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VHC wandert im Dahner Felsenland
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Montag, 19. September 2016 um 09:38 - Gelesen: 6439 mal

Faszination  Dahner Felsenland

                                                                                                                                                                  Das Dahner Felsenland in der Südwestpfalz ist das facettenreichste Herzstück des Naturparks Pfälzerwald, wenn es ums Wandern geht, ein echter Hochkaräter.  Bizarre Felsgiganten aus  Buntsandstein, mächtige Burgruinen, Felsenburgen um die sich vielfach Mythen, Sagen und Legenden ranken prägen das Bild der Landschaft. Gemütliche Wanderhütten der Pfälzer Wandervereine (PWV) laden bei den Wanderungen zur Einkehr ein.   Wandern in der Südwestpfalz bedeutet, alles hinter sich zu lassen, der Wanderlust nachzugehen, sich auf neue Wanderpfade zu begeben und dabei die Natur erleben.                                                                                                                                                                  Unter diesem Motto „Faszination Wandern in allen Facetten“ hatte der VHC Hirzenhain seinen Mitgliedern und Wanderfreunden eine erlebnisreiche Wanderwoche im Dahner Felsenland angeboten. Unter Leitung des Vorsitzenden Adolf Zeisberger der auch bei zwei Wandertouren als Wanderführer fungierte, standen ein schöner Teil von Wanderungen auf Premium- und zertifizierten Wanderwegen rund um Dahn / Erfweiler auf dem Programm. Sechs der schönsten Touren haben die Wanderer des VHC in diesem Gebiet teilweise mit Wanderführern des PWV Erfweiler bewältigt und dabei 80 Kilometer zurückgelegt und einen Höhenunterschied im Auf und Abstieg von 2280 Meter überwunden.     Ausgehend vom Hotel „Kleine Blume“ in Erfweiler, in dem die 25 Wanderer untergebracht waren, ging es zunächst mit dem Bus nach Hinterweidenthal zur ersten Wanderung auf dem Premium-Wanderweg zum Teufelstisch.  Auf Forststraßen und schmalen schattigen Pfaden führte die Tour, vorbei an weiteren teuflischen Felsformationen der „Teufelsschmiede“ und der „Teufelsküche“ zum  „Teufelstisch“. Er ist das felsige Wahrzeichen der Südwestpfalz. Keines der bizarren Felsen wird häufiger fotografiert, als er. Auch die Wandergruppe macht hier ein Erinnerungsfoto und der Wanderführer erzählte die Sage vom Teufelstisch. Ausgehend vom Hotel führte die zweite Wanderung mit zwei Wanderführern des PWV zur Felsformation „Jungfernsprung“ bei Dahn. Die fromme Legende berichtet, das ein junges Mädchen, bedrängt von einem Förstersmann und als sie keinen Ausweg mehr fand bettet sie: „Mutter Maria hilf mir“, bevor sie  achtzig Meter in die Tiefe sprang. Wie von Engeln getragen kam sie unbeschadet unten an und wo sie den Boden wieder berührte entsprang eine Quelle die heute noch vorhanden ist. Weiter führte die Tour zum Elwetritsche-Felsen und Römerfelsen, grandiosen Buntsandstein-Formationen, mit  Ausblicken auf die Stadt Dahn und Erfweiler.  Mit Führung des PWV wanderte die Gruppe am nächsten Tag zum historischen Winterkirchel auf dem 460 Meter hohen Winterberg. Vorbei am Landschaftsweiher im Bottental, der mineralhaltigen Eibachquelle und weiter auf dem Liebespfad führte die Wanderung hinauf zum Winterkirchel und zum Wanderheim Dicke Eiche zu einer wohlverdienten Einkehr. Vorbei am Sorgenberg ging es zurück nach Erfweiler. Am Abend gab es einen Pfälzerabend mit Sagen, Geschichten und Anekdoten aus der Pfalz, erzählt von einem Mitglied des PWV, sowie Pfälzer-Flammkuchen vom Hotel.  