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Straßennamen in Gießen
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Karin Jung
am: Sonntag, 12. Januar 2014 um 11:17 - Gelesen: 5021 mal

 

Im Dreieck Marburger-, Dürer- und Menzelstraße befindet sich die Böcklinstraße. Arnold Böcklin war ein Schweizer Maler und ist neben Max Klinger und auch Lovis Corinth einer der Hauptvertreter des deutschen Symbolismus, der mit dem vorherrschenden Naturalismus des 19. Jahrhunderts brach. Er wurde am 16. Oktober 1827 als Sohn eines Kaufmanns in Basel geboren. Dort erhielt er auch Zeichenunterricht und studierte später an der Kunstakademie Düsseldorf. 1847 unternahm er mit Rudolf Koller eine Studienreise nach Belgien, wo er stark von den Arbeiten von Peter Paul Rubens beeindruckt war. Arnold Böcklin reiste in die Schweiz und in die Niederlande, 1847 führte ihn sein Weg nach Paris zu Studien im Louvre. Weiter arbeitete er im Atelier von Johann Gottfried Steffan und bis 1850 malte er in Basel seine ersten charakteristischen Landschaftsbilder.

Von 1850 bis 1857 arbeitete Arnold Böcklin zeitweise sieben Jahre in Rom und setzte sich dort mit den Gemälden der alten Meister auseinander. 1853 heiratete er Angela Pascucci, das Modell etlicher seiner Gemälde und zog dann 1857 wieder nach Basel. Nach Empfehlung durch Anselm Feuerbach erhielt er 1858 vom hannoverschen Konsul in Palermo den Auftrag, in dessen Villa den Speisesaal auszumalen. Durch das Bild "Pan im Schilf" wurde er im März 1859 in weiten Kreisen bekannt. Von 1860 bis 1862 lehrte er, gefördert vom Grafen Adolf Friedrich Schack, an der Großherzoglich-Sächsischen Kunsthochschule in Weimar. Seine erste große Auftragsarbeit war 1862 die "Jagd der Diana".

Arnold Böcklin kehrte im  selben Jahr nach Italien zurück und besuchte Neapel und Pompei. In dieser Zeit vollendete er seinen unverkennbaren Stil mit deutlichen Konturen und der Leuchtkraft seiner Farben, durch die in seinen Gemälden eine Welt von mythologischen Fabelwesen veranschaulicht wurde. Von 1871 bis 1874 hielt er sich in München auf, dort entstand 1872 das Gemälde "Selbstbild mit fiedelndem Tod". Ab Herbst 1874 bis April 1885 lebte Arnold Böcklin in Florenz. Hier entstanden auch die fünf Fassungen des Bildes "Die Toteninsel". Diese fünf Varianten gehören mit zu seinen bedeutendsten Werken. 1885 bis 1892 wohnte er in Hottingen bei Zürich, wo er sich in der heutigen Böcklinstraße ein Ateliergebäude errichten ließ. 1892, nach einem Schlaganfall, zog er nach Florenz und wohnte später auf seinem Anwesen in Fiesole in der Provinz Florenz. Dort starb er am 16. Januar 1901 und wurde am 18. Januar 1901 auf dem protestantischen Friedhof Camposanto degli Allori bei Florenz begraben.

Surrealisten wie Giorgio de Chirico, Salvador Dali und Max Ernst sahen in Arnold Böcklin einen ihrer Vorläufer und sahen in ihm den "genialen und ironischen Künstler".

 


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