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Winterdienst in Gelnhausen
Main-Kinzig-Kreis - Gelnhausen
Geschrieben von: Dr. Carsten Kettner
am: Freitag, 29. Januar 2010 um 08:08 - Gelesen: 6480 mal
Anläßlich der Meldung, daß aufgrund des zur Neige gehenden Streusalzes die Stadt Gelnhausen ihrenWinterdienst einschränken müsse, möchte ich heute doch eine Lanze für eben diesen Winterdienst brechen und herzlichenDank der Stadtverwaltung und dem Bauhof als Ausführendem danken.
Zumindest in Hailer, aber sicherlich auch in allen anderenGelnhäuser Stadtteilen sind die wichtigsten Straßen schon früh morgens geräumt. Natürlich sind die Straßen nicht blitzeblank von Schnee befreit (was auch unsinnig wäre), aber es ist soviel Schnee verschoben, daß eine feste, befahrbare Fläche entsteht. Selbst Teile der Gehwege (vermutlich der Schulwege) sind geräumt und sehr gut begehbar.

Wenden wir denBlick nachFrankfurt, so braucht sichGelnhausen beimThema Schneeräumen nicht zu verstecken, denn in der sogenanntenGroßstadt herrschen doch arg provinzielle Zustände;Hauptverkehrsstraßen müssen vom fließendenVerkehr geräumt werden, öffentliche Fußwege werden -wenn überhaupt - erst sehr spät oder gar nicht geräumt. Pendler, die von der Autobahn in die Stadt fahren, sehen sich unversehens sehr winterlichen Bedingungen auf den Straßen ausgesetzt. Stärker könnte das Kontrastprogramm nicht ausfallen.

Ist die Stadt Gelnhausen doch sehr vorbildlich, so fruchten offenbar die diversen Appelle zur Wahrnehmung der AmtlichenBekanntmachungen zum Räumdienst bei vielenBürgern leider nicht. Es gibt immer noch sehr viele Hausbesitzer, die ihr Haftungsrisiko bei Unfällen auf schnee- und eisglatten Bürgersteigen hoffnungslos unterschätzen. Offenbar hofft man, daß der weißen Pracht, soeben gefallen, keine höhere Lebenserwartung als nur ein paar Stunden hat. Wofür sich natürlich die körperliche Anstrengung vonFegen und Schippen nicht lohnt. Auch sehr ärgerlich ist es, daß viele Räumwillige tatsächlich tabula rasa auf dem Bürgersteig machen (zunächst eigentlich sehr sympathisch, aus Sicht desFußgängers), dann aber nicht wissen, wohin mit dem Schnee.
Klar, der kommt auf die Straße, so daß die Bürgersteige durch Schneewälle von der Straße geschützt werden. Auf der Straße hat dieser Schnee jedoch nichts verloren, gefährdet er doch in nicht zu unterschätzendem Maße den fließenden und stehenden Verkehr. Auch kann das Schmelzwasser nicht mehr richtig abfließen (die Gullis sind vom Schnee verstopft), sucht sich seinen eigenenWeg oder bildet hübsche Seen.

Etwas mehr Umsicht und Eigenverantwortung von uns Bürgern würde hier sicherlich nicht schaden.

Kommentare (3)Add Comment
Rolf Kunert
geschrieben von Rolf Kunert, Januar 30, 2010
Nicht immer Zustimmung
Hallo Carsten,

