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VHC wandert auf La Gomera
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Mittwoch, 19. August 2009 um 17:12 - Gelesen: 10146 mal

Auf Schusters Rappen Kanarische Insel erkundet !
24 Wanderer des VHC und einige Gäste weilten auf La Gomera – Ein für alle Teilnehmer unvergessliches Erlebnis


Hirzenhain (V). Ein besonderes Wanderziel bot der VHC Zweigverein Hirzenhain seinen Mitgliedern und Wanderfreunden. Ziel war für zwei Wochen die zweitkleinste und zugleich wildeste Insel der Kanaren, La Gomera. Sie ist die Wanderinsel per excellence. Wer eine Erlebnis-Wanderreise abseits lärmender Touristenhochburgen suchte, der war mit diesem Urlaubsziel richtig beraten. Die Insel ist noch immer eine der ursprünglichsten und unzugänglichsten der Kanaren, die man am besten bei Wanderungen erleben kann. Mit ihren atemberaubenden Steilküsten, malerischen Palmenhainen, Terrassenfeldern und kleinen Siedlungen in den Tälern, prägen und dominieren dichte Lorbeerwälder im Bergland das Landschaftsbild. Trotz ihrer geringen Fläche von 369 qkm und ihrer vergleichsweise niedrigen Höhe (1487 m) vereint die Insel zahlreiche verschiedene Landschaftsformen auf engstem Raum. Bei neun geführten Wanderungen, mit örtlichem Wanderführer, und einer Busfahrt zu sehenswerten Orten, erlebten die Reiseteilnehmer den grünen Norden, das Zentrum mit dem Nationalpark Garajonay, den Osten, den schroffen, trockenen Süden und den roten Westen der Insel. Auf einsamen Hirtenpfaden erklommen die Wanderteilnehmer beeindruckende Aussichtspunkte. Im „ewigen Frühling“ des kanarischen Klimas gedeiht eine einzigartige Pflanzenvielfalt. Blumen und Kräuter bereicherten die Wanderungen durch ihre Farbenpracht und ihren Duft.
Die erste Wandertour führte hinauf auf den Garajonay, den höchsten Berg der Insel und weiter durch den mystisch umwobenen Lorbeerwald. Die nebelbenetzten Blätter, Moosflechten und alten Bäume die durch die Nebelfetzen erschienen, formten bei den Wanderern eine angeregte Fantasie von Zwergen, Elfen und Schutzgeistern einer unverfälschten Natur. Weiter führte die Wanderung hinab zur Eremita de Lourdes zu einer Rast, bevor man weiter nach El Cedro wanderte.
Den alten Vulkanschlot im Nordwesten der Insel erwanderte die Gruppe am nächsten Tag. Durch eine üppige Buschlandschaft führte die Tour zu den alten Dörfern Hormiga und El Tion. Entlang an Feldern und Blumenhainen ging es weiter zum Fuße des alten Vulkanschlotes Roque de Cano. Nach einer Pause begann der Abstieg, mit grandiosen Ausblicken auf die zerklüftete Landschaft La Gomeras bis hin zur Nachbarinsel Teneriffa mit dem Tede, nach Vallehermoso. Hier konnten sich die Wanderer auf der Plaza mit Speisen und Getränken stärken.
Die dritte Wanderung führte die Gruppe in den Süden durch das Canyonland von La Gomera vorbei an Palmen, Agaven, Feigen- und Mandelbäumen hinab in das verlassene Dorf Erquito. Auf einem Panoramaweg ging es hinauf auf eine Hochebene, die den Wanderern einen herrlichen Meerblick bot. Beim Abstieg in den Barranco de La Negra durchwanderte die Gruppe eine bizarre, fast alpine Gebirgslandschaft, deren tief abfallende Berghänge den einzigartigen Inselaufbau erkennen ließen. Nach einer Brotzeit wurde der Aufstieg auf einem eindrucksvollen Pfad hinauf zum Weiler Magna unternommen.
