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Brauchtum pflegen und Gemeinschaft stärken
Kreis Gießen - Reiskirchen
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Montag, 25. August 2008 um 13:57 - Gelesen: 11498 mal

„Heimatfreunde“ Bollnbach feiern 25-jähriges Bestehen mit großer Kirmes – Ganz besonderer Maibaum weist den Weg

 BOLLNBACH (ni). Die „Heimatfreunde“ Bollnbach blicken in diesem Jahr auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass veranstaltete der Verein unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Holger Sehrt im Festzelt (Dorfmitte) eine zweitägige Kirmes. Die Feierlichkeiten begannen mit einem kleinen Kommers unter Mitwirkung des Gesangvereins „Eintracht“ Saasen, dem Posaunenchor Winnerod sowie der Tanz – und Trachtengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Burkhardsfelden.
Am Sonntag ging es mit dem Frühschoppen weiter, dem sich die Dorfkirmes bis in die Abendstunden bei handgemachter Musik anschließt. Für die Kinder war eine Hüpfburg aufgestellt und beim Luftballonwettbewerb gab es tolle Preise zu gewinnen.

Aus dem Gründungsprotokoll ist zu entnehmen, dass sich auf Initiative von Klaus Römer am 2. November 1983 in der Saasener Gaststätte „Zur Traube“ Bollnbachs Einwohner Erich Fischer, Walter Maus, Christina Graulich, Rainer Erb, Gudrun Erb, Karlheinz Pfeiffer, Birgit Kauß, Manfred Kauß, Manfred Schmitt, Anny Münch, Otto Münch, Birgit Römer, Wolfgang Meusel trafen. Versammlungsleiter und Initiator Klaus Römer erläuterte in seiner Eröffnungsrede die Gründe einer Vereinsgründung. Er betonte, dass nach 1949 (Kirmes) und 1952 (Wasserfest) keine Veranstaltungen in dem damals 78 Einwohner zählenden Dorf stattgefunden hätten. Im August 1983 sei erstmals nach längerer Zeit in der neu erstellten Gerätehalle der Familie Wilhelm Müller ein Dorffest veranstaltet worden, das bei den Bewohnern und auswärtigen Besuchern großen Anklang gefunden habe.

Hauptziel einer Vereinsgründung sollen sein: die Gemeinschaft zu fördern, Brauchtumspflege, Einbeziehung der ältern Mitglieder in die Gemeinschaft sowie die Förderung des Gemeinschaftsgedankens bei Jugendlichen. Nach einer längeren Aussprache stimmten alle 14 Anwesenden einer Vereinsgründung zu und wählten ebenfalls einhellig folgenden Vorstand: Klaus Römer (1. Vorsitzender), Walter Maus (2. Vorsitzender), Erich Fischer( Rechner), Manfred Schmitt (Schriftführer), Otto Münch, Manfred Kauß (Kassenprüfer). In einer nachfolgenden Versammlung einigten sich die 17 Teilnehmer bei zwei Gegenstimmen auf den jetzigen Namen „Heimatfreunde“ und beriefen Karlheinz Pfeiffer und Günter Glatthaar zu Beisitzern.

Heute blickt man bereit auf 25 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit zurück. Als erste Maßnahme wurde ab 28. Mai 1984 in der Dorfmitte mit dem Aufmauern des früher für die Dorfbewohner sehr wichtigen, zur Trink- und Brauchwassergewinnung genutzten, Dorfbrunnens begonnen und in unmittelbarer Nähe eine Linde gepflanzt. Später veranstaltete man Brunnenfeste auf dem Hof der Familie Kauß. Ein erster Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte war die Ausrichtung der Dorfkirmes am 22. Juli 1984 in der Maschinenhalle von Artur Schmitt. Beim fünfjährigen Vereinsbestehen stellte sich erstmals eine Tanzgruppe (Klaus/Birgit Römer, Manfred/Irene Schmitt, Günther/Margot Glatthaar und Heinz-Ludwig/Christina Graulich) der Öffentlichkeit vor und auch die vereinseigene Kapelle „Dimpelspätz“ mit Günther Glatthaar, Klaus Römer, Lothar Stark und Karlheinz Pfeiffer waren aktiv. Die Tanzgruppe tritt noch sporadisch auf und wird ergänzt durch Norbert/Ute Jilg, Gerhard/Sabine Schmitt, Peter/Anette Fischer.

