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Bahnhofssanierung am St. Nimmerleinstag?
Main-Kinzig-Kreis - Gelnhausen
Geschrieben von: Dr. Carsten Kettner
am: Mittwoch, 05. Mai 2010 um 07:30 - Gelesen: 6740 mal
In der aktuellen Ausgabe des GT (05.05.10)steht's schwarz auf weiß:die Chancen für eine kurz- bis mittelfristige Bahnhofssanierung gehen gegen Null, da die DB die Sanierung vomAusbau der dreigleisigenStrecke von Hailer in Richtung Fulda koppelt, für letztere jedoch keineFinanzierungsvereinbarung zwischenBund und DB abgeschlosse wurde.

Es ist ein offenes Geheimnis, daß der Gelnhäuser Bahnhof nicht gutenGewissens als Tor oder als Visitenkarte zur Stadt genannt werden kann. Die Zustände rund um denBahnhof wurden und werden immer wieder thematisiert. Auch im Bahnhofstest der FR imApril kam der Gelnhäuser Bahnhof überhaupt nicht gut weg. Das gesamte Gelände ist eine einzige Zumutung nicht nur für die Reisenden selbst, sondern für die ganze Stadt. Lob gebührt daher den Initiatoren, die sich für die Sanierung des Bahnhofs einsetz(t)en.

Die Vernachlässigung desGebäudes durch denEigentümer ist einSkandal.Eigentum verpflichtet, dieser Grundsatz scheint denBahnmanagern abhanden gekommen zu sein. Wobei, dieses Argument trifft eigentlich die falschen, denn die Bahnmanager sind nur (schlechte)Treuhänder von Staatseigentum und die verantwortliche Politik legt die Hände in den Schoss - wie üblich.

Die Bahnhöfe entlang der Kinzigtalstrecke sind architektonische Kleinode des 19.Jahrhunderts (und seit dem wurde offenbar nichts mehr an den Gebäuden gemacht, sieht man von Ausnahmen wie Langenselbold ab). Es wäre schade, sie solange verfallen zu lassen, bis nur noch einAbriß die einzige Alternative ist.

Man darf auch nicht vergessen: die Bahnhöfe werden intensiv genutzt durch tausende von Pendlern täglich und vielen Besuchern. Daß es dann noch nicht einmal behindertengerechte Auf- und Zugänge gibt, daß die Benutzung der Unterführung einemHürdenlauf gleicht, daß Zugzielanzeiger Mangelware sind, Rückzugsmöglichkeiten beiNässe und Kälte rar sind, ein Bewirtschaftungskonzept des Gebäudes komplett fehlt, das ist schon ein Anachronismus, der von Phantasielosigkeit und Verantwortunglosigkeit der Zuständigen zeugt.

Aber mal anders herum gefragt:Wenn sich 6000 Unterstützer per Unterschrift finden lassen, die denZustand des Bahnhofs anprangern und Abhilfe fordern, wie wäre es denn, wenn die Bürger Gelnhausens denBahnhof (nur das Gebäude selbst, nicht die technischen Anlagen) kaufen?Zusammengeschlossen bspw. in einer Genossenschaft kann Geld gesammelt, ein Sanierungs- und Modernisierungsplan erstellt und die nachhaltige Nutzung durch Mieter (auch der DB!) sichergestellt werden.
Ich bin sicher, daß sich aus den 6000 ideellenUnterstützern eine große Zahl materieller Unterstützer rekrutieren läßt, deren Geld ja nicht verschenkt, sondern bei guter Bewirtschaftung renditeträchtig angelegt ist.

Vielleicht ein naiver Gedanke, aber Warten auf DB und Bund führt zu nichts.Diesen Herrschaften ist der Gelnhäuser Bahnhof Jacke wie Hose. Somit dürfte auch die Bahnhofssanierung in fernster Zukunft liegen.
Eine Bürgerbeteiligung hingegen könnte hier Dynamik ins Spiel bringen.

Kommentare (4)Add Comment
Heinrich Geis
geschrieben von Heinrich Geis, Mai 14, 2010
Bahnhof GN
Lieber Dr. Kettner,

d.h. Sie warten jetzt bis jemand 6000 Unterstützer per Unterschrift findet, die den Zustand des Bahnhofs anprangern?

