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VHC auf den Azoren - Reisebericht-
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Samstag, 09. Juli 2016 um 15:21 - Gelesen: 5334 mal
Ein Hoch auf die Azoren

VHC Hirzenhain organisiert eine Reise mit erlebnisreichen Wanderungen

Ein besonderes Reise-und Wanderziel bot der VHC seinen Mitgliedern und Wanderfreunden. Ziel waren für zwölf Tage die Grünen Inseln Sao Miguel und Santa Maria mitten im Atlantik.   Insgesamt waren 25 Wanderer zu dieser Wanderreise aufgebrochen, um unter fachkundiger Führung, zwei der neun  Inseln auf Schusters Rappen zu erkunden.

Noch ist etwas Geheimnisvolles, etwas Unbekanntes, was um die Azoren schwebt. Man hört zwar im Wetterbericht von einem Azorenhoch oder Tief, doch was wirklich die grünen Inseln im Atlantik zeigen, das konnten die Wanderer bei  Wanderungen auf der Hauptinsel Sao Miguel, einer Stadtführung in Ponta del Gada und Wanderungen auf der Nachbarinsel Santa Maria sehen und erleben. Neun kleine Punkte sind es, mitten im Atlantik, weitab vom portugiesischem Mutterland. Vorallem in der Geschichte der Seefahrt hatten die Inseln eine große Bedeutung. Hier war eine der letzten Stationen wo man vor der weiteren Seereise nach Westen oder zurück nach Osten Trinkwasser auftanken konnte. Alle Inseln haben ihren eigenen Charakter und sind deswegen auch erstaunlich verschieden, aber jede ist vulkan-ischen Ursprungs die vor Millionen von Jahren aus der Tiefe des Meeres durch Vulkane geformt wurden. Im laufe der Evolution siedelten sich pflanzliches und tierisches Leben an. Doch es vergingen wiederum Jahrtausende, bis man von der Existens der Inseln wusste. Die Azoren waren und sind  immer noch Inseln zum Entdecken. Die schwimmenden Gärten im Atlantik, wie die Inseln der Azoren genannt werden, ist ganzjährig Blütezeit. Die Azoren sind vom wechselden Klima geprägt von Lufthochdruck mit Sonne aber auch starke Tiefdrucks mit extrem starkem Regen.

Auf dem Flughafen Ponta Delgada, auf der Hauptinsel Sao Miguel, sie ist mit 65 Kilometer Länge und 16 Kilometer Breite die größte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels, wurde die Gruppe von den Wanderführern Susanne Jahep und Wolfgang Walter erwartet, die sie mit den Worten: „Bemvindo a  Azores“, willkommen auf den Azoren, begrüßte.  Vom Flughafen ging es nun mit dem Bus entlang der Südküste, vorbei an der Hauptstadt der Azoren, Ponta Delgada nach Vila Franca da Campo der ehemaligen Hauptstadt zum Hotel für die nächsten Tage.

