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Dr. Raabe entdeckt die Oasen der Welt
Main-Kinzig-Kreis - Gelnhausen
Geschrieben von: Bernd Kirchhübel
am: Freitag, 08. Mai 2009 um 10:06 - Gelesen: 11505 mal

Zum Bericht aus Berlin von Sascha Raabe, GT vom 08.05.2009

Neulich hat der Sascha Raabe auf der hinteren Bank des Bundestages einmal wieder den Mächtigen des Landes zugehört. Da ist ihm aufgefallen, daß sich der Peer Steinbrück ganz schön verändert hat. Der hat so richtig laut rumgeschimpft und der Sascha Raabe hatte schon Angst, daß der so einen roten Kopf hat, weil der Doktor ihm die falschen Betablocker gegeben hat. Deswegen hat der Sascha Raabe mal herumgefragt, was denn den Peer so wütend macht. Und da hat er folgendes erfahren:

Also, da gibt es Länder, die nicht nett sind zum Peer Steinbrück und seinen Freunden. Dazu gehört die Schweiz. Und Österreich, und auch Luxemburg und Liechtenstein. Und Burkina Faso auch. Weil die nämlich den reichen Deutschen, also den 1.500.000 Milliardären, die keine Steuern zahlen, helfen, daß es so bleibt. Also daß die keine Steuern zahlen. Und das finden der Peer Steinbrück und seine Freunde doof. Weil die ja Geld brauchen.

Zum Beispiel für die Renten. Es ist zwar eigentlich gar kein Geld in der Kasse und nach irgendwelchen Formeln, die der Sascha Raabe nicht versteht, müßten die Renten auch noch weniger werden. Aber die Renten müssen ja in diesem Jahr erhöht werden, weil den Peer Steinbrück und seine Freunde sonst nicht einmal mehr 25% der Leute, die zum noch Wählen gehen, auch wählen. Außerdem hat der Olaf Scholz ja auch noch mal gesagt, daß er findet, daß die Renten sicher sind. Und deswegen brauchen der Olaf Scholz und der Peer Steinbrück und auch der Sascha Raabe Geld aus der Steuerkasse.

Und zum Beispiel für den Opel. Weil der Frank-Walter Steinmeier neulich den Leuten vom Opel zugerufen hat, daß er sie nicht alleine läßt, aber dann doch wieder heimgefahren ist. Was der da wollte und was das bedeutet, weiß der Peer Steinbrück noch nicht so genau, aber er braucht dafür bestimmt auch ein bißchen Geld. Zum Dank haben die vom Opel schon mal angekündigt, daß sie dann auch wieder Autos unter der Marke „Wartburg“ bauen wollen. Ob sie dann noch das „VEB“ davor machen, muß noch mit dem Gregor Gysi und seinen Freunden verhandelt werden, weil denen die Bezeichnung „VEB“ ja aus historischen Gründen noch gehört. Außerdem hat der Kajo Wasserhövel ja so ein Plakat mit einem Fön entwerfen lassen. Darüber haben sich der Gregor Gysi und der Oskar Lafontaine bestimmt so geärgert, daß es noch mehr kostet.

Außerdem für die Bildung. Weil der Peer Steinbrück nicht müde wird zu erzählen, daß er in die Zukunft investieren muß. Also die Ausbildung von den Kindern und so. Und das geht nun mal nur mit dem Geld von den Reichen. Eigentlich müßte der Peer Steinbrück ja auch ein wenig mit dem Sparen anfangen, weil die Kinder, die heute ausgebildet werden sollen, ja später auch dem Peer Steinbrück seine Schulden zurückzahlen müssen. Daher überlegt der Peer Steinbrück auch schon lange, daß er die Bedeutung des Wortes „Sparen“ im Duden ändern lassen will und zwar in „zwar mehr Geld ausgeben als man hat, aber Schuld daran sind die, die mir das Geld nicht geben!“.

