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„Dienet einander“ – Die Pfarrer Georg Schlosser Stiftung in Gießen
Kreis Gießen - Gießen
Geschrieben von: Dr. Hauschild Hans-Ulrich Georg Schlosser Stiftung
am: Dienstag, 12. November 2013 um 09:43 - Gelesen: 8118 mal

„Dienet einander“ – Die Pfarrer Georg Schlosser Stiftung in Gießen 

Dieses Wort aus dem Petrusbrief, 4,10: „Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“ stand als Motto über der letzten Predigt Pfarrer D. Georg Schlossers im Jahre 1915. Im Jahre 1920 in einer Auseinandersetzung mit einem junge Mann, der der Wingolf – Verbindung nahe stand, der auch Schlosser angehörte,  über sozialpolitische Fragen, die mit nationalistischen Argumenten verbunden waren, sagte Georg Schlosser: „nicht der äußere Feind ist zu bekämpfen, sondern Egoismus, Profitgier, Geiz.“ Deshalb zeigte Schlosser Verständnis dafür, „von der Revolution die Erfüllung ihrer Hoffnungen“ zu erwarteten. Denn: viel zu lange habe man diesen Menschen (Masse nennt er dies) die Teilhabe an den einfachsten Lebensrechten vorenthalten: Gesundheit, ordentlichen Wohnraum, würdige Arbeit.

Nun, die Sozialgeschichte ist weiter gegangen, die Verhältnisse haben sich im Sinne einer viele Menschen erreichenden Sozialpolitik, auch mit Hilfe der Nachkriegsregierungen seit 1949, geändert. Und dennoch: noch immer gibt es Menschen in Situationen, auf die das Schlosser – Wort zutrifft. Für diese Menschen tritt im Geiste des Namensgebers die Georg Schlosser Stiftung ein, mit allerdings gemessen an der Problemlage bescheidenen Mitteln. Der Stiftungsvorstand allerdings hat sich ganz das Motto der letzten Predigt zu Eigen gemacht: „Dienet einander“.

Die Stiftung verfügt über ein Stiftungskapital von 300.000 Euro. Dies setzt sich zusammen aus dem Kapital der ursprünglichen Stiftung des Jahres 1962 (Satzung vom Innenministerium in Wiesbaden angenommen, Stiftung als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts anerkannt), einer großzügigen Zustiftung im Jahre 2007 der Freundeskreise der Markus- und Matthäusgemeinde  (Zweck: Pflege, Betreuung, Zuwendung für alte, kranke einsame Menschen)und einer weiteren Zustiftung aus dem Jahre 2013 des Enkel Georg Schlossers, Hermann, Sohn der Stifters Hermann von 1962), der diese Zustiftung in Gedenken an seine Eltern, Milly und Hermann Schlosser gab. 

Hinweise zur Förderpolitik 2014

Bei dem derzeit gegebenen niedrigen Zinsniveau und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zum Glück noch Altanlagen wirken, kann die Stiftung in den Jahren 2014 bis 2016 jährlich noch ca. 8.000 Euro bereitstellen. 2.000 davon sind allerdings durch Vorstandsbeschluss jährlich an den Förderverein Gießen der Evangelischen Pflegezentrale zu geben, ganz im Geiste der stark diakonisch orientierten Arbeit Georg Schlossers und der oben genannten Zustiftung der beiden Freundeskreise. Hier noch eine kleine Auswahl der Zuwendungsempfänger der letzten Jahre: Brücke des Diakonischen Werkes, Oase, Klinikseelsorge Evangelisches Krankenhaus, Diakonisches Werk Weststadt, SymPaten Gießen des Bistums Mainz, Kopf und Ball Förderverein VfB Gießen, Katholisches Dekanat. Auch Einzelzuwendungen sind, nach Abstimmung mit zuständigen Kirchengemeinden oder anderen kirchlichen Einrichtungen, möglich und schon realisiert worden. 

In aller Regel gestaltet der Stiftungsvorstand selber. Aber natürlich können Einzelpersonen, vor allem aber Kirchengemeinden, auch „Anträge“ stellen. Einzelpersonen können nur gefördert werden, wenn ein entsprechendes Votum einer Gemeinde oder einer sozialen Organisation, die in der Regel einer Kirche nahe stehen sollte,  vorliegt und diese für die satzungsgemäße Verwendung eintritt. Die Stiftung fördert durch Mitgliedsbeiträge regelmäßig: Hospizverein Gießen, Verein für Alten- und Krankenpflege und den Förderverein Evangelische Pflegezentrale. 

Die Stiftung pflegt auch das Familiengrab Georg Schlosser auf dem Alten Friedhof, und kann so für ein dauerhaftes Andenken an diesen außergewöhnlichen Menschen sorgen. Dr. Brigitte Hauschild hat neulich einen viel beachteten Vortrag über Georg Schlosser gehalten, der sehr deutlich machen konnte, in welcher sozialen und diakonischen Nachfolge und in welchem Auftrag der Stiftungsvorstand handelt.  Berichterstattung durch Gießener Anzeiger:

http://neu.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/soziales-christentum_13587769.htm

 Bilder vom Vortag am 30.10.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Pfarrer Georg Schlosser Stiftung ist vom Finanzamt Gießen als Gemeinnützige Stiftung anerkannt. Sie ist eine Rechtsfähige Kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechtes. Der Stiftungsvorstand, nach Satzung vom Kirchenvorstand der Pankratiusgemeinde zu berufen (als Nachfolgerin der Matthäusgemeinde, deren Pfarrer Georg Schlosser war), setzt sich wie folgt zusammen: Pfr. Peter Ohl (nach Satzung ist der Gemeindepfarrer immer Vorstandsmitglied), Ruth Assmann und Dr. Hans-Ulrich Hauschild. Diel letzte Berufung ist auf den Zeitraum von 1.11.2013 bis 31.10.2016 terminiert, wie es die Satzung vorsieht.

Sollten Sie Interesse an einer Zuwendung oder Förderung haben, wenden Sie sich bitte - nie als Einzelperson - an: 

 

Pfarrer Georg Schlosser Stiftung

Geschäftsstelle: Ev. Pankratiusgemeinde

Georg Schlosser Straße 7

35390 Gießen

0173/7611130

Oder 0641/35400 (Pankratiusgemeinde)

Schlosserstiftung.giessen@t-online.de

 Dr. Hans-Ulrich Hauschild

 

 


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