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Reduzierung der Postzustellung durch die Hintertür?
Main-Kinzig-Kreis - Gelnhausen
Geschrieben von: Dirk Schött SPD Hailer
am: Mittwoch, 07. Januar 2009 um 08:46 - Gelesen: 11215 mal
Es war ein Samstag in der Weihnachtszeit. Regelmäßig kamen in den vergangenen Wochen Briefe und Pakete an. Gerade in der Vorweihnachtszeit quillt der Briefkasten regelrecht über. Die bestellten Weihnachtsgeschenke treffen ein und der Handel möchte seine Last-Minute-Geschenke anpreisen. Aber diesen Samstag kam nichts … merkwürdig. Auch am darauf folgenden Montag war nichts im Briefkasten. Eigentlich schwer vorstellbar.

In der Diskussion im Bekannten- und Freundeskreis wurde diese Beobachtung bestätigt. Immer wieder gibt es Tage, an denen der Briefträger in der Straße nicht gesehen wurde. Woran mag das liegen? Zufall?

Anfang Dezember hatte die Post in einem Positionspapier die Überlegung angestellt, die Zustellung von sechs auf fünf Tage pro Woche zu reduzieren. Nach vehementen Protesten auch von der Bundesnetzagentur versicherte Vorstandschef Frank Appel schnell, dass es sich lediglich um interne Diskussionen handelt. Auch zukünftig werde an sechs Tage zugestellt.

Wie kommt es also, dass viele die Beobachtung machen, dass ihr Briefkasten häufiger leer bleibt? Ich habe die Vermutung, dass die Post diese Reduzierung längst durch die Hintertür eingeführt hat. Nicht so offensichtlich und nicht öffentlich. Es wäre ganz einfach: Man reduziert Mitarbeiter oder Stundenkontingente oder erhöht die Verteilbezirke. Das ganze wird dann dadurch kompensiert, indem die Verteiler angewiesen werden im Wechsel mal die eine oder andere Straße am Tag nicht auszutragen. So kommt dann die Post mal an dem einen Tag nicht und dann an einem anderen. Das hat den Vorteil, dass die Kosten gesenkt werden, aber es vom Kunden schwerer bemerkt wird.

So kommt es dann, dass Geschenke, Geschäftspost oder Amtsbriefe später ankommen. Darunter leiden müssen dann nicht nur Geschäftsleute, Privatpersonen und auch Behörden. Die Postzusteller müssen sich Beschwerden anhören und der Druck auf sie erhöht die Belastung noch mehr.

Ich bin mir nicht sicher, ob das nur meine begrenzte Wahrnehmung ist.
Deshalb die Frage an alle: Habt Ihr / haben Sie ähnliche Beobachtungen gemacht?

Sollte dem so sein, sind alle verantwortlichen Bundes- und Landespolitiker aufgefordert hier kritisch der Frage nachzugehen.


Kommentare (6)Add Comment
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geschrieben von Peter Kleinsorge, Januar 07, 2009
Folgen der Liberalisierung?!
Dass die Briefkästen in einigen Bezirken, an einigen Tagen, leer bleiben wurde im Herbst 2008 in den Medien thematisiert.
Ich selbst habe die Erfahrung, in Gelnhausen Mitte, bisher noch nicht gemacht.

Die Liberalisierung des Postmarktes wurde durch die EU-Kommission voran getrieben.
Meines Wissens ist die Postzustellung in Deutschland bereits seit 2008 liberalisiert, in einigen anderen Ländern soll dies 2011 erfolgen.
Die Grundversorgung war strittig, sollte aber an 5 Wochentagen auch in entlegenen Gegenden erfolgen.
Wie diese Grundversorgung sichergestellt wird sollte den einzelnen Mitgliedsstaaten überlassen bleiben. Die EU-Kommission versprach sich von der Liberalisierung ein Sinken der Gebühren und eine bessere Qualität.

Die Post hatte im Jahr 2008 versprochen die Grundversorgung an 6 Wochentagen zu gewährleisten. Ob die Post dieses Versprechen auf Dauer halten kann / will ist fraglich. Zumal wenn die Konkurrenten nur an 5 Tagen Post, zu günstigeren Tarifen, ausliefert.

Die zentralen Fragestellungen sind doch folgende:
1. Ist es in Deutschland gesetzlich verankert dass die Grundversorgung für alle Postzusteller an 6 Wochentagen sichergesstellt werden muss.
2. Wird deutsches Recht durch EU-Recht getoppt?

Wenn für weniger Geld eine bessere Leistung erbacht werden muss besteht immer die Gefahr dass dabei die Mitarbeiter auf der Strecke bleiben.
Dies kann sich in niedrigeren Löhnen oder größeren Zustellbezirken ausdrücken.
Solange dabei nicht gegen Gesetze oder Tarifverträge verstoßen wird ist es nicht möglich etwas dagegen zu tun, außer die Gesetze oder Tarifverträge werden geändert.

