weiter zum Bildstöckle Felsen und über schön weiche Wiesen- und Waldpfade nach Bad Rippoldsau zur wohlverdienten Einkehr im Klösterle Hof. Am nächsten Tag starteten die Wanderer, mit Führung durch den Schwarzwald-verein, am Hotel auf dem Schliffkopf zur Tour über den Lotharpfad, der Pfad ist benannt nach dem Orkan Lothar der am 26.Dezember 1999 große Flächen des Waldes niederlegt. Anfangs ein Schrecken, wirkt er heute als Flurbereinigung, die uns die Augen geöffnet hat. Ein Wanderpfad führt über Bretter zu Aussichtspunkten die unverstellt Blicke in die Landschaft und deren Schönheit geben. Über ein Teilstück des Westwegs wurde das Restaurant auf dem Kniebis erreicht. Unter Führung unseres Wanderführer Zeisberger ging es ausgehend von Salzbrunnen entlang des wild-romantischen Wolftals in das historische Städtchen Wolfach. Hier mitten in der Stadt mündet die Wolf in die Kinzig. Eine kleine Stadtbesichtigung und ein Spaziergang entlang der Kinzig, wo einst die stolzen Flösser ihrer Arbeit nachgingen, unternahmen die Wanderer. Auf ein Eis, Kaffee oder ein kühles Bier freuten sich alle nach der ziemlich schweißtreibenden Wanderung. Die Rückfahrt erfolgte dann mit dem Linienbus zur Schwarzwaldklinik, wo das Thermalbad für die Wandergruppe extra länger geöffnet hatte. Am Abend wurde in gemütlicher Runde Rückschau gehalten auf die Wanderungen im schönen Schwarzwald. Voller schöner Eindrücke und Erinnerungen an die Region Wolftal wurde am nächsten Tag die Heimreise angetreten.

Wandergruppe am Eingang zum Lotharsteig






Am Burgbachwasserfall
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