Entlang von  blühenden Hortensienhecken und Blicken auf die malerische Bucht von Vila Franca, führte die erste Wanderung ins Hochland um den Krater von Furnas. Unten am Furnassee angekommen, ging es durch einen Privatpark zu einem einsamen Wasserfall. Auf dem Rückweg zum Furnassee wurde noch die Kapelle „José do Canto“,  die sich ein portugie-sisches Ehepaar als Grabkapelle errichten ließ, besucht. Weiter führte die Wandertour rund um den See zu den Fumarolen, den heißen Schlammlöchern. Schon von Ferne schlug der Schwefelgeruch den Wanderern entgegen. An den Fumarolen angekommen unternahm man einen Rundgang bei den Quellen. In einem fest verschlossenen Topf werden Fleisch und Gemüse in das Loch versenkt, und nach drei bis vier Stunden ist das Essen fertig.   Hier wurde bereits das Mittagessen gegart, das die Teilnehmer später in einem Restaurant serviert bekamen, die Spezialität von Furnas, dass“ Cozido“. Auf dem Weiterweg ging es über den Pico do Ferro in die Kurstadt Furnas zu einem verspäteten Mittagessen, dem Cozido. Nach der Verkostung wurde eine Führung durch den 20 Hektar großen Terra-Nostra-Park mit unzähligen Tropischen Pflanzen unternommen.   Am darauffolgenden  Tag ging es, mit dem Bus entlang der Wasserscheide und  Weideland,  zu den Mühlentälern der Nordküste. In Praia da Fiola startete die Wanderung zu den Ruinen der ehemaligen Wassermühlen, entlang einer fantastischen steilen Küstenlandschaft zu einem einsamen Strand. Hier wurde eine Rast eingelegt bevor es weiter  nach Maia ging. Mit dem Bus fuhr man weiter zur Besichtigung der einzigen Teeplantage Europas. Am darauffolgenden Tag führte die Wanderung durch ein einsames Quellental mit anschließendem steilen Aufstieg zum Lagoa do Fogo,  Bei einem Vulkanausbruch 1536 entstand die gewaltige Caldeira, aus der sich später der Feuersee bildete. Der See  in fast 600 Meter Höhe ist der höchste von Sao Miguel. Leider konnten die Wanderer den See  nicht sehen, denn er hüllte sich in Nebel und Starkregen. Am nächsten Tag war der Flug von der Hauptinsel Sao Miguel auf die Nachbarinsel Santa Maria am späten Nachmittag. Es bot sich daher eine Erkundung der Hauptstadt der Azoren an. Ein Bus brachte die Wandergruppe zunächst zu einer Ananas-Plantage, die ausgiebig besichtigt wurde. Danach folgte die Stadtführung in Ponta Delgada. Hier befinden sich die Ministerien und der Verwaltungssitz der autonomen Provinz Azoren. Das attraktivste (Foto-)Motiv der Stadt ist das Stadttor mit seinen drei Bögen. Prächtige Kirchen und Gebäude im Manuelinischen Stil  prägen die Stadt. Voll schöner Eindrücke startete man vom Flughafen Ponta Delgade mit einer kleinen Maschine der SATA auf die nur 200 Kilometer entfernte, älteste Insel der Azoren, Santa Maria. Diogo de Silves soll 1427 am Namenstag der Gottesmutter die Insel entdeckt haben, was ihr den Namen Santa Maria bescherte. Die Insel ist nicht sehr spektakulär, da brodelt nichts, da gibt es keine Caldeira und keine Vulkanausbrüche, im Westen flach, im Osten gebirgiger, und der höchste Berg der Pico Alto ist nur 587 Meter hoch.  Die erste Wanderung auf der Insel führte die Wanderer hoch über den Buchten auf alten Saumpfaden von Vila do Porto, durch eine grüne Hügellandschaft und bunten Dörfern,  nach Praia Formosa. Vom Pico Alto, dem höchsten Punkt der Insel, führte die darauffolgende  Wanderung durch alle Vegetationszonen hinunter zur Küste in den kleinen Ort Anjos. Auf der halben Strecke durchquerte die Gruppe sogar eine rote Wüste die an Namibia in Ostafrika erinnert. Die rote Tonerde wurde viele Jahre von den Töpfern der Insel für den Eigenbedarf abgetragen. Kurz vor dem Erreichen der Küste genossen die Wanderer, von den immer noch 200 Meter hohen Klippen, einen Fernblick auf das Wegziel.   Anjos, dem ältesten Ort der Insel, war schon in Zusammenhang mit der Landung von Kolumbus die Rede. Als die Wandergruppe den Ort erreichte viel der erste Blick auf das moderne Kolumbus-Denkmal von 1993.  Von der ältesten Kirche Santa Marias, wenn nicht der Azoren überhaupt, in der Kolumbus mit seiner Mannschaft auf der Rückfahrt von den karibischen Inseln, ein Dankgebet gesprochen habe, ist nur noch ein Basalttor vorhanden. Daneben steht eine neue Kirche, die von der Gruppe besichtigt wurde. Der letzte Wandertag auf der „Sonneninsel“ Santa Maria war leider verregnet. So entschloss man sich vor der Wanderung  die Handwerks-Kooperative in Santo Espirito zu besuchen. Hier wird vor allem die Weberei gelehrt aber man bekommt auch köstliches Brot und Gebäck aus der eigenen Bäckerei. Trotz Regen startete die Tour von Santo Espirito nach Maia. Einige unentwegte wanderten bis zum Endpunkt, eine weiter Gruppe brach die Tour ab und wanderte zurück zum Ausgangsort. Nach der Wanderung  mussten die meisten Wanderer das Regenwasser aus den Wanderschuhen auslehren. Am frühen Morgen des nächsten Tages ging es mit SATA Flug wieder auf die Hauptinsel Sao Miguel. Hier erwartete der Bus die Wanderer zur Fahrt in das westliche Kratermassiv zu den beiden Zwillingsseen Lagoa Azul und Lagoa Verde, dem blauen und grünen See. Ab Sete Cidades startete eine schöne Wanderung entlang der Seen bis hin zum Tunnel Mosteiros. Auf der Rückfahrt zum Hotel in Vila Franca besuchte man noch das Geologische Museum mit sehr interessanten Erklärungen über die Entstehung der Azoren Inseln. Da am nächsten Tag ein Tiefdruckgebiet über der Insel war, teilte sich die Gruppe. Einige fuhren nach Furnas zum Baden in den heißen Quellen, ein andere Gruppe wanderte von Vila Franca hinauf zur Wallfahrtskapelle „Nossa Senhora da Paz“ und eine weitere Gruppe unternahm eine Wandertour auf dem  Spassweg im Gebiet Remedios. Die letzte Wanderung führte  in den Süd-Osten der Insel Sao Miguel nach Faial da Terra, durch einen Dschungelwald zum Wasserfall „Salto do Prego und weiter durch den Urwald im stetigen Auf-und Ab, auf schlammigen und matschigen Pfaden, hinauf zu einer Straße wo der Bus die Wandergruppe abholte. In Faial da Terra kehrte die Wanderer zu einer wohlverdienten Rast in einer Taverne ein. Auf den beiden Inseln legten die Wanderer eine Strecke von  108 Kilometer zurück. Im Aufstieg 2890 Meter und im Abstieg 3330 Meter.  Voller schöner Eindrücke und Erinnerungen an die Azoren –trotz des nicht so schönen Wetters-, es fehlte das Azorenhoch, wurde die Heimreise nach Hessen angetreten.

 

  an den heißen Quellen in Furnas                                          
   

 

 

 

an den Fumarolen; hier wird der Eintopf "Cozido" gekocht

 

 

 

 in der Kooperative

 

 

 

  Kolumbusdenkmal in Anjos

 

 

 

 

  Stadttor in Ponta del Gada


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