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Investitionsstau „Zug um Zug auflösen“
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Freitag, 15. August 2008 um 10:24 - Gelesen: 7470 mal
Die Gießener Schulen kosten Geld, jede Menge Geld. Jahr für Jahr werden Millionenbeträge investiert, um die Gebäude zu erhalten, um Anbauten zu finanzieren oder die Ausstattung zu verbessern. Egal, welche Farbe die Stadtregierung hatte, immer wurde darauf geachtet, dass die Schulen in Ordnung blieben. So wurde unter einem Oberbürgermeister Manfred Mutz in den 90er Jahren über 50 Millionen investiert. Ähnlich viel Geld hat der für die Schulen zuständige Stadtrat Dr. Volker Kölb in den vergangenen fünf Jahren ausgegeben.

„Trotzdem gibt es noch einen Investitionsstau von 56 Millionen Euro“, berichtet Kölb. Die insgesamt 27 von der Stadt zu betreuenden Schulen, das ist ihm völlig klar, werden immer viel Geld kosten. Außerdem stünden Schulleitungen und auch Eltern mit immer neuen Forderungen praktisch ständig vor seiner Tür.  Die Zeiten, als an vielen Schulen nur über das Aufstellen von Klassencontainern der Raumbedarf zu decken war, sind vorbei. Heute stehen nur noch an drei Schulen Container, nämlich je zwei an der Brüder-Grimm-Schule und an der Helmut-von-Bracken-Schule sowie drei an der Theodor-Litt-Schule. Doch auch die werden bald verschwinden. Letztere ist ein Beispiel dafür, wie bei einem Anbau alles schiefgeht, was eben schiefgehen kann. Es handelt sich nicht um den Bau selbst, sondern seit weit über einem Jahr gelingt es nicht, die notwendige technische Ausstattung zu installieren. Allerdings präsentierte sich auch das Treppenhaus lange im Zustand des Rohbaus, denn ein beauftragter Fliesenleger hatte Konkurs angemeldet, und die nächste Firma kam einfach nicht. Da fiel ein Projektsteuerer wegen Krankheit aus, klappte Kommunikation zwischen Schule, Ämtern und Handwerkern nicht immer. „Jetzt hoffen wir, dass nach den Herbstferien alles fertig ist“, meint dazu Folkert Sauer, der Leiter des Schulamtes. Die Dimensionen der IT-Anlage sind allerdings auch gewaltig, denn im Anbau sollen allein 250 Endanschlüsse stehen. Damit gibt es dann in der gesamten Schule rund 500 Endanschlüsse, also fast so viele, wie im neuen Rathaus gebraucht werden. Das alles kostet viel Geld, nämlich 3,5 Millionen Euro für den Anbau und über 500 000 Euro für die IT-Anlage. Fertig ist der Neubau am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium. Die Container, die dort standen, sind verschwunden. „Diese sind von Schulen und Eltern als Übergangslösung immer akzeptiert worden“, berichtet Kölb.

Maßstab für alle baulichen Aktivitäten sind immer die Schülerzahlen. „Die sind in der Stadt stabil. Das gilt allerdings nicht für den Landkreis, denn hier gehen sie zurück“, stellt Kölb fest. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass plötzlich an einer Grundschule die Kinder knapp werden, wie das in Allendorf der Fall ist (siehe gestrigen Bericht sowie heute Seite 13). An anderen Schulen sind dagegen erhebliche Investitionen notwendig, um sie zu erhalten oder sogar auszubauen. Da müssten 16 Millionen Euro in die Herderschule investiert werden, zwölf Millionen in die Theodor-Litt-Schule und drei Millionen in die Brüder-Grimm-Schule. Bei allen anderen Schulen bleiben die notwendigen Sanierungskosten unter einer Million Euro. „Zug um Zug werden wir diesen Investitionsstau auflösen“, berichtet Kölb. Für die Gießener ist es ein Glücksfall dass durch den Abzug der US-Army deren Grundschule, die Elementary-School an der Grünberger Straße, frei wird. Für Kölb ist denkbar, dass die Helmut-von-Bracken-Schule mit ihren rund 250 Schülern hier einziehen könnte. Dadurch könne es Platz im Ost-Schul-Komplex geben, der dort gebraucht werde. Die Helmut-von-Bracken-Schule ist ein sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum, eine Sprachheilschule und eine für Kranke und Kinder, die Erziehungshilfen benötigen. Vor drei Wochen haben sich die Stadtverordneten die amerikanische Schule angesehen, die sich in hervorragendem Zustand präsentierte, praktisch sofort beziehbar ist. Hier existiert eine Ausstattung, wie sie in deutschen Schulen höchst selten zu finden ist. Allein die zahlreichen Spielmöglichkeiten überzeugen. Da gibt es eine Sporthalle, eine Bibliothek und weitere Fachräume.

Natürlich ist das alles auch eine Frage des Preises, denn das Gelände gehört momentan der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima). Die lässt momentan den Wert der Gebäude und des ausgedehnten Geländes schätzen. Erst danach könnte es zu konkreten Gesprächen mit der Stadt kommen. Vielfältig ist die Gießener Schullandschaft, die deshalb große Anziehungskraft auf den Landkreis ausübt. Damit gibt es auch eine kleine Einnahmequelle, denn für Schüler aus den Kreisgemeinden müssen Gastschulbeiträge gezahlt werden. „Selbstverständlich sind diese nicht kostendeckend“, meint Kölb, „aber dank der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis erhält die Stadt für die Oberstufenschüler und Berufsschüler einen erhöhten Gastschulbeitrag.


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