Von Valle Gran Ray, dem Standort der Wandergruppe, startete die Inselrundfahrt mit dem Bus zunächst zu einem Restaurant das von Cesar Manrique gestaltet wurde, aber jetzt leider nicht mehr geöffnet ist. Weiter ging es, quer über die Insel zum neuen Besucherzentrum von Las Rosas. Hier wurde den Teilnehmern unter anderem ein Film über die Entstehung der Insel, die Flora und Fauna sowie sehr wissenswertes über den Regenwald - den Nationalpark Garajonay – vorgeführt. Zur Mittagspause, mit typisch einheimischen Essen, ging es nach dem Besuch des Infocenters. Das schönste Dorf La Gomeras, Agulo, wurde besichtigt. Nach der Besichtigung von Agulo ging die Fahrt weiter über die Orte Hermigua, Chipude und in das Topferdorf El Cercado, wo jeweils Fotostops eingelegt wurden.
Die nächste Wanderung führte ausgehend vom Mirador de los Roques zur Schutzhütte Degollada de Tanque, die von den Vulkanschloten Roque de Ojila und Roque Agando bewacht wird. Durch einen Kiefernwald führte die Tour hinunter durch die herrliche Gebirgslandschaft von La Laja. Über einen alten Hirtenpfad stiegen die Wanderer wieder hinauf und genossen dabei die wunderbaren Ausblicke in den Barranco de San Sebastian. Auf dem Hirtenpfad, ausgehend von Igualero, wanderte die Gruppe entlang einer gewaltigen Schlucht, mit grandiosem Blick auf die Fortaleza, einem imposanten Tafelberg mit 1245 m. Nach einer Brotzeit am Fuße der Fortaleza machten sich einige der Gruppe auf und bestiegen, über einen teils alpinen Weg, die Fortaleza den heiligen Berg der Ureinwohner. Nach dem alle wieder wohlbehalten unten ankamen, wanderte man gemeinsam weiter nach Chipude, zu einer wohlverdienten Einkehr in einem Restaurant. Eine der nächsten Touren führte entlang der Nordküste von Hermigua nach Agulo. Ab hier hieß es mit guter Kondition hinauf über die „Rote Wand“ auf den Canada Grande (795m). Belohnt wurden die Wanderer, für den schweißtreibenden Aufstieg, mit fantastischen Fernblicken bis zu den Nachbarinseln Teneriffa und La Palma. “Benchijigua“ – das Palmental war das nächste Wanderziel. Durch eine bizarre Schlucht führte die Tour vorbei an Agaven, wilden Feigen- und Mandelbäumen hinab zu einer Kapelle zur Mittagsrast. Weiter führte die Wanderung vorbei an unzähligen Palmen, Terrassenfeldern auf einem alten Dorfverbindungspfad durch eines der schönsten Täler La Gomeras nach Pastrana, wo der Bus die Wanderer erwartete. Auf der Fahrt zum Hotel wurde noch Santiago und der neue Flughafen von La Gomera besucht.
Die beiden letzten Wandertouren führte die Gruppe über den Königsweg, ausgehend von La Calera hinauf in das Töpferdorf El Cercado und weiter über Las Hayas nach Arure, wo in der Bar bei Conchita die Königstour ihren feucht fröhlichen Abschluss fand. Einen letzten Höhepunkt bildete die Wanderung durch den Fabelwald. Die Tour führte auf verschlungenen Pfaden durch den Nationalpark Garajonay die noch einmal die Wanderer zu Fantasien anregte. Mit dieser Wanderung ging ein für alle Teilnehmer schöner und beeindruckender Wanderurlaub zu Ende, den man nicht so schnell vergessen wird.

Auf der Fortaleza

Wandergruppe auf dem Garajonay auf 1497m

Im Lorbeerwald

Eremita de Lourdes


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