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VHC wandert in Transsylvanien (Siebenbürgen)
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Dienstag, 14. Juli 2015 um 17:26 - Gelesen: 9106 mal

Betört von der Schönheit der Natur in Transsylvanien

Ein besonderes Urlaubs- und Wanderziel bot der VHC Hirzenhain seinen Mitgliedern und Wanderfreunden.  Ziel war für 12 Tage „Transsylvanien“  das: Land hinter den Wäldern in Rumäniens  Südkarpaten, im Nationalpark Königstein.  Insgesamt waren 29 Wanderer zu dieser interessanten  Reise aufgebrochen, um unter fachkundiger Führung  einen Teil Siebenbürgens bei den Wanderungen und Besichtigung der ehemaligen Städte und Dörfer mit den Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen zu erkunden.  Am Zielflughafen in Bukarest wurde die Gruppe bereits von Hermann Kurmes empfangen und zur ersten Übernachtung ins Hotel in Bukarest begleitet.                Am nächsten Tag ging es zu einer ausgiebigen Stadtführung in  Bukarest der Hauptstadt Rumäniens. Sie ist mit rund 2 Millionen Einwohnern kulturelles,  kommerzielles und industrielles Zentrum des Landes. Gegründet 1459 war sie Residenz der Fürsten der Walachei. Im 19.Jh. wurde Bukarest bereits das kleine Paris des Ostens genannt, denn es entstanden viele Paläste im französischen Stil, die man heute noch sieht. Leider hat der größenwahnsinnige,  sozialistische Diktator Ceausescu, der von 1956-1989 das Land regierte, ein drittel des alten Stadtzentrums abgerissen um seinen Traum zu verwirklichen, das größte Gebäude Europas, den Parlamentspalast zu bauen. Im Volk heißt er Palazzo-Protzi.   Am Rande der Stadt Bukarest befindet sich ein Freilichtmuseum  mit unzähligen, gut erhaltenen, jahrhundertealten  Bauernhäusern und Holzkirchen aus unterschiedlichen Epochen und Gebieten Rumäniens.  Nach der Besichtigung des Dorfmuseums ging es mit dem Bus durch die Walachei in den Nationalpark Königstein.      Im Nationalpark Königstein, mit einer Fläche von nahezu 15000 Hektar, liegt die Pension „Vila Hermani“  im Dorf Magura auf ca.1000m Höhe  in dem die Wanderer sechs Tage mit traditioneller siebenbürgischer Küche und in gemütlicher Atmosphäre  hervorragen untergebracht waren.  Von beeindruckender Schönheit ist der 25 Kilometer lange Kamm des Königstein-Massivs, die zweit größte Gebirgskette Europas,  und das Bucegi-Gebirge in denen die Wanderungen unternommen wurden. Als Wanderführer fungierten Hermann und Katharina Kurmes  die Besitzer der Vila Hermani und Thomas Oynlzen alles hervorragende Kenner des Naturparks und des Königstein-Massivs.    Die erste Wanderung führte ausgehend von Magura über blühende Wiesen mit einer hohen Anzahl  endemischer Pflanz, auf die die Wanderführer hinwiesen, hinauf zu den Hochalmen  unter dem Königstein zu einer traditionellen Schäferei auf 1500m. Der Abstieg erfolgte durch die imposante Zernester Schlucht.      Zum Bärenreservat, Europas größter Rettungseinrichtung für Braunbären aus Gefangenschaft, ging es mit dem Bus nach Zarnesti. Durch einen kleinen Teil des 70 Hektar großen Areals, eine Fläche, in der der Berliner Zoo zweimal reinpasst,   leben über 60 Braunbären.  Jeder einzelne wir kastriert und untersucht bevor er in das große Freigehege darf. Die Tiere können nicht wieder ausgewildert werden, weil sie in den rumänischen Karpaten  nicht lange überleben würden. Sie haben nie gelernt zu jagen und ihr Territorium   zu verteidigen. Nach der kleinen Wanderung durch das Freigehege wanderte die Gruppe weiter durch eine einzigartige Landschaft in das Dorf Wolkendorf. Unterwegs wurden die Wanderer mit einem Picknick überrascht, das Katharina Kurmes mit ihrem Personal für die Wanderer vorbereitet hatte. Nach der Stärkung mit Brot, Wurst, Käse und Wein ging es weiter nach Wolkendorf (Vulcan). Wanderführer Hermann berichtete, das er hier geboren und aufgewachsen ist, bevor er mit seiner Familie nach Deutschland auswanderte. Dank der guten Beziehungen von Hermann wurden die Wanderer von der örtlichen evangelischen Kirchengemeine und dem Pfarrer zu Kaffee und Baumkuchen in die Kirchenburg eingeladen. Eine Besichtigung der Wehrkirche mit dem Pfarrer schloss sich nach der Kaffeepause an.   