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Verein für Leibesübungen in Grün und Schwarz
Kreis Gießen - Reiskirchen
Geschrieben von: Anzeigerlokal
am: Montag, 01. September 2008 um 08:36 - Gelesen: 7088 mal

 VfL Bersrod begeht an diesem Wochenende 60-jähriges Bestehen, Gymnastikabteilung 35-jähriges – Sieben der Gründerväter bei Festlichkeiten anwesend


BERSROD (hs). Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Beginn eines sich normalisierenden Lebens war auch der Zeitpunkt gekommen, an dem in Bersrod der Gedanke aufkam, einen Sportverein zu gründen. Nachbargemeinden konnten hier schon auf eine längere Tradition (TSG Reiskirchen 1908) verweisen, oder hatten gerade auch eine Gründung vollzogen (VfR 1946 Lindenstruth).

Am 15. November 1948 fanden sich in der Gastwirtschaft Pörtner 28 Personen ein, die den Verein für Leibesübungen ( VfL ) Bersrod gründeten. Heinrich Schneider III. wurde zum 1. Vorsitzenden und Otto Stein zu dessen Stellvertreter gewählt. Als Vereinsfarben entschied man sich für grün (Sporthemd) und schwarz (Sporthose). Die Satzung musste ausdrücklich demokratische Grundsätze ausweisen, um durch den Kreisjugendausschuss und die Militärregierung genehmigt zu werden. Als Eintrittsgeld wurde ein Mindestbeitrag von 1 DM und als Monatsbeitrag 50 Pfennig – Jugendliche zahlten die Hälfte – beschlossen. Das erscheint für die heutige Zeit recht günstig, war aber gerade einmal fünf Monate nach der Einführung der Deutschen Mark doch beachtlich.

Wenn in der Chronik zu lesen ist, dass im Rahmen einer Veranstaltung Anfang der 50-er- Jahre als 1. Preis ein Päckchen Tabak, als 2. Preis zwanzig Zigaretten und als 3. Preis zehn Zigaretten ausgesetzt waren, gibt das einmal einen Hinweis auf die knappe Kassenlage, zum anderen aber auch auf das, was in dieser Zeit besonders begehrt war. Dass viele Bersröder an ihrem VfL „hingen“ zeigt auch die Bereitschaft an Geldspenden und der Einsatz zur Eigenleistung. Es sollte dem Verein ganz einfach nicht so ergehen, wie dem nach dem Ersten Weltkrieg gegründeten Turnverein, dem nur eine kurze Existenz beschieden war. Vielleicht stand aber Letzterer bei der Namensgebung doch ein wenig Pate, denn als „Verein für Leibesübungen“ hatten die Verantwortlichen doch an mehr als nur an Fußball gedacht, eine Sportart, die mehr und mehr populär wurde.

Sicherlich spielte hier der Gedanke einer Körperertüchtigung und die gesundheitsfördernden Aspekte des Sportes schon eine wesentliche Rolle. KörperertüchtigungSchon zwei Jahre nach der Gründung konnten auch Schüler im Alter von zehn bis 14 Jahren mit Einverständnis der Eltern dem Verein als Mitglied beitreten. Die Mitgliederzahl hatte sich inzwischen fast verdreifacht. 1964 wurde ein neuer Sportplatz seiner Bestimmung übergeben. Bestimmt hat auch der Neubau der Sport- und Kulturhalle 1973 dem Verein weiteren Auftrieb gegeben, gab es jetzt doch auch bessere Trainings- und Übungsmöglichkeiten für die verschiedenen Abteilungen. Um auch in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes Umkleide- und Duschmöglichkeiten zu erhalten, wurden Rücklagen gebildet und eine Bürobaracke der ehemaligen Firma Kobau gekauft, die künftig als Sportheim diente.

Auch diese Maßnahme ließ sich nur durch zusätzliche finanzielle Unterstützung und Eigenhilfe der Mitglieder schultern. Weitere Verbesserungen folgten, so die Strom- und Wasserversorgung, Duschgelegenheit und Anlage einer Parkfläche. Der Bau einer Flutlichtanlage und die Renovierung des Sportplatzes konnten mit Unterstützung der Gemeinde Reiskirchen 1989 in die Tat umgesetzt werden. 1980 wurde eine Tischtennisabteilung ins Leben gerufen, sieben Jahre zuvor wurde die Gymnastikabteilung gegründet – deutliches Zeichen dafür, dass der Verein seine sportlichen Aktivitäten ausweitete und dabei weitere Mitglieder gewann. Ausgerechnet die „Alte- Herren- Mannschaft“ ist die jüngste Abteilung des Vereins, die seit 1984 besteht.