Dein Lob hat bis gestern Gültigkeit gehabt und ich war größtenteils Deiner Meinung. Aber inzwischen sieht die Sachlage wahrscheinlich nicht nur in Hailer etwas anders aus und es beginnt mich zu ärgern. Ich bin entsetzt, dass es weder Kreis noch Stadt gelungen ist z.B. die Gelnhäuser Strasse nach Hailer, den Kreisel am Ortseingang und viele weitere wichtige Strassen heute auch nur ein kleinwenig zu entschärfen. Den Winterdienst habe ich auf der Westspange am Nachmittag gesehen, er stand vor der Tankstelle nachdem er vermutlich mit einem PKW zusammengeprallt war. Bis heute Abend 22:00 Uhr waren die Hauptstrassen überhaupt nicht geräumt, weder mit Salz, noch mit Split oder Sand, was eine Alternative wäre, wenn das Salz ausgegangen sein sollte. Nichts ist passiert. Ich kann nicht nachvollziehen, dass ein Landkreis wie der Main-Kinzig-Kreis sich so schwertut mit dem bisschen Schnee klarzukommen. Im Bayerischen Wald wo ich 8 Jahre echte Winter erlebt habe, wurden u.a. die Landwirte aktiviert für kleines Geld und da waren sämtliche Strassen um 5 Uhr Morgens tiptop, egal wie lange und intensiv es geschneit hatte und die Räumfahrzeuge fuhren unnachlässig rauf und runter, jeden Tag. Selbst die Supermarktparklätze waren vor Ladenöffnung in Windeseile von riesigen Mengen Schnees geräumt. In Gelnhausen muss man aufpassen nicht mit seinem Einkauf auf die Nase zu fallen auf dem spiegelblanken Parkplatz und das 6 Stunden nachdem der Schneefall aufgehört hat! Das ist im 21.Jahrhundert im Hightechland Deutschland äußerst peinlich. Ich bin gespannt was am Montag passiert, denn es wird möglicherweise weiter schneien und dann wird auf der A66+A3+A5 wieder das gleiche Chaos herrschen wie letzten Montag. Und Busse, Bahnen, Airport und Strassen werden wieder das gleiche armselige Bild abgeben in Hessen. Den volkswirtschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Schaden sollte man mal nachrechnen. Und unser Nachbarland Bayern macht das nur ein paar Kilometer weiter vorbildlich. Vielleicht sollte wir in Hessen mal über den Tellerrand schauen und lernen wie das andere hinbekommen.
Rolf Kunert
geschrieben von Rolf Kunert, Januar 31, 2010
Kleine Ergänzung
Kleine Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag: Ein Fahrzeug hat am Kreisel Ortseingang Hailer die Hinweisschilder vor dem Fußgängerüberweg offensichtlich letzte Nacht oder am Morgen komplett zerlegt. Ich schätze, dass der Fahrer sein auf der Eisfläche rutschendes Auto nicht in den Griff bekam. Hoffentlich wurde niemand verletzt. smilies/angry.gif
Dr. Carsten Kettner
geschrieben von Carsten Kettner, Februar 01, 2010
Zugegeben....
....mein Lob hatte wohl nur bis Freitag Bestand. Die Straßenverhältnisse seit Samstag korrelieren mit der Meldung, daß bei der Stadt Gelnhausen kein Salz mehr vorhanden sei.

In der Tat muß ich Dir, Rolf, zustimmen, daß nun abstumpfendes Material zum Einsatz kommen sollte, denn spiegelblanke, vereiste Straßen sind auch 24 h nach dem Ereignis nicht mehr hinnehmbar. Glücklicherweise hatten wir diesen "Wintereinbruch" am Wochenende und nicht zu Berufsverkehrszeiten...

Ich kenne aus eigener Anschauung die rasche Reaktion auf Schnee aus dem Schwarzwald. Auch hier räumen rekrutierte Landwirte Straßen und Plätze, auch hier werden Parkplätze rasch soweit wie möglich von Schnee und Eis befreit und der Winterdienst ist permanent im Einsatz. Da bleiben dann andere Sachen eben liegen. Der Verkehr aber sollte rollen können, aber nicht rutschen müssen.

Ich bin allerdings ebenfalls etwas baff über den Umgang mit diesem Winter, für den Schnee in diesen Mengen im Rhein-Main-Gebiet vielleicht ungewöhnlich, aber nicht unwahrscheinlich ist. Diese Jahreszeit nennt sich eben Winter, die nicht nur dadurch geprägt ist, daß es abends früher dunkel wird und Grillabende nach drinnen verlegt werden müssen. Es bedeutet eben auch, daß man witterungsbedingt etwas mehr Zeit einplanen muß, um von A nach B zu kommen, und daß Städte, Kommunen und Kreise verstärkt ihrer Verkehrswegesicherungspflicht nachkommen müssen.

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