Durch die imposante Zernester Schlucht mit ihren steil aufragenden Felswänden und  einem gewaltigen Aufstieg zu bewirtschafteten Curmatura Berghütte auf 1470m wanderte die Gruppe am nächsten Tag. Einige der Wanderer wagten den Aufstieg von der Hütte hinauf zum Kleinen Königstein (1800m). Belohnt wurden die Wanderer mit grandiosen Ausblicken auf das Königstein Massiv. Über saftig grüne Almwiesen ging es wieder hinab zum Ausgangspunkt der schweren aber wunderschönen Tour.  Der fünfte Wandertag führte von Magura aus über einen Höhenrücken auf etwa 1500m wieder hinab nach Bran zur Törzburg, die als Schloss des Grafen Dracula  berühmt geworden ist. Die Törzburg  thron hoch auf einem Felsen und wurde 1377 als Zollburg erbaut, denn in Bran befindet sich der Grenzpass zwischen der Walachei und Transsylvanien. Nach der Führung durch die Burg, der Wandergruppe ist Graf Dracula nicht begegnet, ging es mit dem Bus zurück nach Magura.          Typisch rumänisch war eine Fahrt in Pferdewagen  ins Burzental am nächsten Tag zur Spurensuche.  Im Burzental stiegen die Wanderer  hinauf auf einen Bergrücken zur Spurensuche von Bären, Wölfen und Luchsen, die alle in diesem Gebiet zu Hause sind und weiter zu einer Einsiedelei von orthodoxen Mönchen und einer Felsenkapelle aus dem Mittelalter.  Am Ende der Wanderung erwarteten die Wanderer  die Pferdewagen, die alle wieder wohlbehalten in das zivile Leben zurück brachten. Der Tag des Abschieds von Magura war gekommen. Mit dem Bus führte die Reise nun weiter zur Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen und zu authentischen Plätzen in der Region. Über Kronstadt (Brasov), Deutsch-Weißkirch (Viscri) und Radeln (Roades), hier unterhält der Sänger Peter Maffay der in Siebenbürgen geboren ist und mit 14 Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland auswanderte, ein Kinderdorf. Nach der Besichtigung der Orte mit ihren Kirchenburgen ging es ins Hotel  nach Schäßburg. Am nächsten Morgen, es war Sonntag, nahm die Gruppe an einem evangelisch / rumänischen Gottesdienst in deutscher Sprache teil, bevor es zu einer Stadtführung durch das historische Schäßburg ging. Das historische Zentrum ist seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe und stellt mit seinen Gebäuden  eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit dar. Gegründet wurde die Stadt im 12.Jh. von Siebenbürger Sachsen. Über Birthälm und Mediasch, mit besuchen der Kirchenburgen, führte die Fahrt weiter nach Hermannstadt, Europas Kulturhauptstadt 2007.  Eine ausgiebige Stadtführung in Hermannstadt sowie eine Tageswanderung im Zibinsgebirge wurde hier unternommen. Ein besonderes Erlebnis des letzten Tages der Reise war ein Halbtägiger Badeaufenthalt an den Salzseen von Salzburg (Ocna Sibiului) die einen Salzgehalt fast wie das Tote Meer haben. Die Reise fand einen gemütlichen Ausklang bei einer Schäferfamilie mit einem rumänischen Abendessen mit reichlich Wein und hochprozentigen Getränken.“ Land des Segens….“ heißt es im Siebenbürger Lied, Siebenbürgen ist ein Land von dem die meisten der Gruppe vor der Reise allenfalls den Namen gehört hatten. Aber jetzt  voller schöner Eindrücke und Erinnerungen an Siebenbürgen und Transsylvanien nach Hessen zurück kehrten.  

 

  Bukarest Stadtführung

 

 

 

Auf den Almen unter dem Königsteinmassiv

 

 

 

  Braunbären - Reservat

 

 

 

  Törzburg in Bran: das Schloss von Dracula?

 

 

 

Mit Pferdewagen ins Burzental

 

 

 

  Sibiu = Hermannstadt seit 2007 Kulturhauptstadt                                                                                

 


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