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VHC wandert auf Gran Canaria
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Samstag, 26. April 2014 um 15:42 - Gelesen: 6750 mal

Gran Canaria Bergparadies für Wanderer

Wanderer des VHC Hirzenhain unterwegs auf der wildesten Kanareninsel                                                                          Elf Tage lang waren Mitglieder und Freunde des VHC Hirzenhain auf Gran Canaria unterwegs, der drittgrößten und zugleich wildesten Insel der  Kanaren. Grausam denkt man, Gran Canaria:  Hotelburgen und überfüllte Strände – doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Schon wenige Kilometer abseits der Touristenzentren ist man allein in prächtiger Natur. Die Insel hat zwar nur einen Durchmesser von etwa 50 Kilometer, doch drängen sich auf diesem Areal so unterschiedliche Landschaften und Klimazonen, dass man von einem „Miniaturkontinent“ spricht.                                            

Während neun geführten Wanderungen erlebten die Reiseteilnehmer den wilden Westen und das Zentrum  den Nationalpark Roque Nublo mit den steilsten und höchsten Bergen in der Inselmitte.  Auf einsamen Hirten- und Ziegenpfaden mit dichter Vegetation von Gräsern, Ginsterbüschen, Wolfsmilchgewächsen und Kräutern die alle in voller Blüte standen,  erklommen die Wanderer beeindruckende Aussichtspunkte.           

Dort ist der Weg!“, ruft Wolfgang und zeigt auf einen mit hohen Gräsern überwucherten Jägersteig. Als Weg schwer zu erkennen, flößt uns dieser Pfad wenig Vertrauen ein. Doch Wolfgang ist sicher und wir verlassen uns auf ihn, schließlich ist er unser Guide, der die Insel genau kennt und uns die schönsten Trekkingrouten zusammengestellt hat.      