Sie warten bis eine Bürgerbeteiligung Dynamik ins Spiel bringt?

Viele Grüße.

H.G.
Dr. Carsten Kettner
geschrieben von Dr. Carsten Kettner, Mai 14, 2010
Warum warten?
Sehr geehrter Herr Geis,

d.h. Sie warten jetzt bis jemand 6000 Unterstützer per Unterschrift findet, die den Zustand des Bahnhofs anprangern?

Sie warten bis eine Bürgerbeteiligung Dynamik ins Spiel bringt?


Ich weiß jetzt nicht genau, ob Ihre Fragen rhethorischer Natur sind, oder welche Antwort Sie von mir erwarten würden. Ihre Fragen suggerieren zumindest, daß ich Aktivitäten delegieren möchte.
Nein, ich möchte diese Möglichkeiten erst einmal diskutieren. Und ich erwarte eigentlich auch, daß man die Situation vor Ort genau analysiert.
Sicherlich, das Bahnhofsgebäude und die Gleisanlagen sind Sache der Bahn, da kann die Stadt Gelnhausen nicht viel ausrichten. Die Gleisanlagen will keiner übernehmen wg. der Betriebssicherheit, das Gebäude kann offenbar aus finanziellen Erwägungen von der Stadt nicht übernommen werden. Hier, genau hier kämen die Bürger ins Spiel, und damit auch die Initiative, die lobenswerterweise den ersten Stein ins Rollen gebracht hat.

Darüber hinaus gibt es noch das Bahnhofsumfeld, wie bspw. das Wartehäuschen am Bus"bahnhof", die Toilette und die Feststellung, daß der Bahnhof nicht behindertengerecht erreicht werden kann.
Würde es Sie überraschen, wenn ich Ihnen sagte, daß das Wartehäuschen und die mobile Toilette städtisch sind? Und ich habe selbst kürzlich überraschend erfahren, daß es eine Rampe in einen Tunnel vom Buswartehäuschen zur Bahnhofsunterführung gibt, damit wären auch bereits die ersten Hindernisse in die Tiefe beseitigt.

Ich steige gerne in eine Diskussion ein, aber die Fragen und deren Zielrichtung müßten mir da schon klar sein.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Carsten Kettner
Heinrich Geis
geschrieben von Heinrich Geis, Mai 14, 2010
Bahnhof GN
Nun, Ihre Besorgnis um den Zustand des Bahnhofs reicht aus, um diverse, lange Beiträge ins GT-Blog zu tippen.

Sie könnten auch - als ersten Schritt - mit einer Mappe zum Sammeln von Unterschriften durch den Zug nach Frankfurt gehen. Da sitze ich auch jeden Tag drin.

Hic Rhodus, hic salta! ;-))

Gruß.

H.G.

H.G
Dr. Carsten Kettner
geschrieben von Dr. Carsten Kettner, Mai 27, 2010
Unterschriftssammlung
Sehr geehrter Herr Geis,

Nun, Ihre Besorgnis um den Zustand des Bahnhofs reicht aus, um diverse, lange Beiträge ins GT-Blog zu tippen.


Ein Beitrag in Reaktion auf einen Artikel in der GT plus eine Reaktion auf Ihren Kommentar würde ich noch nicht unter divers subsummieren.

Sie haben meinen Beitrag leider immer noch nicht als Diskussionsinitiative verstanden. Macht auch nichts. Ich bin übrigens auch jeden Tag im Zug in Richtung Frankfurt, wir können uns ja die Unterschriftenliste teilen?
Darüber hinaus bin ich bereits auf einer anderen Baustelle seit Jahren in einer Bürgerinitiative tätig, und das reicht mir völlig aus. Mein derzeitiges Nicht-Engagement in Sachen Bahnhof erteilt mir jedoch kein Denkverbot über den Zustand desselben, zumal ich hier nicht erst kürzlich auf den Zug aufgesprungen bin. Schon vor sechs Jahren habe ich in der GNZ ein Statement zum Zustand des Bahnhofs abgegeben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Carsten Kettner

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