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Liebe siegt über das Leid
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Hermann Menger
am: Montag, 21. November 2016 um 17:59 - Gelesen: 3141 mal
Die Geschichte eines afrikanischen Kindes namens „Hope“, aufgewachsen in den Slums von Ruanda, die ganze Hoffnungslosigkeit nach dem Tod des Vaters im Bürgerkrieg und seine wunderbare Rettung durch das Kinderhilfswerk „Compassion“ – all das verpackt in mitreißende Gospelsongs, konnten am Samstagabend die etwa 300  Konzertbesucher im Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde Gießen erleben. Die einzelnen Stationen im Leben von „Hope“ wurden in eindrucksvollen Songs und Balladen vertont und von der Gesangsformation „Gospelfire“ stimmgewaltig und mit sattem Sound vorgetragen. Unter der Leitung von Bandleader Helmut Jost (Bass und Vocals) spielten und sangen auch seine Frau Ruthild Wilson, sein Bruder Frieder Jost (Gitarre, Vocals), sein Sohn Ben Jost (Drums), sowie Eberhard Rink (Vocals, Akkordeon), Hauke Hartmann, Sarah Hartmann, Eva Schäfer, Leslie Jost, Timo Böcking, Michael Strunk. Als Moderator und Erzähler trat der bekannte Rundfunkjournalist Andreas Malessa in Aktion, der auch den „echten“ Hope namens Vital Nsengiyumua auf der Bühne interviewte. Vital studiert heute in Stuttgart Umwelttechnik und möchte einmal sein erlerntes Wissen in seinem Heimatland Ruanda anwenden. Obwohl er die Mörder seines Vaters und vieler Verwandter kennt, ist er nicht verbittert, sondern spricht davon, wie ihn schon seine Mutter lehrte, zu vergeben und den Hass nicht zuzulassen. Viele Fragen, die in den tiefgehenden Texten angesprochen wurden („Sind wir zu beschäftigt, um den Schmerz der Welt zu sehen? Was, wenn Gott das alles sieht? Was, wenn er das Unrecht sieht, wie kann er dann mit uns sein?“) bleiben offen. Andreas Malessa versuchte eine Antwort zu geben, indem er sagte: „Gehen Sie davon aus, dass Gott das alles sieht, dass er mit uns fühlt.“ Für ihn leitet sich Menschenwürde daraus ab, dass Gott als der Schöpfer jeden einzelnen Menschen als unverwechselbare Person kennt und liebt. Um eine Beziehung zu Gott zu bekommen, muss man sein Herz öffnen. In einem Lied heißt es: „Alles, was zählt, kann man nur mit dem Herzen sehen, öffne dein Herz, dann wirst du die Sprache des Herzens verstehen.“  Das bewegende Lied „Wie die Sonne über die Wolken, siegt die Liebe über das Leid. Gottes Liebe heilt die Wunden, weil nur Liebe die Herzen befreit“ wurde am Schluss des eindrucksvollen Konzertabends gemeinsam mit allen Konzertbesuchern gesungen. Der Überschuss des Konzertabends geht an das Kinderhilfswerk „Compassion“, dessen Direktor Steve Volke (Marburg) die Lieder mit eindrucksvollen Bildern und Videos aus Afrika untermalte.
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Aktualisiert ( Mittwoch, 23. November 2016 um 15:02 )
 
 
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