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VHC wandert im Hochsauerland
Wetteraukreis - Hirzenhain
Geschrieben von: Adolf Zeisberger Vogelsberger Höhen Club e.V.Zweigverein Hirzenhain
am: Freitag, 06. September 2013 um 08:30 - Gelesen: 6994 mal

Auf idyllischen Wegen der herrlichen Natur nahe gekommen

Hirzenhainer Wanderer verbringen eine erlebnisreiche und gesellige Woche im Upland

Unter dem Motto „Faszination Wandern in allen Facetten“ bot der Vogelsberger Höhen Club Zweigverein Hirzenhain seinen Mitgliedern und Wanderfreunden eine erlebnisreiche Wanderwoche mit Kultur, im nordwestlichsten Zipfel Hessens, im Upland an.  Unter Leitung des Vorsitzenden Adolf Zeisberger und des örtlichen Wanderführers Hans-Jürgen Figge, genannt Hansi, wurde ein schöner Teil rund um Willingen im Sauerland auf dem „Premiumwanderweg  Uplandsteig“ ,  der Tour auf den Ettelsberg  und einer Stadtführung in der Hansestadt Korbach nahegebracht.    Mitten in Deutschland ist Willingen mit seinen vielfältigen Einrichtungen zu jeder Jahreszeit ein attraktives Urlaubsziel. Wanderer finden im Gebiet von Willingen  gut markierte Wanderweg. Die einzigartige Kulturlandschaft ist geprägt von ausgedehnten Fichten, Mischwäldern und idyllischen Dörfern.  Die Topografie und die abwechslungsreiche Landschaft mit herrlichen Fernblicken sind wie geschaffen fürs Wandern. Auf 65 Kilometer führt der Uplandsteig durch unterschiedliche Naturlandschaften, vorbei an über 40 Aussichtspunkten, Naturdenkmälern und den höchsten Bergen des Sauerlandes. Mit 1500 Höhenmetern ist der Uplandsteig ein anspruchsvoller Wanderweg rund um Willingen.    Vier der schönsten Touren  unter Führung des Vorsitzenden und Wanderwart des Upland Wandervereins Hansi haben die Wanderer des VHC auf dem Uplandsteig bewältigt und dabei 62 Kilometer zurückgelegt. Wälder, geschichtlich interessante Plätze und atemberaubende Ausblicke auf die typisch, bergige Landschaft des Uplandes machten die Wanderungen zu einem einzigartigen Erlebnis.  Ausgehend vom Hotel „Waldhaus am See“ in Willingen, in dem die 30 Wanderer hervorragend untergebracht waren, ging es zunächst mit Kleinbussen zum Ausgangspunkt der ersten Wanderung dem Hegeberg. Hier genossen die Wanderer bereits den ersten Fernblick zum Ettelsberg und nach Schwalefeld. Weiter führte die Wanderung hinauf zur Ringwallanlage Schwalenburg. Sie gehört zu den eindrucksvollsten Wallburgen Deutschlands. Drei Wallringe umgaben einst die Burg. Die in der Region weitverbreitete Sage, bei der Schwalenburg handelt es sich um die Burganlage des römerfreundlichen Cheruskerfürsten Segestes, der hier seine mit Armin, dem Sieger der Varus-Schlacht, vermählte Tochter Thusnelda gefangen gehalten habe, entbehrt nach Ansicht der Historiker jeder Grundlage. Oder hat sie doch einen wahren Kern?  Weiter auf dem Uplandsteig ging es zur Dommelmühle, nach Niegelscheid und Hemmighausen.  Mit den Kleinbussen ging es zurück zum Hotel. Hier erwartete die Wandere eine Überraschung. Es gab Waffeln mit Sahne, Heidelbeeren und Cafe.  Die zweite Etappe auf dem Steig führte von Eimelrod über Bockelau, Neerdar, Bömighausen zum Naturschutzgebiet Grotenberg und Sonnenberg. Hier präsentiert sich die Landschaft von einer ganz besonderen Seite. Das eigentliche Highlight liegt in seinem Untergrund begründet. Im Gegensatz zum Großteil des Sauerlandes tritt hier auf relativ kleiner Fläche Diabasgestein zutage. Im Zusammenspiel dieses speziellen Untergrundes, der Südhanglage und der früheren Beweidung mit Schafen und Ziegen, konnte sich auf diesen Flächen eine ganz spezielle Vegetation bilden. Im Laufe des Jahres blühen hier zahlreiche  seltene Pflanzen wie die Heidenelke, Feld-Thymian, Scharfer Mauerpfeffer, Kleiner Sauerampfer usw. Das etwa 20 Hektar große Gebiet konnte Anfang der 90er Jahre als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden.  Der nächste Wandertag brachte die Wandergruppe unter Führung von Adolf Zeisberger zum Höchsten Gipfel  im Sauerland auf den 840 Meter hohen Ettelsberg.  