So führte die erste Wandertour vom Veneguera-Sattel (655 m) hinab in das Dorf Veneguera (210 m) und weiter zum Cruz de Mogan (440 m) nach Mogan (250 m). Auf dieser Tour boten sich den Wanderern tolle Einblicke in die trocken-kargen Steilhänge und dem üppigen Talgrün  der Schluchten des Westens.     Den Roque Nublo („Wolkenfels“) mit 1813 Meter, dem markanten zweiteiligen Fingermonolith und Wahrzeichen von Gran Canaria, erwanderte die Gruppe am nächsten Tag. Auf 1570 Meter an der La Goleta startete die Tour auf einem gut ausgebauten Wanderweg. Durch Schatten spendenden kanarischen Kiefernwald, vorbei an Ginsterbüschen und phantastischer Aussicht in das Zentrum und den Westen der Insel bis hin nach Teneriffa  wurde das markante Felsmassiv des Roque Nublo umrundet, bevor der Aufstieg zum 1743 Meter hohen Gipfelplateau begann. Majestätisch wirkt er, der „Wolkenfelsen“.   Seinen Namen hat der markante Stein von den wolkenähnlichen Nebeltüchern die ihn zeitweise verhüllen.  Die Guanchen, Ureinwohner der Kanarischen Inseln, sollen hier eine Kultstätte gehabt haben, an der sie um Regen beteten. Dem Nublo zugeneigt steht ein weiterer Monolith der sogenannt „Rana“ (Frosch), weil er – mit einer guten Portion Fantasie – als Frosch gesehen werden kann. Nicht weniger imposant der bizarr zerklüftete „Fraile“, den die Canarios als betenden Mönch erkennen. Nach einer Mittagspause an diesem schönen Ort führte die Wanderung weiter über Ziegenpfade und Camino Reals in das kleine Bergdorf La Culata (1200 m) zu einer wohlverdienten Einkehr in einer Bar zu Kaffee, Tapas und einem kühlen Cerveza bevor es mit dem Bus zurück ins Hotel ging.         Die dritte Wanderung führte die Gruppe von dem romantischen Bergdorf im Tal der tausend Palmen Fataga über die Bergkette des Amurga und auf Forststraßen und Pisten zum Stausee „Embalse de Tirajana nach Santa Lucia.  Das malerische Dörfchen liegt inmitten in den kanarischen Bergen und verzauberte die ankommenden Wandere mit seinen weiß getünchten Häusern und der erhabenen Kuppel der Pfarrkirche Santa Lucia die im Jahre 1905 erbaut und der Hl. Luzie geweiht wurde. Über dem Hauptaltar befindet sich das Abbild der Heiligen Luzie. Eine weitere Besonderheit sind die vielen Palmen, die sich dem blauen Himmel entgegen strecken und das Gesamtbild des Ortes auflockern. Und das insbesondere wenn man sich vor Augen behält, dass man sich hier auf 700 Meter Höhe befindet und die Gegend um Santa Lucia von Trockenheit geprägt ist.         Zu einer besonderen Wüstenwanderung trafen sich die Wanderer – aber ohne Wanderstiefel  - am nächsten Tag. Sie führte von San Agustin durch die Dünen von Maspalomas zum Faro (Leuchtturm) von Maspalomas. Der feine Sand der Dünen besteht aus Korallen und Muschelkalk, welcher durch die Brandung angeschwemmt und zerrieben wurde. Unterwegs lernten die Wanderer eine kleine, aber spektakuläre Landschaft kennen: bis zu 15 Meter hohe Wanderdünen, einen 7 Kilometer langen Strand und am Rande der Dünen eine Brackwasserlagune, die den Zugvögeln als Zwischenstation auf dem Weg nach Süden dient.   Für die Wanderung im Westen der Insel von der Degollada de la Aldea (642 m) zu den Los Azulejos (den bunten Steinen) waren wieder Wanderschuhe notwendig. Durch schroffes Gebirge und lichten Kiefernwald führte die Tour durch das Naturschutzgebiet des Inagua. Auf einem Steig, entlang der Flanke des Bergstocks, wanderte die Gruppe hinauf zum 1200 Meter hohen gewaltigen Tafelberg mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen. Vorbei an einem alten verfallenen Pechbrennofen und einem ehemaligen Forsthaus, das zu einer Jugendherberge umgebaut wurde, führte die Wanderung hinab zu den Azulejos, dem regenbogengefärbten Gestein, zu einem Kiosks in der Nähe der Degollada de Veneguera (480m). Hier ließ man sich einen frisch gepressten Fruchtsaft oder ein Cerveza nach der grandiosen Tour schmecken.         Die nächste Wanderung führte ausgehend von Acusa Seca (960 m), einem der abgelegensten Winkel der Insel, vorbei an Höhlenhäusern mit phantastischen Ausblicken auf die gezackten Bergkämme der Caldera, zu dem höchstgelegenen  Dorf der Insel Artenara (1220 m) mit einem hübschen Ortskern, Höhlenhäusern und fantastischen Ausblicken auf die nahegelegenen Felsformationen Roque Nublo und Roque Bentaiga.  Die Ureinwohner von Gran Canaria lebten größtenteils in Höhlen, die durch Erosion in dem weichen Felsgestein entstanden sind. Auch heute noch wohnen einige Kanarier im Schoß von Mutter Erde, also in Höhlen.  In dem Heimatmuseum konnten sich die Teilnehmer einen Einblick in die Höhlenwohnungen verschaffen. Ebenso wurde eine Höhlenkapelle die vollkommen in den Fels gehauen ist besichtigt. Selbst die Innenausstattung ist aus dem Felsgestein. Auf dem Altar befindet sich eine Marienstatue die „Nuestra Senora de la Cuevita“.   Nach der Mittagsrast führe die Wanderung weiter auf alten Camino Reals und Forstpisten zum Cruz de Tejeda. Hier erwartete der Bus bereits die Wanderer zur Rückfahrt zum Hotel.     Eine der nächsten Touren führte vom Pass Aserrador (1330 m) entlang eines Bergkammes mit Ausblicken auf zwei ganz unterschiedliche Landschaften: den sanftgewellten Hängen des Kiefernschutzgebietes im Südwesten und den tief eingeschnittenen Schluchten des Zentrums zum Stausee Cueva de las Ninas (dem Stausee der Höhlenmädchen) auf 940 Meter Höhe.  Die Fortsetzung der Stausee-Wanderung folgte am nächsten Tag. Über eine abenteuerliche Bergstraße brachte der Bus die Wander ins Zentrum der Insel. Hier befinden sich die drei schönsten Stauseen. Der Ninas-See, an dem die Wanderung startete, ist von einem alten Kiefernbestand gesäumt, der nächste See, der Soria Stausee, den die Wandergruppe erreichte liegt in einer Palmenoase und der letzte Stausee der Chira See in einer wild zerklüfteten Berglandschaft. Der Weg zu den drei Stauseen führte im Auf – und Abstieg durch eine dramatische Berglandschaft – versprengte Steinblöcke wirkten wie durch eine Laune der Natur hingeworfen, verwitterte Felswände erinnerten an zerfurchte Gesichter und Figuren. Auf dem Höhenweg zu dem Dorf Arana am Embalse de Chira, hatten die Wanderer einen steten Blick auf die Gebirgsfestung des Inselzentrums. Nach der 12 Kilometer langen, im Anstieg von 575 Meter und Abstieg von 530 Meter, waren alle froh in Arana in einer Bar einzukehren zu einem kühlen Cervesa, einem Orangensaft oder Cafe'  mit Kuchen.  Der letzte Wandertag auf Gran Canaria sollte vom Cruz Grande zum zweit höchsten Berg der Insel dem Campanario gehen. Diese Tour musste wegen Nebel und Regen in den Bergen ausfallen. Auf der Ersatztour von San Bartolome'  zur Degollada de Manzanilla, weiter auf einer Forststraße zum Cruz Grande und zurück auf einem Camino Real nach San Bartolome´ erlebten die Wanderer auch einmal Regen auf der Insel des ewigen Frühlings.    Zusammenfassend haben die Wanderer bei den Wanderungen auf Gran Canaria 102 Kilometer und dabei 4140 Meter im Aufstieg und 4510 Meter im Abstieg überwunden. Alle Reiseteilnehmer waren sich am Ende der Reise einig:   dies war wieder eine schöne und anspruchsvolle  Wanderreise des VHC Hirzenhain.

 

Auf dem Weg zum Roque Nublo                 

 

 

 

Wanderweg zum Chira Stausee

 

 

 

Las Ninias Stausee

 

 

 

Bei den Azulecos

 


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