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Als wir in 2005 zum ersten Mal zum Herbstzauber einluden
Kreis Gießen - Hungen
Geschrieben von: Bernd Schröder
am: Montag, 15. September 2014 um 19:37 - Gelesen: 4283 mal

Als wir in 2005 zum ersten Mal zum Herbstzauber einluden, wollten wir das einfach machen, weil unser Garten schön war. Wir wollten ihn anderen Leuten zugänglich machen, so wie es in unseren Nachbarländern lange Sitte ist. Alles war noch sehr unorganisiert. Wir luden einfach ein und stellten unsere Blumen aus. Die Resonanz war riesig. Schon bei der ersten Ausstellung kamen fast 500 Besucher. Frau Maresch vom Kreis Anzeiger hatte uns einen super Artikel dazu geschrieben. Noch heute begleitet sie unseren Garten als Pressevertretung des KA. Die Besucher waren alle begeistert über die Schönheit unseres Gartens und die Arbeit, die wir hineingesteckt hatten. In dieser Begeisterung schlug man uns vor, auch im Frühjahr den Garten wieder zu öffnen. Wir kamen dem Wunsch unserer Gäste entgegen. Wir willigten ein und versprachen zum nächsten Frühjahr ein Narzissenfest. So hat die Geschichte von „Anneroses Garten“ begonnen.

War bis dahin der Garten eher noch etwas „wild“ gewesen, räumten wir auf und legten noch Wege und Zäune an. Wir verschönerten die Beete, sowohl in Gestaltung, als in der Bepflanzung. Wir strengten uns an. Das Ziel war, den Garten ganzjährig für Besucher und Liebhaber zu öffnen. Seit 2006 kann man Anneroses Garten als privates „Touristisches Ziel“ ansteuern. War es anfangs im Vogelsberg noch schwer gewesen, den Angestellten der Tourismusbüros begreiflich zu machen, dass es einen „Geöffneten Garten„ in der Gemeinde Schotten gibt, in den man Touristen schicken konnte, ist das heute kein Thema mehr. Anneroses Garten ist voll integriert in die Tourismuswerbung Schottens und der Region Vogelsberg. Der Garten fehlt in keiner Internetplattform und wird öffentlich beworben. Er fügt sich ein in den sanften Tourismus der Region. Er wird von vielen Organisationen und Vereinen angesteuert, die beispielsweise die „Kleinste Mohrenkopfindustrie“ in Wingershausen oder andere Ziele besuchen, um hinterher in schönem Gartenambiente zu entspannen und Kaffee und Kuchen zu genießen. Viele soziale Einrichtungen nutzen das Angebot regelmäßig, um behinderten Menschen im Rahmen ihrer Tagesausflüge einen schönen Nachmittag im Garten zu schenken. Die Einrichtungen zur Lebenshilfe, die Anneroses Garten seit Jahren besuchen, kommen aus Alsfeld, Lauterbach und Schotten. Anneroses Garten hat sich zu einem Besuchermagnet Eichelsachsens und Umgebung entwickelt, der Ruhe- und Naturschönheiten suchenden Manschen einen Platz bietet.

Von Jahr zu Jahr wurde das Veranstaltungsangebot des Gartens erweitert und der Garten selber verschönert. Neben den traditionellen Hoffesten -Herbstzauber und Narzissenfest-  wurde der Reigen der festen Veranstaltung um die „Offene Gartenpforte des Landes Hessen“ erweitert. Den Ausstellungen wurden feste Themen zugeordnet. Im Frühjahr sind es die Narzissen, Tulpen und Frühblüher. Die „Offene Gartenpforte“ schwelgt in den Farben „blau-weiß“ des Frühsommers. Der Herbstzauber ist erweitert worden zu einer „Dahlienschau“. Dabei lassen sich jeweils bis zu 80 Dahlienstöcke zu bewundern. Zu den Ausstellungen wurde seit 2009 das Künstlerehepaar Magda und Manfred Egloff hinzugezogen. Sie stellen in eigener Regie ihre Holz- und Kerzenkunstwerke aus. Schon einige wertvolle Stücke fanden ihren Bewunderer, konnten den Besitzer wechseln. Die neueste Erweiterung hat dieses Jahr während der „Offenen Gartenpforte“ im Juni stattgefunden. Als Vereinsmitglied der „Dauernheimer Mühlenfreunde“ hatte Manfred Egloff einige Mühlenmodelle gebaut und sie am dem Eichelbach ausgestellt. Durch die große Resonanz soll diese Modellausstellung während diesjährigen Herbstausstellung wiederholt werden. Neben diesen besonderen Eindrücken fürs Auge halten wir immer an der traditionell beliebten Tauschbörse für Pflanzen, Ableger, Gartenfrüchten, bepflanzten Konservendosen und bepflanzten Tuffsteinen fest.