Im Herbst 2002 wurde auf dem Berg der 62 Meter hohe  Willinger Hochheideturm eröffnet und ist seitdem ein weit erkennbares Wahrzeichen des  Ortes. Von seiner rundum verglasten Aussichtsplattform auf 875 Meter Höhe ist er der höchste Aussichtspunkt in Nord-West-Deutschland. Von hier  genossen die Wanderer bei herrlichem Sonnenschein und klarer Sicht, einen fantastischen Rundblick auf die Bergwelt des Hochsauerlandes, des Waldecker Landes und weit darüber hinaus.  Rund um den Bergsee führte die Wandertour auf dem Kyrillpfad, ein etwas anderer Lehrpfad, der die verheerende Kraft, mit der der Sturm „Kyrill“ im Januar 2007 den Ettelsberg gezeichnet hat,   zur Großen Grube und hinab in das Hoppecketal in die Waldhütte am See zu einem deftigen Eintopfessen, das sich die Wanderer nach der sieben Kilometer langen Tour, gut schmecken ließen.  Bei den nächsten beiden Wandertouren auf dem Uplandsteig hatte Wanderführer Hansi die Führung.  Die dritte Tour führte ausgehend von Düdinghausen zum Kirchensteinbruch. Die in diesem Steinbruch abgebauten Steine wurden größtenteils für den Kirchenbau in Düdinghausen verwendet. Daher leitet sich der Name Kirchensteinbruch ab. Zu sehen ist hier überwiegend feinkörniger Sandstein. Durch den Spitzbubenbusch, einem ehemaligen Versteck der Schmuggler, wanderte die Gruppe weiter zu Schönen Aussicht, zur Diemelquelle und durch das Tal der Iter, vorbei an der Mühlenkopfschanze in das Hoppecketal zum Hotel.  Einige Highlight bot die letzte Etappe auf dem Uplandsteig. Von der Schutzhütte an der Schönen Aussicht ging es über den Krutenberg zur Hildfelder Höhe, der Hoppeckequelle und zum Naturschutzgebiet Neuer Hagen, auch Große Heide genannt, mit einer wunderschönen blühenden Heidelandschaft. Vom Clemensberg mit 838 Höhenmeter hatten die Wanderer wieder einen grandiosen Ausblick in die Ferne,  über die Heidelandschaft und in den Diabas Steinbruch am Fuße des Clemensberges. Diabas ist ein vulkanisches Ergussgestein aus dem Erdaltertum. Entstanden vor etwa 380 Millionen Jahren. Es ist ein sehr hartes und verwitterungsbeständiges Gestein. Deshalb wird er überwiegend für Splitt und Schotter für den Straßenbau verwendet. Da er auch gut zu schleifen und polieren ist, wird er zudem gerne als Grabstein genutzt. In der Hochheide Hütte wurde zu einer Erfrischung eingekehrt, bevor die letzten Kilometer durch den „Keller“ und das Hoppecketal der Uplandsteig im Hotel Waldhaus am See den Abschluss fand.   Die alte Hansestadt Korbach – übrigens die einzige in Hessen – erfreut sich zunehmender Beliebtheit. So besuchten auch die Reiseteilnehmer des VHC die Stadt. Bei einer Stadtführung erfuhren sie viel aus der Stadtgeschichte.  Korbach hat sich aus einem Königshof Karls des Großen entwickelt, der 980 erstmals in einer Urkunde von Kaiser Otto II. genannt wird. Der an der Kreuzung alter Handelsstraßen gelegene Ort erhielt bereits 1188 Stadtrechte. Die Stadt wurde Mitglied der Hanse, war die bedeutendste Stadt der Grafschaft Waldeck und besaß viele Freiheiten. Auf der Goldspur ging es durch die Stadt, zu den schönsten Sehenswürdigkeiten. Vorbei an Patrizierhäuser, der Stadtmauer, dem Rathaus mit Roland, dem Spukhaus ging es zur St. Nikolaikirche. Im Inneren der Kirche befindet sich der Marienaltar des Korbacher Franziskanermalers von 1518 und ein barockes Grabepithap für den Fürsten Georg Friedrich von Waldeck. Am Nachtwächterdenkmal, Nachtwächter warnten bis in die 1930er Jahre die Korbacher Bürger vor Dieben, Feuergefahr, riefen die Urzeiten aus und wegen ihres Übereifers wurden sie auch die „Pulverköppe“ genannt, endete die Führung. Voller schöner Eindrücke und Erinnerungen an die Region Hochsauerland mit Willingen und der Hansestadt Korbach wurde die Heimreise angetreten.

 Bild oben: Wanderung durch die Heide

  Auf dem Ettelsberg

 

 

 

 

 Vor dem Hotel "Waldhaus am See"


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