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Wenn am Sonntag Mandate überhängen
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Freitag, 25. September 2009 um 23:12 - Gelesen: 4372 mal
Deutschland hat am Sonntag die Wahl, und damit auch 54500 wahlberechtigte Gießener. Es ist aber wie vor jedem Urlaub. Erst läuft alles ganz entspannt, bis kurz vor dem Abflug, wenn die Frage kommt: Haben wir auch alles? Für den Fall der Fälle beantwortet Jens Haub, Sachgebietsleiter für Wahlen in der Stadtverwaltung, häufige bis exotische Fragen. Eine Briefwahl ist zum Beispiel noch bis heute 18 Uhr möglich. "Dann muss man aber persönlich vorbeikommen", sagt der Wahlorganisator. Auf dem Postweg ist die pünktliche Zusendung der Wahlunterlagen kaum mehr möglich. "Bis spätestens am Sonntag müssen die Unterlagen um 18 Uhr dann wieder hier im Rathaus sein", erklärt er weiter. Es reicht aus, wenn sie in einem der Briefkästen des Rathauses eingeworfen werden.
Im Fall einer plötzlichen Krankheit können die Unterlagen bis 15 Uhr von einem Boten mit Vollmacht im Rathaus abgeholt werden. "Dabei kann die aufgedruckte Vollmacht auf der Rückseite der Benachrichtigungskarte genommen werden oder auch eine formlose auf einem Zettel."
Die Öffnung der Wahllokale ist für Frühwähler um acht Uhr. Anders als viele denken, müssen die Stimmen nicht bis 18 Uhr abgegeben sein. "Man muss nur bis spätestens 18 Uhr im Wahlraum sein", sagt Jens Haub. Gibt es Stau, können in diesem Fall auch danach noch die Stimmen abgegeben werden. Er geht zeitweise durchaus von längeren Schlangen aus. "Das ist gar nicht so abwegig, schließlich gibt es bei der Bundestagswahl die höchste Beteiligung."
Die Abgabe der Stimmen ist im Gegensatz zu manch anderen Wahlen unkompliziert. Diesmal muss nicht auf einer meterlangen Liste kumuliert und panaschiert, also gehäufelt und verteilt, werden. Es gibt sieben Kandidaten für die erste und zwölf Parteien für die zweite Stimme. Jens Haub hört in diesem Zusammenhang öfters: "Die Erststimme ist doch die wichtigere."
Was logisch klingt, aber falsch ist. "Die Sitzverteilung im Bundestag richtet sich nach den erreichten Zweitstimmen", sagt er. Sie ist also wichtig für die Parteien, die möglichst viele der 598 Sitze ergattern wollen. "Dann kommt die erste Stimme ins Spiel." Da geht es darum, mit wem die Sitze besetzt werden. Zunächst zieht ins Parlament ein, wer den eigenen Wahlkreis gewinnt. Die Erststimme legt dementsprechend die personelle Zusammensetzung des Bundestages fest. "Sollten Plätze übrig bleiben, werden diese anhand der zuvor festgelegten Landesliste aufgefüllt."
Zuletzt wurde im Zusammenhang mit den unter die 50-Prozent-Grenze sinkenden Werten von FDP und CDU mit Blick auf eine gemeinsame Koalition über Überhangmandate diskutiert. Aber wie kommen die überhaupt zustande?
Der Wahlprofi hat eine einleuchtende Erläuterung: "Wenn mehr gewonnene Direktmandate durch die Erststimme vorhanden sind, als aufgrund der Zweitstimmen überhaupt zur Verfügung stehen."
Da die Direktmandate über eine Einzuggarantie verfügen, wächst dadurch der Bundestag dann. Oder wie es Jens Haub mit Augenzwinkern erklärt: "Dann werden eben noch ein paar Stühle dazugestellt."
Die Stimmabgabe erfordert keine zwei Kreuzchen. "Man kann durchaus auch nur eine Stimme abgeben." Zum Beispiel nur die Zweitstimme, wenn einem die Kandidaten nicht zusagen oder umgekehrt die Erststimme, wem die parteiliche Besetzung des Bundestages egal ist.
An die Nichtwähler gerichtet, sagt der Organisator der Wahlen in der Stadt: "Ich plädiere persönlich dafür, von dem Stimmrecht Gebrauch zu machen." Und nicht nur deshalb, weil er am besten weiß, wieviel arbeitet die Vorbereitung einer Wahl macht.
Wer die Wahlbenachrichtungskarte nicht mehr hat, muss sich keine Gedanken machen. "Entscheidend ist, dass man im Wählerverzeichnis steht." Ein Personalausweis oder Führerschein genügt.
Wer nicht nur wählen will, sondern auch an dem Erlebnis der Auszählung möglichst zeitnah teilhaben möchte, kann auf der Stadtseite im Internet die automatisiert einlaufenden Ergebnisse im Stadtgebiet verfolgen. Und wer aktiv Politikluft schnuppern will, ist am Sonntag ab 18 Uhr in den Konzertsaal des neuen Rathauses eingeladen, wo eine öffentliche Präsentation stattfindet. Auf zwei Leinwänden können die aktuellen Ergebnisse der Auszählung des gesamten Wahlkreises 174 (Gießen) sowie das Ergebnis für die Stadt verfolgt werden. Auf einem großen Bildschirm läuft das Bundesergebnis. Essen und Getränke sind für einen Unkostenbeitrag erhältlich.
Weitere Fragen zur Wahl beantworten Jens Haub (Tel. 0641-3061014) und sein Kollege Marco Usener (Tel. 0641-3061022).
www.giessen.de
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Aktualisiert ( Freitag, 25. September 2009 um 23:20 )
 
 
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