Auch im Stil hat sich Anneroses Garten in den vergangen zehn Jahren sehr verändert. Hatten wir anfangs noch viele so genannte exotische Gewächse, wie zum Beispiel Engelstrompeten, sind diese ganz aus unserem Garten verbannt. Wir spezialisieren uns vermehrt auf die regional gängigen und robusten Sorten. Dabei setzen wir ganz besondere Akzente auf unsere Lieblingspflanzen. Diese Lieblingspflanzen gliedern sich im Wesentlichen auf in Dahlien, Sempervivum, Pelargonien, Kakteen, Rosettenbäume, um nur wenige zu nennen. War in den Anfangszeiten noch nicht unbedingt eine klare Struktur zu erkennen, alles war etwas wild und unkontrolliert, zeigt sich der Garten heute eher aufgeräumt. Dabei hat er seine Natürlichkeit nicht verloren. Die Integration des Nachbargartens am Eichelbach mit dem Labyrinth und dem Präriebeet erweitern das Angebot. Neben den Stauden- und Blumenbeeten sind natürlich die Topfpflanzen noch immer der Renner. Im Sommer dominieren die hitzeliebenden Arten wie Geranien, Pelargonien, Rosettenbäume, Malven und viele andere den großen Bauernhof. Im Winter wechselt das Ambiente dort zu Formgehölzen, um die Tristesse der kalten Jahreszeit zu lockern.

Sogar der Gemüseanbau hat noch Platz in Annerose Garten. Hierbei gehen wir neue Wege. Gemüsebeete im eigentlichen Sinn gibt es nicht mehr. Das Gemüse wir integriert in die Gesamtanlage. So wachsen die Tomaten zwischen den Dahlien. Stangenbohnen werden in den Hintergrund der Zierbeete eingefügt. Salat und Mangold lockern in den Blumenbeeten die bunten Strukturen auf. Hochbeete nehmen den angefallenen Kompost des Gartenjahres auf und dienen als Grundlage für Zwiebeln und Buschbohnen. Erstmals 2014 haben wir mit Strohbeeten gegärtnert. Strohbeete sind eine Innovation im Gemüseanbau. Mit Strohbeeten kann man gärtnern, ohne eigenen Grund und Boden zu haben. Man impft Strohballen drei Wochen lang mit organischem Dünger und Wasser bis der Zersetzungsprozess im Strohballen beginnt. Danach kann man pflanzen. Auf Strohballen kann man alle Sorten Gemüse pflanzen, angefangen von Kartoffeln über Zwiebeln bis zu Tomaten. Wir pflanzten auf sechs ballen Gurken und Hokkaido mit gutem Erfolg. Etwas Besonderes bei der „Strohgärtnerei“ ist, das es kein Unkraut gibt. Am Ende des Gartenjahres bleibt vom Ballen feiner Kompost übrig. Wir arbeiten schon an neuen innovativen Ideen. So haben wir den Plan in naher Zukunft wieder eine Hühnerhaltung in den Garten zu integrieren.

Auch literarisch hat Anneroses Garten in den vergangenen 10 Jahren Spuren hinterlassen. So ist ein Porträt des Gartens in dem von der OVAG herausgegebenen Buch „Oberhessen grünt“ zu finden. Im Buch „111 Orte im Vogelsberg und in der Wetterau, die man gesehen haben muss“, herausgegeben von Ingrid Schick (Grüne Soße) und Christina Marx von Emons wir dem Garten die Seite 106 gewidmet. Ein weiterer literarischer Event war im Frühjahr 2013 zu erleben, als die Autorin Karin Bach aus ihrem Buch „Klapperstörche lieben Zucker“ vorgelesen hat.

Annerose und Bernd Schröder

Rainröder Straße 11

63679 Schotten - Eichelsachsen

 

Der 10. Herbstzauber findet in Anneroses Gartem am 27. und 28. September 2014 statt.

 


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