Und weil es diese doofen Länder gibt und weil der Peer Steinbrück seine Ausgaben, die er mehr machen will, ja bei den Reichen zusammensparen muß, hat er sich mal angeschaut, was die so in den letzten Monaten gemacht haben. Die haben sich also alle einen Schlips umgebunden und sind ins Casino gefahren und haben dort Roulette gespielt. Eingesetzt haben sie nichts und gewonnen haben sie viel. Die haben so geschickt gezockt, daß am Ende keiner der Mitspieler mehr einen Arbeitsplatz hatte. Und der Peer Steinbrück hat davon auch nichts abbekommen, Steuern und so. Weil die sind ganz schnell über die Grenze nach Burkina Faso gefahren und von dort aus in die Schweiz gereist. Da haben sie das Geld dann in ein Schließfach bei einer Bank getan und weigern sich nun, dem Peer Steinbrück und seinen Freunden zu sagen, wo der Schlüssel ist.

Darüber hat sich der Peer Steinbrück aber schon ganz lange ganz toll aufgeregt. Deswegen erzählt er auch immer mal was von der Kavallerie und Indianern, was die Schweizer in Burkina Faso irgendwie nicht lustig finden. Den Luxemburgern und Österreichern hat er den Spruch allerdings nicht reingedrückt, was daran liegt, daß die das noch weniger lustig finden könnten, weil da vor ein paar Jahren schon einmal ein paar Deutsche mit einer Art Kavallerie reingefahren sind und nicht freiwillig wieder gegangen waren.

Also ist der Peer mit seinen anderen Freunden mal zum G-20 Gipfel gefahren und hat da aber mal richtig Druck gemacht. Eine schwarze Liste hatte er auch dabei, da wollte er lauter böse Länder drauf schreiben. Die Angela Merkel war auch mit dabei. Aber die sagt ja nicht viel, weil niemand wissen soll, was die eigentlich will (das hat sogar der Sascha Raabe neulich schon nach fast vier Jahren gemerkt). Auf jeden Fall haben die dann alle beschlossen, daß Costa Rica, die Philippinen, Malaysia und Uruguay auf die schwarze Liste gehören. Die Länder kennt der Sascha Raabe, weil die meisten davon immer gegen Deutschland bei der Fußball-WM verlieren. Eigentlich wollten die auch noch die britischen Kanalinseln und die US-Staaten Delaware und Nevada ganz böse ausschimpfen, aber das fanden der Gordon Brown und der Barack Obama nicht so toll. An die Chinesen haben sich der Peer Steinbrück und die Angela Merkel und der Nicolas Sarkozy aber auch nicht so rangetraut, weil die schon mal geknurrt haben, daß sie sofort wieder wegfliegen, wenn einer was Böses über sie sagt. Deswegen haben die dann ganz einfach gesagt, daß ihnen die schwarze Farbe für die Liste ausgegangen sei und daß die Chinesen ja doch schon ganz schön viel Transparenz geschaffen hätten. Und wer vermutet in China schon ein Casino? Macao ist doch nur so ein Eis auf einem Holzstab.

Nachdem der Sascha Raabe das alles so gehört hat, und auch ganz schön viel davon verstanden, will er nun auch mal hier in seinem Wahlkreis erklären, warum der Peer Steinbrück immer so aussieht wie eine Baustellenampel. Weil die ja immer so schön knallrot leuchtet und auch immer so lange rot ist, wenn man im Feierabendverkehr eigentlich lieber heimfahren will anstatt davor zu warten.

Also hat er mal nachgeforscht und herausgefunden, daß also in der ganzen Welt so zwischen zwei und zwölf Billionen jährlich an Steuern hinterzogen werden. So genau wollte er es auch nicht eingrenzen, und bei so großen Zahlen kann man ja auch mal grobe Rundungen vornehmen. Auf jeden Fall schätzt der Sascha Raabe, daß dem deutschen Finanzamt mal so locker 100 Milliarden Euro an Steuern so verloren gehen. Und weil die alle ausschließlich in Oasen landen, müsse er diese Oasen zusammen mit dem Peer Steinbrück austrocknen, Steuerhinterzieher bekämpfen und Steuerflüchtlinge verfolgen.

