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„Summa, es ist faul Ding – Denn sie wissen nicht, was sie lallen"
Wetteraukreis - Büdingen
Geschrieben von: Hans-Joachim Schalies
am: Freitag, 11. August 2017 um 07:18 - Gelesen: 3718 mal

-Was Dr. Martin Luther über den Gottesnamen schrieb-

Im Hinblick auf das Lutherjahr und die bevorstehenden Feierlichkeiten zum 500jährigen Jubiläum am 31. Oktober 2017 wurden schon zahlreiche Publikationen zum Wirken Martin Luthers herausgebracht. Die umfangreichste Veröffentlichung ist die revidierte Übersetzung der Luther-Bibel. Weniger bekannt ist, wie Dr. Martin Luther über den Gottesnamen dachte. Dieser erscheint über 7.000mal im Urtext der Bibel und ist als Tetragramm oder Tetragrammaton bekannt.

 Die Buchstaben JHWH stehen für den göttlichen Namen, der als Jahwe oder Jehova wiedergegeben wird. Da die Juden nur Konsonanten aber keine Vokale schrieben, weiß man nicht genau, wie die Juden den Gottesnamen ausgesprochen haben und welche Ausdrucksform die richtige ist. Die Form von Jehova ist bereits seit dem Jahre 1278 bekannt und wurde von dem römischen Mönch Raymund Martini in dem Werk „Pugio Fidei“ (Dolch des Glaubens) benutzt. Zuerst in der Form von Yehoua, später als Jehova. Auch Dr. Martin Luther kannte den Gottesnamen. In der revidierten Luther-Bibel von 2017 heißt es in einer Fußnote zu 2. Mose, Kapitel 3, Vers 20: „Im Hebräischen steht hier der Gottesname JHWH.“

 Im Jahre 1526 sagte er in einer Predigt über Jeremia 23, Vers 1 bis 8: „Es hat die hebräische Sprache fast bei zehn Namen, damit sie GOTT nennt, unter welchen ihrer viel sind, damit sie GOTT von seinen Werken nennt. Aber dieser Name „Jehova“, „HErr“, bedeutet allein Gott, wie er ist in seinem göttlichen Wesen. Diesen Unterschied können wir in unserer Sprache nicht halten; wir Deutschen heißen’s alles Herr, und können das Wort „Herr“ nicht zwingen, dass es GOTT allein heiße; denn wir heißen einen Fürsten Herr, einen Hausvater heißt man auch einen Herrn; ist uns Deutschen fast gemein…Die andern Namen im Hebräischen werden nicht allein GOTT zugeschrieben, sondern (werden) auch zu (andern) Leuten gesagt; aber dieser Name „Jehova“, „HErr“, gehört allein dem wahren Gott….Aber dies Wort „Jehova“, wirst du nirgend finden einem andern, denn der göttlichen Majestät alleine zugeeignet“.

Im Jahre 1543 schrieb Luther in seiner charakteristischen Offenheit über die Juden:

„Daß sie nun vorgeben, der Name Jehovah solle unaussprechlich sein, wissen sie nicht, was sie lallen; meinen sie die Buchstaben, so kann’s nicht wahr sein, denn er heißt Jehovah. Und so kann er mit Federn und Tinte geschrieben werden, warum sollte er nicht auch mit dem Munde, der viel besser denn Federn und Tinte geschrie

genannt werden? Oder warum heißen sie ihn nicht auch unschreiblich, unleserlich, undenkerlich? Summa, es ist faul Ding.“

Schade, dass Luther trotz seines Wissens die Sache in seiner Bibelübersetzung nicht in Ordnung gebracht hat.

Auch in Büdingen und Umgebung gibt es Zeugnisse für den Gottesnamen. So kann man diesen auf einer Thorarolle in Form des Tetragrammatons im Heuson-Museum sehen. Auch im Büdinger Schloß gab es jahrelang ein Relikt, das den Gottesnamen in Form von Jehova  enthielt. Leider wurde dieses vorsätzlich aus der Wand gebrochen und dann gestohlen. Im Kaisersaal im Romanischen Haus von Gelnhausen gibt es zwei Bilder mit dem Tetragrammaton und dem Namen Jehova, ebenfalls auf einer Grabplatte in der evangelischen Kirche in Friedberg-Fauerbach.  In einer Publikation „Ueber die Glocken von Friedberg und Bad=Nauheim und Ockstadt“ von Prof. Dr. Karl Schmidt, erschienen im Jahre 1930 in der Bindernagelschen Buchhandlung, heißt es über die Inschrift der ersten Sonntagsglocke, auch Predigtglocke genannt: „Jehova wird in denen all, die hören werden meinen schal, das sie laufen an den ort, wo man höret gottes wort, alda zu wirken in der zeit, was sie bringt zur seligkeit“.

 

 

Das hebräische Tetragramm steht für den Gottesnamen, der über 7.000mal im Urtext der Bibel vorkommt. Dieses kann man auch auf einer Thorarolle im Heuson-Museum in Büdingen sehen.

 

 

 


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