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Evolutionstag 2015
Main-Kinzig-Kreis - Bad Orb
Geschrieben von: Achim Stößer
am: Montag, 23. November 2015 um 19:42 - Gelesen: 6623 mal
Evolution der Religion

Am 24. November jeden Jahres, dem Tag der Erstveröffentlichung von Charles Darwins The Origin of Species (dt. "Die Entstehung der Arten"), ist Evolutionstag. Spätestens seit Darwin kann jedem klar sein, dass es keine Götter braucht für die Entstehung all der Tierarten (einschließlich der Menschen). Die Evolutionstheorie, betonen Kreationisten, ist eine Theorie. Das ist richtig, doch die Evolution ist eine Tatsache (deren Ursachen durch die entsprechende Theorie beschrieben werden, die ohne Götter auskommt), so wie die Gravitation eine Tatsache ist (und die Gravitationstheorie ohne unsichtbare kleine Elfen auskommt, die uns zu Boden drücken und ohne dass die Sterne am Himmelszelt festgenagelt sein müssten).

Bemerkenswert ist dabei, dass Meme, seit wohl hundertzwanzigtausend Jahren auch defekte Meme wie die Religion, analog zu Genen evolvieren: Zufall, der zur Mutation führt (also abweichenden Sekten - wer weiß, wie die Welt heute aussähe, wenn der wesentlichste Erfinder des Christentums, Paulus, nicht unter einer herrischen Mutter zu leiden gehabt hätte oder seine Avancen von seiner Nachbarin nicht abgewiesen worden wären oder was immer seine misogynen Tiraden ausgelöst haben mag, die sich noch heute v.a. im Katholizismus manifestieren), Selbstreproduktion ("Missionieren", vor allem aber Indoktrination der Kinder), Selektion und Anpassung an Umgebungsbedingungen (die durchaus positiv sein können, wenn z.B. entgegen der ursprünglichen Meme auf Druck von Humanismus und Aufklärung ein Rückzug stattfindet, oder auch durch die Wissenschaft, etwa, wenn die Zahl der Jungerde-Kreationisten schrumpft, auch wenn dabei die derjenigen, die die Evolution als göttliches Wirken halluzinieren, wächst) und Überleben der Bestangepassten. Die geeignetste Anpassung können etwa die schärferen Reißzähne sein - Ethik bleibt außen vor: das Streben nach Erhalt des eigenen Mempools kann durchaus das Töten anderer beinhalten (von "Gott" bzw. seinen Ghostwritern in den "Heiligen Schriften" wie Torah, Bibel oder Koran nicht ohne Grund angeordnet). So wie es dominierende wie auch ausgestorbene Arten gibt, gibt es dominierende (derzeit die abrahamitischen) und ausgestorbene Wahnsysteme. Alltäglich geht die Sonne auf, auch ohne die dazu eigentlich erforderlichen atztekischen Menschenopfer.

Napoleon befragte, so heißt es, den französischen Mathematiker Pierre Simon Laplace zu seinem fünfbändigen Werk über das Sonnensystem, warum er darin nicht einmal Gott als Schöpfer des Universums erwähnte, worauf Laplace antwortete: "Ich bedurfte dieser Hypothese nicht."

Und so ist es um so absurder, wenn Bundekanzlerin und Pfarrerstochter Merkel in ihrem religösen Wahn Atheisten beleidigt, indem sie die Gotteskrieger, die die Anschläge in Paris durchgeführt haben, "gottlos" nennt. Es war schon immer Sitte der Gläubigen, die Gläubigen anderer Sekten als "gottlos" zu bezeichnen. Bekanntestes Beispiel dürften die Nazis sein, denen trotz einer vor Gott triefende Schrift ("Mein Kampf"), Kohabitation mit Papst, Bischöfen und Pfarrern, Luthers antisemitischen Hetzschriften in Schulbüchern, Gott auf den Wehrmachtskoppelschlössern usw. bis hin zur christlichen Nazi-Fluchthilfe nach dem Krieg ("Rattenlinie") gern Atheismus angedichtet wird. Gottlos werden muslimischen Terroristen dadurch jedoch nicht - im Gegenteil, ohne ihre Religion gäbe es weder die Terroranschläge von Moslems noch die christlichen.

Immer wieder wird betont, dass IS nicht "der Islam", KKK nicht "das Christentum" sei. Aber die SS ist auch nicht "der Faschismus". Alle Moslems für die Terroranschläge von IS bzw. Boko Haram verantwortlich zu machen ist so, als ob man alle Nazis für die Gaskammern verantwortlich macht (nur wegen "Mein Kampf") oder alle Katholiken für die Hexenverbrennungen (nur weil Gott laut den Bibeln, die sie auch heute noch verbreiten, deren Tod befohlen hat). Fakt ist, dass es all das ohne die Masse der "Mitläufer", die der Nährboden dafür sind, nie gegeben hätte.

Es bleibt bei der Faustregel: je weniger Gläubige sich an ihre Religion halten, desto besser für alle (Menschen und andere Tiere).
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