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Millionenschaden durch Brand im Möbellager Sommerlad
Kreis Gießen - Wettenberg
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Mittwoch, 01. Juli 2009 um 23:33 - Gelesen: 9374 mal
Bis weit über die Kreisgrenzen hinaus war der schwarze Rauchpilz zu sehen, als ein Großfeuer am Mittwoch, 1. Juni, einen Teil des Möbellagers der Firma Sommerlad in Wettenberg vernichtete. Über 200 Feuerwehrleute kämpften mehr als drei Stunden gegen die Feuersbrunst an. Der Schaden wird mehrere Millionen Euro betragen. Das Feuer war vermutlich durch Reparaturarbeiten am Dach des Möbellagers ausgebrochen. Gegen 17 Uhr ging die erste Meldung von einem Feuer auf dem Gelände des Möbellagers "Am Augarten" unterhalb von Krofdorf-Gleiberg ein. Als die ersten Kräfte aus Wettenberg und kurz darauf die Gießener Berufsfeuerwehr eintrafen, schlugen bereits die Flammen aus dem Dach.

Die Brisanz dieses Feuers erkennend, ließen der Wettenberger Gemeindebrandinspektor Horst Marquardt als Einsatzleiter und der ebenfalls hinzugeeilte stellvertretende Kreisbrandinspektor Marcus Leopold Großalarm auslösen. Schwierigkeiten gab es am Anfang, genügend Löschwasser zu beischaffen. Erst als über Schlauchleitungen vom Ortsrand Krofdorf-Gleiberg und aus dem Tal aus dem neuen Gewerbegebiet gelegt waren, insgesamt zwei Kilometer, kam ausreichend Druck auf die Leitungen. Doch im Inneren des Lagers hatte sich eine derartige Hitze aufgebaut, dass ein Einhalten der Flammen nicht mehr möglich war. Nachdem das Matratzenlager vom Feuer vernichtet worden war, konnten die Flammen die Brandwand zum zweiten, mit Küchen vollgestellten Lager überwinden und auch dieses völlig zerstören. Immer wieder mussten Löschfahrzeuge umgestellt und aus der Gefahrenzone entfernt werden.

Nicht ungefährlich für die Einsatzkräfte waren die Explosionen dreier Gasflaschen, die von dem Dachdeckerunternehmen auf dem Dach standen. Marcus Leopold hatte von der Drehleiter aus die Flaschen inmitten der Flammen gesichtet und daraufhin die Leiter zurücknehmen lassen. Gerade noch rechtzeitig, denn kurz darauf explodierte mit einem lauten Knall eine der Flaschen, die anderen folgen später. Brenzlig wurde es für einen kurzen Augenblick, als sich die Feuerwalze der nur durch einen breiten Weg getrennten Betriebstankstelle näherte. Doch diese Gefahr konnte gebannt werden. Trotz allem gab es aber noch Glück im Unglück: Die Brandschutzwände und die Türen zu den übrigen Lagerstätten hielten der Hitze und den Flammen stand, so dass die Brandstelle sich auf die beiden, zusammen aber immerhin fast 10000 Quadratmeter großen Hallen beschränkt.

Wie durch ein Wunder wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Eine Verletzte gab es allerdings. Eine junge Radfahrerin unter den unzähligen Schaulustigen, die zum Augarten geeilt waren, war mit ihrem Fahrrad über einen Schlauch gestürzt und hatte sich erhebliche Blessuren zugezogen. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Feuers war Firmeninhaber Frank Sommerlad nach Wettenberg geeilt. Seine Sorge galt zunächst seinen Mitarbeitern. Als klar wurde, dass niemand verletzt worden war, galt seine zweite Sorge seinen Kunden, deren bestellte Waren nun ein Raub der Flammen geworden war. Beide Lager waren voll, so Sommerlad, der den Wert der verbrannten Matratzen und der Küchen auf rund zweieinhalb Millionen Euro schätzt. Über den Gebäudeschaden konnte er noch kaum Angaben machen, gab aber einen vagen Wert von 1,5 Millionen Euro an. Genauer konnte er sich am Abend die Brandstelle aber nicht ansehen. Dies war auch wegen der Einsturzgefahr der noch verbliebenen Hallenwände nicht möglich. Zudem hatte die Kriminalpolizei den Brandort sichergestellt.

Heute wollen Brandermittlungsexperten aus Gießen und des Landeskriminalamtes mit den Untersuchungen beginnen. Die Polizei schließt aber nicht aus, dass der Brand durch Arbeiten am Dach entstanden und das Feuer nach Arbeitsende ausbrach, wodurch es erst zu spät bemerkt werden konnte. Die Löscharbeiten dauerten aber noch bis in die späte Nacht hinein an. Dabei wurden immer wieder frische Kräfte weiterer Wehren aus dem Kreisgebiet hinzugezogen, um ihre erschöpften Kameraden abzulösen. Neben den Rettungskräften waren noch zahlreiche Vertreter verschiedener Behörden aber auch aus der Politik zur Brandstelle geeilt, um sich ein Bild über das Ausmaß des Feuers zu machen.


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