Im Laufe der Jahre wurde man in vielen Bereichen tätig und der Verein beim Amtsgericht Gießen in das Vereinsregister eingetragen.Von der damaligen Schäfergemeinschaft Bollnbach erwarb der Verein das Schäferhaus in der Dormitte, welches bis 1933 als Unterkunft für den Schäfer diente, der die Schafe der Gemeinschaftsmitglieder betreute. Nach dem Krieg war es Wohnung für Heimatvertriebene und später nutzte es eine Frankfurter Familie als Wochenendhaus. Mit dem Kauf dieses Hauses ging auch ein lang gehegter Wunsch der Dorfbewohner in Erfüllung, standen doch bislang keine Räumlichkeiten für Zusammenkünfte in Dorf zu Verfügung. Nur durch eine Spendenaktion der Mitglieder und die Unterstützung der Gemeinde Reiskirchen war es möglich, das Gebäude zum 1. März 1990 zu erwerben. Viele der teilweise schon verstorbenen Mitglieder haben seinerzeit beachtliche finanzielle Beiträge zum Kauf beigesteuert. Ursprünglich wollte man am Dorfrand ein neues Vereinsheim bauen, was sich aber nicht verwirklichen ließ, weil das angedachte Gelände im „Außenbereich“ lag.

In den Jahren danach wurde das Vereinsdomizil in unzähligen Arbeitsstunden komplett renoviert, wobei die Vorstandsmitglieder zur Materialbeschaffung finanziell in Vorlage traten, sodass man beim zehnjährigen Bestehen 1994 das Vereinsheim einweihen konnte. Zwei Jahre später beschäftigten sich die Mitglieder mit dem Ausbau des Kellers, wobei der Boden betoniert, die Wände verputzt und die Treppe erneuert wurde. Von März bis Mai 1998 erfolgte der Auftrag des Außenputzes und am 27. und 28. Juni 1998 feierte man das 15-jährige Bestehen. 1999 stand die Erneuerung der Küche an. Rund um Bollnbach wurden drei Wanderstrecken angelegt. Dabei handelt es sich um den Igel- (1 km), Fuchs- (3) und Hasenweg (6). Im Rahmen eines Freundschaftswanderns wurden die drei Strecken am 9. April 2000 eingeweiht.

Der Verein feierte am 1. und 2. Juli 2000 im Rahmen einer zweitägigen Kirmes 851 Jahre Bollnbach. Neben zahlreichen Ausflügen und Feierlichkeiten gingen die Aktivitäten in alle Bereiche. So war man 1990 mit der Tanzgruppe im österreichischen Abtenau und trat gemeinsam mit den damals noch nicht so bekannten Kastelruther Spatzen auf. Mit einem Leiterwagen war man bei Hochzeiten, Ausstellungen und Vereinsjubiläen immer mit Freude dabei und auch das Singen bei feierlichen Anlässen von Vereinsmitgliedern dient der Gemeinschaftspflege. Jedes Jahr am 30. Mai wird ein ganz besonderer Maibaum aufgestellt, und die jungen und alten Hexen tanzen mit lautem Geschrei um den Baum. An diesem sind Schilder angebracht, die, mit den jeweiligen dörflichen Anwesen bemalt und den entsprechenden Familiennamen beschriftet, als Orientierungshilfe für unkundige Dorfbesucher mit der Schilderspitze in die Richtung des betreffenden Hauses weisen.

Die monatlichen Vereinsabende (1. Mittwoch im Monat) sind Bestandteile des Vereinslebens. Derzeit gehören 75 Mitglieder dem Verein an, den Vorstand bilden Klaus Römer (1. Vorsitzender), Günther Glatthaar (2. Vorsitzender), Norbert Jilg (Rechner), Manfred Schmitt (Schriftführer), Heinz-Ludwig Graulich, Erich Fischer (Beisitzer) Am unterem Bereich des Maibaums sind die „Haus-Hinweisschilder“ montiert. Das Vereinsheim „Schäferhaus“ wurde von den Mitgliedern beim Kauf mitfinanziert und anschließend im Innen- und Außenbereich renoviert. Immer ein Höhepunkt im Vereinsleben sind die Kirmesveranstaltungen. Hier 1984.

Der Vorstand:
Klaus Römer (1. Vorsitzender), Günther Glatthaar (2. Vorsitzender), Norbert Jilg (Rechner), Manfred Schmitt (Schriftführer), Heinz-Ludwig Graulich, Erich Fischer  (Beisitzer)

Der Verein:
 Heimatfreunde Bollnbach 1983 e.V.
Mitglieder: 75
Gründungsjahr: 2. November 1983
Kontakt: Vorsitzender Klaus Römer Wirberger Straße 3, 35447 Reiskirchen-Bollnbach
Tel.: 06401 / 8561


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