Mit öffentlichem Verkehrsmittel fuhr man am darauffolgenden Tag nach Dahn um den 12 Kilometer langen Dahner Felsenpfad zu erwandern. Bizarre Steingebilde aus Buntsandstein und eine abwechslungsreiche Routenführung machen den Dahner Felsenpfad zu einem Sinnesrausch. Am Felsenpaar Braut und Bräutigam startete die Tour hinauf zum Wachtfelsen mit Ausblicken nach Dahn. Durch das romantische Wieslautertal, vorbei am Lämmerfelsen weiter zur Felsbarriere Büttelfels und dem Ungeheuerfelsen. Auf dem Sagenweg erreichte die Wandergruppe im Schneiderfeld die Dahner PWV Hütte zu einer verspäteten Mittagsrast. Gut erholt ging es weiter zum Elwetritschefelsen, zur grandiosen Felsenarena, dem Schwalbenfelsen mit Ausblicken auf Dahn und den toll geformten Schillerfelsen. In einer Eisdiele und Cafe´ fand in Dahn die einmalige Wandertour ihren Abschluss. Am Abend sorgte ein allein Unterhalter mit der Steirischen Harmonika die Wanderer mit Volks-und Wanderliedern die auch zum mitsingen einluden. Die Hanfels-Tour ein weiterer Premium-Wanderweg nahmen die Wanderer am nächsten Tag unter die Füße. Vom Hotel in Erfweiler führte die Wanderung auf schattigen Waldpfaden hinauf zum Hahnenfels und Hahnenberg. Hier offenbarte sich den Wanderern ein traumhafter Blick auf Erfweiler und über den Wasgau. Oben auf dem Kahlenberg bot sich den Wanderern ein eindrucksvoller Blick auf das Burgmassiv Alt-Dahn, einer weiteren Station dieser Tour. Das Dahner „Burgmassiv“ Altdahn-Grafendahn-Tanstein ist die größte Burganlage im Pfälzerwald. Die auf freistehenden steilen Felsen des Buntsandsteins erbaute Dreierburg ist  für den Wasgau eine typische Burganlage mit in den Felsen gehauenen Kammern, Gängen und Treppen. Die ältesten Teile der Burg stammen aus dem Anfang des 13. Jh. Ein Rundgang durch die weitläufige Burganlage wurde von den Wanderern unternommen, bevor es vorbei am Löffel- und Hebelfelsen zurück nach Erfweiler ging. Der letzte Wandertag im Pfälzerwald führte auf einem Teilstück des Busenberger Holzschuhpfads, von Erfweiler, zu dem kleinen Ort Schindhard, zum Hexenplätzel und vorbei am ehemaligen jüdischen Friedhof nach Busenberg zur Burgruine Drachenfels. Auf einem 150 Meter langen und 370 Meter hohen Sandsteinfelsen wurde die Burg erbaut. Der höchstgelegene Teil des Burgfelsen wurde zum Burgfried ausgebaut. Wegen seines Aussehens wird der Turmrest im Volksmund „Backenzahn“ genannt.  Die Anfänge der Burganlage sind weitgehend ungeklärt.  Nach einer Rast in der Drachenfelshütte des PWV wanderte man zurück, vorbei an der Fischwoogmühle nach Erfweiler.  Der Trifels ist die deutsche Kaiserburg schlechthin, sagenumwoben und geschichtsträchtig zugleich. Hier residierte einst der berühmte Staufer Kaiser Friedrich Barbarossa, hier wurde der nicht weniger berühmte Richard Löwenherz gefangen gehalten und hierher strömen Burgliebhaber. Auch die Wanderer des VHC machten auf der Heimfahrt  bei der Burg einen Stopp. Vom Parkplatz unterhalb der Burg Trifels führte eine Kurzwanderung hinauf zur Burg. Hier wurde die Gruppe bereits zu einer Führung durch die Burganlage erwartet.  Die Nachbildungen der Reichsinsignien: Schwert, Krone, Zepter und Reichsapfel werden in der Burg  aufbewahrt die man ausgiebig besichtigte. Überwältigt von  Trifels wurde die Heimreise angetreten.    Der Wettergott hatte es mit den Wanderern gut gemeint, an jedem Wandertag gab es zu den vielen Sehenswürdigkeiten einen blauen Himmel mit Sonnenschein. 

 

  Burg Alt-Dahn          am Winterkirchel

   am Teufelstisch                                                                                                            


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