Was mich interessieren würde:
In welcher Form kann und will die Landes- und die Bundespolitik hier tätig werden.

Die Politik sollte sich vorher mehr Gedanken um die Folgen ihres Handelns machen.
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geschrieben von Kay Lindig, Januar 07, 2009
In Rothenbergen alles in Ordnung
Ich kann aus Rothenbergen ebenfalls berichten, dass der Postmann hier regelmäßig auch samstags kommt. Da sich in den Weiten des Netzes keine gehäuften Berichte über das Ausbleiben des Postmanns (oder der Postfrau) an Samstagen finden lassen, vermute ich in der Tat bedauerliche Einzelfälle.

Grundsätzlich würde es mich allerdings nicht wundern, wenn das tatsächlich irgendwann eingestellt wird. Und ganz ehrlich: Verstehen könnte ich es. Wir anderen wollen ja an Samstagen auch nicht arbeiten. Warum muss nun ausgerechnet die Post an Samstagen kommen? Noch dazu ohne Aufpreis? Andere Post- und Paketdienstleister liefern an Samstagen auch nicht aus. Wenn ich ein Paket mit DHL verschicke, dann wird dieses ohne Aufpreis auch an Samstagen zugestellt. GLS, DPD und UPS machen das entweder gar nicht oder nur gegen Mehrpreis. OK, Hermes kommt auch an Samstagen - dafür dauert bei denen die Auslieferung gefühlt 5x so lange als bei den anderen.

Ich bin jedenfalls zufriedener Postkunde, und werde es sicher auch noch sein, wenn sie samstags mal wirklich nicht mehr kommt.
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geschrieben von Dirk Schött SPD Hailer, Januar 08, 2009
Heimliches Vorgehen
Bevor das falsch verstanden wird. Ich bin mit unserem Postboten sehr zufrieden. Er ist der beste, den wir jemals hatten. Aber darum geht es mir nicht.

Ich habe den Eindruck, dass die Reduzierung heimlich geschieht. Nach Außen wird noch kommuniziert, dass an sechs Tage ausgetragen wird, aber eigentlich hat die Reduzierung längst stattgefunden.
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geschrieben von Matthias Wickert, Januar 08, 2009
In Hailer nicht in Ordnung
Gerade heute ist sie wieder einmal nicht gekommen, obwohl heute etwas im Briefkasten hätte sein müssen. In der jüngeren Vergangenheit kam es leider öfters vor. Einmal zwei Tage keine Post und dann der Briefkasten übervoll. Mal sehen wie es weiter geht!
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geschrieben von Bernd Kirchhübel, Januar 08, 2009
...
Kann Ihre Erfahrungen nur bestätigen, Herr Schött, da ich mit Sicherheit sagen kann, daß wir geschäftlich jeden Tag Post bekommen (sollten).

An drei Tagen vor Weihnachten kam gar keine Post, dafür am vierten die gesammelten Werke der vier Tage zuvor.

Mag mit der Weihnachtspost zusammen hängen, denn der Postzusteller heute darf ja auch die Pakete liefern und da die vor Weihnachten in der Regel stark zunehmen, bleibt halt auch mal die Briefpost liegen.

Im übrigen fällt mir in Gelnhausen (Ost) auf, daß sehr häufig die Zusteller wechseln mit der Folge, daß auch nicht sehr selten Post der Nachbarn im eigenen Briefkasten zu finden sind, oder der Zusteller nicht einfach an der Bürotüre klingelt, sondern bestimmt 5 Minuten aufwendet, um die Post in den schon vollen Briefkasten zu quetschen (es kam auch schon vor, daß vertrauliche Post einfach vor den Briefkasten auf die Mülltonne gelegt wird...)
Helmut Genge
geschrieben von Helmut Genge, Januar 13, 2009
Was ist nur aus der Post geworden?
Gestern in Bad Orb. Meine Nachbarin, Frau J., findet in ihrem Briefkasten eine gerichtliche Zustellung für den im gleichen Haus wohnenden Herrn Sch. die faslsch eingeworfen wurde, mit dem Vermerk "Persönlich zugestellt am 12.01.2009.
Man stelle sich vor, Frau J. sei im Urlaub und Herr Sch. verpasst deshalb eventuelle Einspruchsfristen.

So etwas darf es einfach nicht geben.
Ob Post, T-Com, T-Online oder T-Mobile, überall die gleiche Schlamperei ind Misswirtschaft. Da können wir noch so viele Regulierungsbehörden mit hunderten von Mitarbeitern beschäftigen, es wird und wird trotz aller Versprechungen nicht besser, sondern nur schlechter.

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