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Mülltoursimus in die Gemarkungen
Main-Kinzig-Kreis - Gelnhausen
Geschrieben von: Dr. Carsten Kettner
am: Montag, 02. März 2009 um 08:27 - Gelesen: 7028 mal
Es ist bemerkenswert, wie nach wie vor nochZeitgenossen Felder, Wälder und Auen nutzen, um ihren privaten Müll abzuladen. Es ist nicht nur bemerkenswert, sondern eine ausgesprochene Sauerei, wenn man sich drastisch vor Augen führt, daß Einheimische ihre eigene Heimatstadt mit Müll verschandeln - und nicht nur mit Müll, sondern auch mit Hundekot.

Was ist der Antrieb dieses Verhaltens?Rücksichtslosigkeit, Faulheit, gnadenlose Selbstgefälligkeit und Dummheit. Schade, daß die Wahrscheinlichkeit als Mülltourist erwischt zu werden so gering ist.

Dieses Verhalten ist auch unverständlich, denn es gibt reihenweise kommunale Angebote seinenMüll kostenfrei oder für ein geringes Entgelt zu entsorgen.Wenn der große Fernseher schon imAuto steht, wieso wird er anstatt zum Bauhof in die Nähe des Haitzer Sportplatzes gestellt? Wenn sich der Bauschutt schon auf dem Anhänger befindet, warum kann man diesen nicht kostengünstig auf die Deponie fahren?
Und warum können Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht per Hundekottüte entsorgen?

Dies sind alles Fragen, die einen mit demKopf schütteln lassen.

Auf der anderen Seite gibt es dann viele engagierte Freiwilllige, die in ihrer Freizeit denMüll ihrer Mitmenschen beseitigen, um weiterhin in einer lebenswerten Stadt zu wohnen. Hut ab vor diesen Leuten!

Es wäre auch eine bemerkenswerte Chuzpe der Müllsünder, die darauf spekulierten, daß einmal im Jahr "irgendwelche Deppen" die Gemarkungen aufräumten. Diese Spekulation würde die Situation vollends unerträglich werden lassen.

Es muß klar gemacht werden, daß Mülltourismus kein Kavaliersdelikt ist, sondern Umweltverschmutzung ist mit potentiell großer Gefahr für bspw. das Grundwasser. Leider werden die wenigen, die erwischt werden, nur mit Ordnungsgeldern belangt, die möglicherweise nicht einmal die legalenEntsorgungskosten auf Bauhof oder Deponie übersteigen. Hier sollten empfindliche Strafen ansetzen, auch für Hundehalter, die es zulassen, daß ihr Dorf zugesch.... wird.

Kommentare (5)Add Comment
Peter Kirch ACE Auto Club Europa e.V.
geschrieben von Peter Kirch ACE Auto Club Europa e.V., März 03, 2009
Umweltsünder schrecken vor nichts zurück!
Ich verstehe Ihren Unmut sehr gut, Herr Kettner. Die Müllschweine, dabei will ich die Tiere nicht beleidigen, treiben ihr Unwesen in allen Gegenden. Und wenn sie dann Wälder und Gemarkungen verdreckt und verschandelt haben, schaffen sie den "Rest" zu den Parkplätzen und Rastanlagen an den Autobahnen.
Peter Kleinsorge
geschrieben von Peter Kleinsorge, März 03, 2009
Umweltverschmutzung ist kein Kavaliersdelikt!
Hallo Herr Kettner,
ich verstehe Ihren Unmut sehr gut und kann Ihrem Beitrag nur uneingeschränkt zustimmen.
Mich erinnern die von Ihnen beschriebenen Bilder an die 70 er Jahre, da gab es schon einmal jede Menge wilde Deponien.

Ich würde mich freuen wenn diese Umweltschweine auch an diejenigen denken würden die unsere schöne Natur unverschandelt genießen wollen.

Und wenn das freiwillig nicht geht, muss mehr kontrolliert und bestraft werden.
Grüße
Peter Kleinsorge
Dr. Carsten Kettner
geschrieben von Carsten Kettner, März 04, 2009
Stärkung der inneren Einsicht
Hallo Herr Kleinsorge und Herr Kirch,

danke für Ihre moralische Unterstützung.
Vielleicht bin ich insgesamt zu anspruchsvoll; ich hoffe immer noch auf die innere Einsicht der Mitmenschen, daß sie sich eben nicht auf Kosten ihrer Umwelt austoben können. Dies betrifft nicht nur die illegale Müllentsorgung.
Ich wunderte mich bei dem GT-Bericht auch ein wenig darüber, daß von seiten der freiwilligen Aufräumer kein Kommentar zur Vermüllung abgegeben wurde. Das kann ich mir beim besten Wille nicht vorstellen, daß derart viele Leute kommentarlos uneigennützig sind und "unser Dorf soll schöner werden" spielen.

Was fehlt, sind unmissverständliche Stellungnahmen von allen Betroffenen, auch von Politik und Ordnungsbehörden.

Die illegale Müllentsorgung muß öffentlich geächtet werden, damit den "Entsorgern" klar wird, daß sie sich außerhalb der Gemeinschaft bewegen. Dies kann schon lehrreich sein und zur inneren Einsicht bewegen - ganz ohne Kontrolle.

Peter Kleinsorge
geschrieben von Peter Kleinsorge, März 04, 2009
...
Hallo Herr Kettner,
Sie haben vollkommen Recht, es fehlen die Stellungnahmen und die notwendigen Vorgaben aus der Politik. Die Ordnungsbehörden setzen die Vorgaben der Politik um bzw. überwachen deren Einhaltung.
Vor der letzten Kommunalwahl sind die Vertreter aller Parteien ausgeschwärmt und haben Begehungen zum Thema Sauberkeit gemacht, um sich bürgernah zu präsentieren. Die Frequenz der Begehungen hat nach der Stimmabgabe doch sehr deutlich abgenommen.

Ein Vorschlag meinerseits:
Starten Sie einen Aufruf, beispielsweise hier auf GT-Lokal, mit der Bitte um möglichst zahlreiche Unterstützung durch die Leserinnen und Leser.
Alternativ könnte dieses Thema auch direkt bei einer Bürgersprechstunde des Bürgermeisters angesprochen werden.

Wenn Sie wollen, würde ich Sie dabei unterstützen.
Viele Grüße
Peter Kleinsorge
Dr. Carsten Kettner
geschrieben von Carsten Kettner, März 05, 2009
Aufruf
Hallo Herr Kleinsorge,

die Idee mit dem Aufruf ist eine chic. Ich werde darüber nachdenken. Mein Problem ist, daß solche Dinge nachhaltig betrieben werden müssen, Eigendynamiken sehr schwer zu erzeugen sind und dies daher zeitaufwendig sein kann.

Ich bin jedeoch bereits vielfältig engagiert (u.a. auch bei den Energieverbrauchern Main-Kinzig) und meine zeitlichen Kapazitäten sind daher sehr begrenzt.

Insgesamt haben Sie recht: Es nützt nichts nur zu mosern, sondern man muß die Dinge, die einen stören, anpacken. In diesem Fall müßte ich aber wohl meinen Beruf aufgeben...

Grüße
C. Kettner

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