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Der Kinofilm „Kindeswohl“: Wie stehen Jehovas Zeugen zu Bluttransfusionen?
Wetteraukreis - Büdingen
Geschrieben von: Hans-Joachim Schalies
am: Montag, 24. September 2018 um 13:01 - Gelesen: 609 mal

Büdingen - In vielen Kinos in Westeuropa läuft jetzt der Kinofilm „Kindeswohl“ an. Demnächst wird er wohl auch in Büdingen und Nidda zu sehen sein. In dem Film geht es um Eltern, die an ihrem 17-jährigen Sohn keine Bluttransfusion zulassen, weil sie als Zeugen Jehovas dem biblischen Gebot, sich des Blutes zu enthalten, gehorchen wollen. Eine Richterin entscheidet aber für eine Bluttransfusion. Durch diesen Film sind Jehovas Zeugen ungewollt ins Gespräch gekommen.

 Wie sieht die Rechtslage in Deutschland aus? Bei Minderjährigen können Gerichte eine Bluttransfusion anordnen. Bei Jugendlichen, die ihren Standpunkt überzeugend darlegen können, stellen sich Gerichte aber oft auch auf die Seite der Jugendlichen.

 Das Blutverbot ist in der Bibel sehr gut dokumentiert. Hierzu nur drei Bibeltexte. Bereits Noah wurde folgendes Gebot in 1. Mose, Kapitel 9, Vers 4 gegeben:

„Nur Fleisch mit seiner Seele - seinem Blut - sollt ihr nicht essen“.

 Dieses Gebot wird Jahrhunderte später im mosaischen Gesetz noch einmal wiederholt und zwar in 3. Mose Kapitel 17, Vers 14: „Denn im Blut ist das Leben. Deshalb habe ich euch verboten, Blut zu essen. Jeder, der Blut ißt, muß sterben“, Gute Nachricht-Bibel.

 Auch im sogenannten Neuen Testament wird das Thema Blut noch einmal bekräftigt.

Daß es sich hierbei nicht nur um jüdische Speisevorschriften handelt, geht ganz klar aus dem Bibelbuch Apostelgeschichte, Kapitel 21, Vers 25 hervor.:

 „Wegen der gläubig gewordenen Heiden aber haben wir beschlossen und geschrieben, dass sie sich hüten sollen vor dem Götzenopferfleisch, vor Blut, vor Ersticktem und vor Unzucht“ (Neue revidierte Luther-Bibel).

 Hier ist eindeutig auch von Nichtjuden die Rede, die mit den jüdischen Speisevorschriften überhaupt nichts zu tun hatten.Auch bei einem historischen Konzil im 1. Jahrhundert wurde bestätigt, daß Gottes Gesetz bezüglich des Blutes immer noch bindend war. Außerdem wird hier auch nicht nur von Essen sondern von enthalten gesprochen. Im medizinischen Bereich gilt eine Bluttransfusion als eine Organtransplantation oder wird auch intravenöse Ernährung genannt. Daß Jehovas Zeugen aus gutem Grund an sich und ihren Kindern keine Bluttransfusion vornehmen lassen, zeigen viele Dokumentationen im Fernsehen aber auch auf Ärztekongressen. Ein Fernsehbeitrag lautete zum Beispiel: „Böses Blut - Gefährliche Bluttransfusionen“.

 Jehovas Zeugen können von sich in Anspruch nehmen, medizinische Wegbereiter für Operationen ohne Blutzufuhr gewesen zu sein. Durch ihre Krankenhausverbindungskomitees wird bei kooperativen Ärzten Kontakt aufgenommen, die ihren religiösen Standpunkt respektieren, ohne Fremdblut zu operieren. Einer von diesen ist Professor Oliver Habler, Chefarzt der Anästhesie im Nordwest-Krankenhaus in Frankfurt. In mehreren Patientenforen zum Thema „Operieren ohne Fremdblut - Transfusionen hat er das Verhalten der Zeugen Jehovas gewürdigt. Sie seien bei Vorgesprächen immer gut informiert und hätten bei Klinikbesuchen immer eine klare Vorstellung, was sie wollen. So habe man von Zeugen Jehovas viel gelernt. „Diese Erkenntnisse werden auch auf Nicht-Zeugen Jehovas übertragen, was auch zu einer gewaltigen Kostenreduzierung der Krankenhäuser führt“. Man sei generell zurückhaltend bei Bluttransfusionen geworden. Ein großzügiger Umgang mit Bluttransfusionen verschlechtere den Behandlungsbedarf. Deshalb verabschiede man sich auch immer mehr von Eigenblutspenden, auch wegen der Kostenineffektivität oder Unwirtschaftlichkeit.

 

Aber auch im Mathilden-Hospital in Büdingen gibt es mehrere Ärzte, die die Glaubensüberzeugung der Zeugen Jehovas respektieren. Zu erwähnen wäre zum Beispiel der Chefarzt, Dr. Rummel und sein Team, das schon seit vielen Jahren gut mit Jehovas Zeugen zusammenarbeitet. „Wir schätzen solche kooperativen Ärzte sehr“, so Hans-Joachim Schalies aus Büdingen.

 

Schon der bekannte Arzt, Professor Julius Hackethal, schrieb in seinem Buch „Auf Messers Schneide - Der Meineid des Hippokrates“auf Seite 218: „Die einzigen, welche die ungeheure Gefahr schon immer richtig gesehen haben, sind die Zeugen Jehovas, die gerade deshalb auch viel verspottete Religionsgemeinschaft. Man muß die Weitsicht ihrer Gründer bewundern. Geradezu grotesk ist es, daß es Gerichtsurteile gab, nach denen eine Verweigerung von Blutübertragun-gen aus Glaubensgründen ein strafwürdiges Vergehen ist. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß der Schulmedizin nicht die Therapiehoheit über Patienten übertragen werden kann, so wäre er durch die Zeugen Jehovas und die späte weltweite Bestätigung der Richtigkeit ihres Verbotes von Blutübertragung erbracht, die ja in krassem Gegensatz zum Glauben der Schulmedizinfüh-rer an das Blut als >>Beinahe-Panazee<< steht.“

 

Wenn demnächst auch in Büdingen oder Nidda der Film „Kindeswohl“ gezeigt wird, wäre es gut, sich auch an die in diesem Artikel gegebenen Darlegungen zu erinnern, die eindeutig aus medizinischer Sicht gegen Bluttransfusionen spre-chen. Wer sich näher über das Thema Blut informieren möchte kann ein kosten-freies Exemplar der Broschüre „Wie kann Blut dein Leben retten?“ auf der Website www.jw.org herunterladen (unter Bücher und Broschüren). Für Mediziner gibt es eine spezielle Rubrik: „Fachliteratur für Ärzte“ mit vielen Informationen über Operationsmethoden ohne Blut.

 

 

 


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