Selbstverständlich war Fußball die erste sportliche Aktivität nach der Vereinsgründung 1948. Wie in anderen Orten waren die Anfänge keineswegs verheißungsvoll, denn in Ermangelung eines Sportplatzes wurden die Spiele auf Wiesen ausgetragen. Fusion1950/51 erfolgte die Anmeldung einer ersten und ein Jahr später einer zweiten Mannschaft zur Verbandsrunde. Personalmangel infolge Spielerabgänge erschwerten den Spielbetrieb. Nachdem auch in späteren Jahren der Nachbarverein, VfR Lindenstruth, ebenfalls das gleiche Problem hatte, kam es 1977 zu einer Fusion beider Fußballabteilungen. Gab es anfangs verständlicherweise in beiden Vereinen eine nicht unerhebliche Zahl an Skeptiker, so verstummten mit den zunehmenden Erfolgen deren Bedenken.

Die Meisterschaft in der Gruppe B und anschließend die B- Klassen- Kreismeisterschaft aller vier B- Klassen waren am Ende der Saison 1979/80 ein deutlicher Beweis. 1986 wurde das Hessenpokal-Endspiel auf Kreisebene erreicht. In den folgenden Jahren war die Spielgemeinschaft in der Bezirksliga Giessen/Alsfeld bzw. in der A- Klasse Giessen/Nord vertreten. Inzwischen besteht eine Fußballspielgemeinschaft mit TSG Reiskirchen. Hauptaugenmerk wurde schon seit dem Bestehen der Fußballabteilung auf die Jugendarbeit gelegt, da nur durch eine erfolgreiche Nachwuchsförderung auch für die Zukunft das Fußballspielen gesichert ist. Um auf diesem Sektor alle Altersklassen einzubinden, wurden frühzeitig Jugendspielgemeinschaften gebildet, die inzwischen neben dem VfL Bersrod die Vereine TSG Reiskirchen, VfR Lindenstruth und Sportfreunde Burkhardsfelden einschließen. Eine intakte Jugendarbeit erfordert aber auch ausreichend ehrenamtliche Betreuer. Denen, die sich in der Vergangenheit dazu zur Verfügung stellten, gilt der besondere Dank der Vereinsverantwortlichen, die jedoch um weitere engagierte Betreuer bitten.

Fast ein Vierteljahrhundert besteht die Abteilung der „Alten- Herren“, die in dieser Zeit namhafte Erfolge erzielen konnten, die allerdings auch die Pflege der Geselligkeit als ein wichtiger Bestandteil ihrer Aktivitäten sieht. Mehrtagesfahrten, Wanderungen, Grillfeiern und Saisonabschlussfeiern zeugen von einer guten Kameradschaft. Seit dem 1. Januar 2008 besteht eine Spielgemeinschaft mit der TSG Reiskirchen. Die am 5. Januar 1980 wieder reaktivierte Tischtennisabteilung erlebte anschließend einen enormen Auftrieb und beteiligte sich mit zwei Herren-, einer Damen-, einer Jugend- und einer Schülermannschaft an dem Spielbetrieb. Hier gibt es inzwischen eine Spielgemeinschaft mit Climbach.

Während der VfL Bersrod sein 60- jähriges Vereinsjubiläum feiert, so kann die Gymnastikabteilung auf ein 35- jähriges Bestehen zurückblicken. Besonders erfreulich ist der enorme Aufschwung den das Kinderturnen genommen hat, woran vor allem die engagierte Übungsleiterin Conny Moosmeyer großen Anteil hat. Nicht unerwähnt bleiben darf der Altweiberfasching, dessen einmaliges Programm, für das in erster Linie „Die Kornkäfer“ verantwortlich zeichneten, Bersrod für Jahre zu einer Hochburg karnevalistischen Frohsinns werden ließ. Die „Kornkäfer“ waren es, die bis 2006 stets für eine bis auf den letzten Platz besetzte Sport- und Kulturhalle sorgten und sich immer wieder neue Überraschungen einfallen ließen. Zu dieser Zeit unterhielt der Verein verschiedene Kinder- und Jugendtanzgruppen.

Einige Jahre bereicherte die Tanzgruppe „Querbeet“ das Vereinsgeschehen. Die Seniorengymnastikgruppe hält sich unter der Leitung von Ingrid Brandl fit und versorgt die Vereinsfeierlichkeiten immer gerne mit leckeren Kuchen. Heute steht Dirk Frey an der Spitze des Vereins. Als stellvertretender Vorsitzender fungiert Otto Becker, der selbst über zwölf Jahre den Verein führte. Überhaupt spielt der Name Frey in der Vereinsgeschichte eine besondere Rolle; denn Dirk Freys Vater Helmut war über zwölf Jahre Vorsitzender des Vereins. Er gilt als Initiator für den Bau des Sportheimes. Von den Gründern leben noch Kurt Leib, Ewald Leib, Alwin Leib, Gottfried Bremer, Rudi Geyer und Heinrich Kutscher und Otto Bauernfeind, die im Rahmen der Feierlichkeiten auch geehrt werden.

Der Verein:
VfL Bersrod
Mitglieder: 319
Gründungsjahr: 1948
Kontakt: Vorsitzender Dirk Frey, Am Sonnenhang 32, 35447 Reiskirchen
(Tel.- Nr.: 06408/ 6810)


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