Und weil das Austrocknen mit dem Fön nicht geht, weil der ja gerade auf dem Wahlplakat klebt, geht das besser mit einem Gesetz. Also hat der Sascha Raabe gesagt, daß der Peer Steinbrück da so ein Gesetz gemacht hat, mit dem das Austrocknen wirksamer geht. Also wer zum Beispiel „Geschäftsbeziehungen“ mit so einem bösen Land von dem G20-Gipfel hat, der muß dem Peer Steinbrück alles darüber erzählen und darf keine Geheimnisse haben.

Die Freunde vom Peer Steinbrück, die also mehr Geld fürs Sparen brauchen, haben erst mal reingeschrieben, daß die Reichen, also die mehr als 500.000 € verdienen, alle Zettel sechs Jahre aufheben müssen. Das hat zwar nix mit den Oasen zu tun, aber soll denen mal zeigen, wer hier das Sagen im Land hat!

Dann haben sie noch was ganz Tolles reingeschrieben und zwar so ungefähr: Also wenn das Finanzamt meint, daß jemand ein Konto bei einer Bank in so einem gemeinen Staat hat, der dem Peer Steinbrück und seinen Freunden keine Auskunft erteilt und immer wieder den Telefonhörer auflegt, weil er dem sein Geschrei nicht versteht, der muß unter Eid sagen, daß seine Steuererklärung aber auch so was von richtig ist. Damit soll der nämlich Angst bekommen, weil man unter Eid ja alles richtig sagen muß. Außerdem soll derjenige auch dem Finanzamt eine Vollmacht geben müssen, damit das Finanzamt dem seine Bank verklagen darf, damit die Bank sagen muß, daß es den eben doch kennt und ihn nicht zum ersten Mal im Leben gesehen hat!

Es gibt zwar so ein paar Menschen, die solche Gesetze doof finden und den Peer Steinbrück mittlerweile auch, aber der Peer Steinbrück, das meint zumindest der Sascha Raabe, legt nur den Finger in Wunden und spricht Klartext.

Jedenfalls findet der Peer Steinbrück, daß es an der Zeit ist, daß die bösen Menschen, die ihm das ihm zustehende Geld nicht geben wollen, per Gesetz dazu verdonnert werden müssen, ihre Bank durch ihn verklagen zu lassen, um so an die notwendigen Informationen zur Fluchtverhinderung zu kommen. Früher, in einem anderen ehemaligen Teil von dem Land, von dem der Peer Steinbrück, der Sascha Raabe und andere wenige meinen, daß es ihnen heute gehört, mußten sich die Behörden Wanzen einbauen, während die Mieter arbeiten waren, wenn man herausfinden wollte, wenn einer fliehen wollte. Dafür schießt man heute nicht mehr, wenn einer das Paradies verlassen will, versteht aber nicht, wieso so viele von den Reichen überhaupt in die Schweiz wollen, zu den Indianern.

Jedenfalls sagt der Sascha Raabe, daß der Peer doch das Geld braucht. Für die Schulen und die Straßen. Für die Kindergärten, und die funktionierende Justiz und natürlich auch für die Polizei. Und den Opel und die Rente und die Bildung natürlich. Deswegen ist der Sascha Raabe für den Peer Steinbrück und wir sollen es auch alle sein. Im Gegensatz zu den bösen Schweizern aus Burkina Faso.

Die sagen nämlich: „Indianer haben gar kein Bankkonto!“


Kommentare (2)Add Comment
Peter Kleinsorge
geschrieben von Peter Kleinsorge, Mai 11, 2009
Lach- und Sachgeschichten
Hallo Herr Kirchhübel,
guter Beitrag, habe mich köstlich amüsiert...
Grüße
Peter Kleinsorge
Und dann kommt das dickste:, wenig bewertet [Anzeigen]

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